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Formel E: Porsche mit klaren Bekenntnis zur Formel E, Einsatz in der DTM weiterhin fraglich

Porsche Electric Formel E Andre Lotterer ©Porsche

Porsche bezieht klar Stellung und bekennt sich eindeutig zur Formel E.

„Wir freuen uns sehr, dass wir am heutigen Tag ein klares Bekenntnis zur weiteren Teilnahme an der ABB FIA Formula E abgeben können“, sagte Fritz Enzinger, Leiter Motorsport am Samstag im Rahmen der virtuellen Porsche-Saisonabschlußfeier „Night of Champions“.

Fritz Enzinger Porsche©Linkedin, Porsche

„Wir sind von der hervorragenden Bühne und dem einzigartigen Konzept vollständig überzeugt. Wir nutzen den rein elektrischen Formelsport für eine konsequente Entwicklungsarbeit und den Ausbau unserer Kompetenzen im Bereich der batterie-elektrischen Antriebe. Wir wollen die Meisterschaft in den kommenden Jahren gemeinsam mit der FIA/FEO und den Teams weiter voran zu bringen“, so der 64-jährige Österreicher.

Die Elektro-Rennserie musste zuletzt einen Tiefschlag einstecken, nachdem innerhalb von zwei Tagen sowohl Audi als auch BMW offiziell ankündigten, aus der Formel E nach der neuen Saison 2021 auszusteigen.

Porsche bekennt sich werksseitig zur Formel E, wird in den kommenden Jahren weiterhin fester Bestandteil der vollelektrischen Rennserie sein. Zudem setzen die Zuffenhausener ihr Werksengagement in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA WEC) fort und setzen in der Saison 2021 zwei rund 515 PS starke 911 RSR ein. Zwei Werksprojekte im Hause Porsche- ein sehr gutes Zeichen für den deutschen Motorsport.

Formel E: Neues Gespann

Porsches Formel-E-Team vertraut nach ihrem Debütjahr weiterhin auf die Dienste von Andre Lotterer, der beim Saisonauftakt in Diriyya mit Platz zwei gleich das Podest ansteuerte- ein Traumstart für Porsche. An Lotterers Seite wird der Deutsche Pascal Wehrlein ins Cockpit des Porsche 99X Electric steigen, der zuvor bei Mahindra Racing reichlich Formel-E-Erfahrung sammelte und 17 E-Prix absolvierte.

Pascal Wehrlein Porsche©Porsche

Der ehemalige DTM-Champion von 2015 ersetzt damit den Schweizer Neel Jani, der Porsches Formel-E-Team als Ersatzfahrer erhalten bleibt. Janis Landsfrau Simona de Silvestro fungiert ebenfalls als Ersatzpilotin für das Formel-E-Team.

Apropos Neel Jani: der 37-Jährige Schweizer wird werksseitig in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA WEC) eingesetzt, wo er zusammen mit dem Franzosen Kevin Estre einen der zwei Porsche 911 RSR fährt. Saisonhighlight sind zweifelsohne die 24 Stunden von Le Mans (Frankreich). Den zweiten von Manthey-Racing eingesetzten Werksporsche pilotieren übrigens das bisherige Duo Gianmaria Bruni aus Italien und der Österreicher Richard Lietz.

Porsche: 14 Werksfahrer in 2021

Porsche geht mit einem Aufgebot von insgesamt 14 Werksfahrern, einem Young Professional und einem Junior in das neue Jahr. Neben Formel-E-Pilot Pascal Wehrlein rückt auch der Österreicher Thomas Preining in den Werksfahrerkader des Stuttgarter Sportwagen-Herstellers auf. Abgespeckt wurde dennoch in Porsches Fahrerkader.

Der Neuseeländer Earl Bamber, Nick Tandy aus Großbritannien, Patrick Pilet aus Frankreich, Michael Christensen (Dänemark) und die beiden Deutschen Sven Müller und Dirk Werner scheiden aus dem offiziellen Werksfahrerkader aus.

Der Franzose Julien Andlauer bleibt Porsche Young Professional, Ayhancan Güven aus der Türkei absolviert seine zweite Saison als Porsche Junior. Der Neuseeländer Jaxon Evans hat sein Junior-Programm beendet und wird Einsätze bei Kundenteams unter anderem im 911 RSR absolvieren.

Kundensport-Programme:  DTM noch offen
Ein Großteil der zehn neuen Porsche 911 RSR fahren in der Saison 2021 in der GTE-Am-Klasse der FIA WEC und in der European Le Mans Series (ELMS).

Darüberhinaus unterstützt Porsche zahlreiche Kundenteams, die den über 500 PS starken 911 GT3 R auf der weltweiten Motorsport-Bühne einsetzen. Ob Kundenteams den beliebten und erfolgreichen Porsche 911 GT3 R auch in der DTM einsetzen werden, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Die DTM setzt nach dem Werksausstieg von Audi und BMW in der kommenden Saison auf ein neues technisches Reglement nach GT3-Format. Bisher haben sich sich offiziell McLaren (zwei Autos) und ein Mercedes-Auto bei der neuen DTM eingeschrieben.

