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DTM: Audi stellt Rennprogramm und Piloten für 2021 vor – drei DTM-Asse fehlen

Audi Sport Logo ©EHirsch

Audi Sport customer racing hat diese Woche sein Fahreraufgebot und Rennprogramm für die Saison 2021 vorgestellt.
Keine Überraschung, dass der dreifache DTM-Champion Rene Rast und Vizemeister Nico Müller weiterhin dem Audi-Kader angehören. Dazu ergänzt der DTM-Champion von 2013 Mike Rockenfeller das Audi-Fahreraufgebot.

Rast tritt für Audi erstmals eine komplette Saison an der Seite von Lucas di Grassi in der Formel E an, wird aber auch im Kundensport weiterhin für den Hersteller mit den Vier Ringen eingesetzt.

„Darüber hinaus ergänzen ausgewählte Einsätze im Kundensport sein Programm“, heißt es in der Pressemitteilung der Ingolstädter. Bei welchen Einsätzen Rast tatsächlich zum Zuge kommt, wurde nicht kommuniziert.

Der dreifache DTM-Champion von 2017, 2019 und 2020 liebäugelt selbst mit einem Einsatz in der neugeschaffenen DTM, die in der neuen Saison nach dem Aus des Werksports mit einem neuen GT3-Reglement startet. Der 34-Jährige, dessen Formel-E-Einsatz unter dem Allgäuer Rennstall Abt läuft, flirtet mit einem DTM-Engagement bei Abt Sportsline, das als Kundenteam zwei Audi R8 LMS GT3 in der DTM einsetzt.

Problem für Rast dürfte die Überschneidung seines Formel-E-Engagement mit dem DTM-Rennkalender sein, der diese Woche offiziell bekanntgegeben wurde. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen einen fixen Formel-E-Kalender derzeit unmöglich, lediglich der Saisonauftakt in Saudi-Arabien (26.2./27.2) wurde bisher offiziell bestätigt.

Ähnliches Dilemma ergibt sich für DTM-Vizemeister Nico Müller, der beim US-Rennstall Dragon in der Formel E engagiert ist.

Müller besitzt noch einen gültigen Vertrag bei Audi und könnte für die Ingolstädter bei hochklassigen GT-Rennen zum Zug kommen. Nicht auszuschließen, dass der Schweizer auch weiterhin bei Abt Sportsline in der DTM eingesetzt wird.

Robin Frijns, Loic Duval, Jamie Green nicht mehr im Fahreraufgebot

Während Mike Rockenfeller weiterhin als Audi-Kundensportpilot nominiert wurde, fehlt mit Robin Frijns ein hochkarätiger DTM-Pilot, dessen Vertrag mit Audi ausgelaufen ist.

Der Niederländer fährt für den britischen Rennstall Virgin Racing in der Formel E, dessen Priorität laut Vertragsbedingungen in der Elektro-Rennserie liegt. Dennoch erhofft sich Frijns weitere Einsätze für Audi, womöglich bei ausgewählten Renneinsätzen im GT-Sport in Spa oder am Nürburgring.

Keine Überraschung ist der Abschied des Franzosen Loic Duval. Der langjährige Audi-Pilot fokussiert sich mehr auf den Prototypen-Rennsport und taucht in Audis Fahrerliste ebenso wenig auf wie Jamie Green. Wohin die Reise des 38-jährigen Briten, der seit 2013 bei Audi engagiert war, führt, ist nicht bekannt.

Dennis Marschall©Audi

Zwei Neulinge im Aufgebot

15 Piloten nominierte Audi für die anstehende Rennsaison. Zum Fahrerkader gehören auch 2021 die ehemalige DTM-Pilotin Rahel Frey, Mattia Drudi, Christopher Haase, Pierre Kaffer, Kelvin van der Linde, Christopher Mies, Patric Niederhauser, Frank Stippler, Dries Vanthoor, Frederic Vervisch und Markus Winkelhock. Neu hinzugestoßen in Audis Fahrerkader ist der 24-jährige Dennis Marschall aus Eggenstein-Leopoldshafen, der in den vergangenen beiden Jahren wiederholt als Privatfahrer Bestleistungen im ADAC GT Masters gezeigt hatte.

Auch Charles Weerts darf sich glücklich schätzen, bei Audi einen Platz gefunden zu haben. Mit nur 19 Jahren hat der Belgier als bislang jüngster Fahrer im Audi R8 LMS den GT World Challenge Europe Sprint Cup gewonnen und zuletzt den zweiten Platz beim IGTC-Finale in Kyalami erreicht.

Übrigens feierten Kelvin van der Linde und Dries Vanthoor mit dem belgischen WRT-Team am Wochenende bei den 24h von Dubai mit Platz zwei einen starken Einstand in die neue Motorsportsaison.

Umfangreiches Rennprogramm

Audi Sport customer racing stellt für die entsprechenden GT3-Programme seit vielen Jahren Piloten aus seinem Fahrerkader zur Verfügung. Dies gilt vor allem für Teams, die sich in der GT World Challenge Europe, im ADAC GT Masters und erstmals auch in der neu ausgerichteten DTM einschreiben.
Chris Reinke,Intercontinental GT Challenge 2019 ©Audi

„Nach einer für den weltweiten Motorsport fordernden Saison 2020 setzen wir ein Zeichen und bekennen uns frühzeitig zu einem großen internationalen Programm 2021“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Die Intercontinental GT Challenge als weltweit hochkarätigste GT3-Serie darf darin ebensowenig fehlen wie die 24 Stunden Nürburgring.“

Je fünf Mal hat Audi bereits einen Titel in der IGTC gewonnen sowie das 24-Stunden-Rennen in der Eifel für sich entschieden.

Im sechsten Jahr in Folge bestreitet Audi die Intercontinental GT Challenge, die im kommenden Jahr in Asien, Amerika, Europa und Südafrika Station macht. Auch die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind zum 13. Mal in Folge ein Fixpunkt im Kalender von Audi Sport.

Das traditionelle Straßenrennen in Macau im November markiert einen weiteren Höhepunkt. Das dortige GT-Sportwagenrennen existiert seit 2008 und besaß zwischen 2015 und 2019 das Prädikat FIA GT World Cup. Audi hat den Wettbewerb bereits vier Mal gewonnen.

Zudem liebäugelt Audi mit einem Einsatz bei den FIA Motorsport Games Ende Oktober 2021 in Le Castellet. Bei diesem multidisziplinären Wettbewerb des Automobil-Weltverbandes FIA, einer Art Olympiade des Motorsports, waren Teams von Audi bereits bei der ersten Auflage 2019 mit den beiden Modellen Audi R8 LMS und Audi RS 3 LMS am Start.

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