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DTM: Schnitzer Motorsport vor dem endgültigen Aus- rettet ein Investor das BMW-Traditionsteam ?

BMW-Schnitzer ©Erich Hirsch

Traurige Nachrichten für alle BMW-Schnitzer-Fans kurz vor Weihnachten. Der Traditionsrennstall aus Freilassing steht kurz vor dem endgültigen Aus.

„Die Betriebsschließung ist bereits beschlossene Sache“, sagt Teamchef Herbert Schnitzer jr. gegenüber ‚motorsport.com‘. 18 Mitarbeiter seien bereits bei Schnitzer gekündigt worden, bestätigt der 39-jährige Oberbayer.

Die Covid-19-Pandemie und die Trennung als Werksteam von BMW führten zu dem Dilemma. Kürzlich wurde dem Freilassinger Rennstall von BMW mitgeteilt, im neuen Jahr nicht mehr gemeinsam zusammenzuarbeiten. In den sozialen Medien herrschte darüber Verwunderung und große Verärgerung. Unverständnis, dass nach über 50 Jahren das Traumpaar Schnitzer Motorsport und BMW getrennte Wege gehen.

Herbert Schnitzer jr BMW ©EHirsch

Zuletzt zeichnete die Schnitzer-Mannschaft gemeinsam mit dem Münchner Autohersteller für die Test-und Entwicklungsarbeit des neuen BMW M4 GT3 verantwortlich, der ab 2022 weltweit im Kundensport zum Einsatz kommen soll. „Das Projekt ist die Zukunft“, sagte Schnitzer jr. uns noch im August bei einem Interview in Freilassing. Doch damit ist Schluß, da die weiteren Aufgaben dem RMG-Team von Stefan Reinhold nach dem werksseitigen DTM-Ausstieg übertragen wurde.

Jetzt fehlen die notwendigen Gelder aus München in der Schnitzer-Kasse, um die laufenden Fixkosten zu begleichen. „Wir kennen unsere monatlichen Kosten“, so Schnitzer jr. bei ‚motorsport.com‘. „Und ab dem nächsten Jahr haben wir keine Einnahmen mehr“, bedauert der Freilassinger die negative Entwicklung, der erst 2019 den Staffelstab beim oberbayerischen Rennstall von seinem Onkel Charly Lamm, der kurz darauf verstarb, überreicht bekam.

Dabei war die Schnitzer-Mannschaft Ende 2019 guter Hoffnung, potentielle Partner und Sponsoren an Land zu ziehen, doch „im letzten Moment“ platzte der Deal. Vater Herbert Schnitzer, der 79-jährige Geschäftsführer und Inhaber der Firma, sagte kürzlich gegenüber ‚bildpresse2010.blog‘, dass er zwar ein großes Motorsport-Netzwerk verfüge, aber in Zeiten von Corona es extrem schwierig sei, Sponsoren zu gewinnen.

Verzweifelter Hilferuf: Retten ein Investor oder anderer Hersteller den Traditionsrennstall?

Doch Schnitzer jr. gibt nicht auf, den Rennstall doch noch zu retten. Mit Hilfe der Medien setzt der Bayer seine letzte Hoffnung auf einen Investor, der die Freilassinger doch noch vor der Betriebsschließung retten kann. „Der letzte Strohhalm, an den ich mich noch klammere, ist, dass das jetzt durch die Medien geht“, so Schnitzer.

„Und dass vielleicht doch noch ein Großsponsor in Form eines Investors auf uns aufmerksam wird, den wir vorher nicht auf dem Schirm hatten. Wenn jetzt jemand kommt, der unseren Betrieb kauft und damit die ganze Belegschaft übernimmt, dann gibt es meiner Meinung nach noch eine Chance“, bleibt dem Schnitzer-Teamchef ein kleines Fünkchen Hoffnung.

Schnitzer BMW ©BMW

Für Schnitzer wäre es überlebenswichtig, einen Partner oder Hersteller zu finden. Wichtig ist momentan nur, das Team zu retten. Daher wäre auch ein Engagement mit einem anderen Hersteller als BMW für die Freilassinger kein Problem. „Wenn wir ein legendäres Rennteam irgendwie retten können, dann bin ich für alles zu haben“, so Schnitzer jr. bei ‚motorsport.com‘.

Gibt es doch noch eine schöne Weihnachtüberraschung für die Schnitzer-Mannschaft? Ganz getreu dem Schlager von Katja Ebstein aus den 70er-Jahren „Wunder gibt es immer wieder…“

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