Auch das deutsche ADAC GT Masters, das in Konkurrenz zur DTM antritt, wird wieder von Porsches Kundenteams in Angriff genommen. Als Titelverteidiger geht dabei das Münchner Team SSR Performance an den Start, das in ihrer Premierensaison auf Anhieb den Fahrer- und Herstellertitel mit dem Porsche 911 GT3 R holte.

ADAC GT Meister 2020 Ammermüller Engelhart ©ADAC,Gruppe C Photography

Neuer 911 GT3 Cup: Porsche Mobil 1 Supercup und fünf nationale Serien
Porsche bringt zur Saison 2021 den neuen 911 GT3 Cup auf den Markt. Er basiert auf der Generation 992 der Sportwagen-Ikone 911.

Bei der Distribution des 510 PS starken Modells geht Porsche neue Wege. Erstmals wird ein brandneues Cup-Fahrzeug im Debütjahr nicht nur im internationalen Porsche Mobil 1 Supercup im Rahmen der Formel 1 fahren.

Die jüngste Version des meistverkauften Rennfahrzeugs der Welt wird 2021 parallel auch von Kundenteams in den nationalen Carrera Cups in Deutschland, Benelux, Frankreich, Asien und im neuen Porsche Carrera Cup North America eingesetzt. Der neue Porsche 911 GT3 Cup ist schon jetzt für den perspektivischen Einsatz umweltschonender synthetischer Kraftstoffe ausgelegt.

Porsche Cup 2020: Robert Renauer siegt zum zweiten Mal

Der traditionsreiche Porsche Cup wird seit 1970 jährlich an den erfolgreichsten Privatfahrer vergeben. 2020 geht er an den Deutschen Robert Renauer.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, würdigte in seiner Ehrung im Rahmen der digitalen „Night of Champions“ die Erfolge des 35-Jährigen aus Dachau am Steuer eines Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters und der Creventic Serie. Renauer erhält die begehrte Trophäe nach 2016 bereits zum zweiten Mal. Der Bayer bekommt zudem einen aktuellen Elfer als Preis überreicht. Die seit 51 Jahren verliehene Auszeichnung für erfolgreiche Amateurfahrer basiert auf einer Idee von Ferry Porsche.

ESports: Champion Sebastian Job geehrt

Der Brite Sebastian Job wurde für seinen Titelgewinn im Porsche TAG Heuer Esports Supercup geehrt. Der 20-Jährige vom Red Bull Racing Esports Team hatte sich im Rahmen einer spannenden und spektakulären Online-Rennsaison unter anderem gegen den Vorjahres-Champion Joshua Rogers aus Australien durchgesetzt.

Job, der sein Hobby Simracing mittlerweile zum Beruf gemacht hat, tritt somit in der dritten Saison der auf der Plattform iRacing ausgetragenen Rennserie als Titelverteidiger an. Der Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2021 beginnt am 9. Januar auf der virtuellen Variante des brasilianischen Formel-1-Kurses von Interlagos.

Porsche-Werksfahrer 2021 auf einen Blick:

Gianmaria Bruni (39/Italien)
Matt Campbell (25/Australien)
Romain Dumas (42/Frankreich)
Kévin Estre (32/Frankreich)
Mathieu Jaminet (26/Frankreich)
Neel Jani (36/Schweiz)
Richard Lietz (36/Österreich)
Patrick Long (39/USA)
André Lotterer (39/Deutschland)
Frédéric Makowiecki (40/Frankreich)
Thomas Preining (22/Österreich)
Simona de Silvestro (32/Schweiz)
Laurens Vanthoor (29/Belgien)
Pascal Wehrlein (26/Deutschland)

 

 

 

Earl Bamber sowie die Werksfahrer Laurens Vanthoor (Belgien) und Patrick Long aus den USA werden für Kundenteams in der GTD-Klasse der IMSA WeatherTech SportsCar Championship an den Start gehen. In der GT World Challenge Europe treten mehrere Porsche 911 GT3 R in den Wettbewerb mit Fahrzeugen von insgesamt zwölf verschiedenen Herstellern. Unter anderen sind Earl Bamber, der Däne Michael Christensen und der Franzose Frédéric Makowiecki für Einsätze in der spektakulären GT3-Serie vorgesehen. Beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife greifen nahezu alle Piloten des Kaders an. Am ersten Juni-Wochenende 2021 wird eine starke Phalanx an 911 GT3 R in der Eifel an den Start gehen. Auch das deutsche ADAC GT Masters wird wieder von Kunden im Angriff genommen. Ob Kundenteams den beliebten und erfolgreichen Porsche 911 GT3 R auch in der DTM einsetzen werden, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

 

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