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Formel E: Testfahrten in Valencia – Feintuning vor dem Saisonauftakt in Chile

Max Guenther, BMW,Formel E in Valencia ©FIAFormulaE

Die Formel E hat ihre Vorbereitungen auf die neue Saison aufgenommen. In Valencia treffen sich seit dem Wochenende alle 12 Teams und 24 Piloten, um sich den letzten Feinschliff für den Saisonstart in Santiago de Chile (16.01./17.01.2021) zu holen.

Heute finden die die letzten Testfahrten auf dem Circuit Ricardo Tormo statt.

Vier Trainingssessions haben die Piloten bereits absolviert. Dabei setzte Mahindra-Pilot Alex Lynn mit 1:11.941 Minuten die absolute Bestzeit vor Titelverteidiger Antonio Felix da Costa (DS Techeetah). Und die deutschen Piloten und Teams?

Bester deutscher Pilot war bisher Maximilian Günther im BMW i.FE 21. Sehr viel Aussagekraft haben die Testzeiten für die neue Saison, die erstmals als FIA-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, allerdings nicht. Im Fokus steht die Arbeit mit den neuentwickelten Antriebssträngen, die mit Ausnahme von Titelverteidiger DS Techeetah und Nissan bei allen anderen zehn Teams zum Saisonauftakt in Südamerika eingesetzt werden.

Auf Herz und Nieren testen die 12 Teams ihre Arbeitsgeräte, Zuverlässigkeit und Effizienz stehen im Mittelpunkt der intensiven Testfahrten.

Formel E tests in ValenciaJake Dennis, BMW I Andretti Motorsport, BMW iFE.21 Pascal Wehrlein, Tag Heuer Porsche, talks to his team Max Guenther, BMW,Formel E in Valencia ©FIAFormulaE

Audi: auf Abschiedstournee, Frijns ein Naturtalent

Im deutschen Lager zeigt sich Audi mit dem neuen e-tron FE07 sehr zufrieden, der erstmals in Eigenregie entwickelt wurde. Rene Rast und Lucas di Grassi gaben sich nach den ersten Testrunden optimistisch, probierten verschiedene Setups aus, um bestens gerüstet nach Chile fahren zu können. Di Grassi legte die bisher achtschnellste Zeit mit 1:12.338 Minuten hin, Rast kam mit 1:12.421 Minuten auf Position 14.

„In Berlin war es eine Feuertaufe für Rene, aber gegen Ende wurde er richtig süchtig danach“, sagt Audis Teamchef Allan McNish. „Die wirkliche Herausforderung in der Formel E besteht darin, konstant schnell zu sein, und wir haben sehr gute Erfahrungen mit Lucas gemacht, der von Anfang an dabei war und weiß, was es braucht.

Gleichzeitig hat Rene gezeigt, welches Potenzial in der Formel E steckt. Das Team war stolz darauf, was es in Bezug auf die Effizienz des neuen Antriebsstrangs in der Formel E leisten konnte. Die Formel E hat seit geraumer Zeit die Wettbewerbsfähigkeit und die Hersteller, um eine Weltmeisterschaft zu sein. Wir wollen immer auf höchstem Niveau konkurrieren, und dieser Status zeigt, wo wir als Meisterschaft stehen. Es wird sicher ein harter Kampf sein, aber wer zum Weltmeister gekrönt wird, hat ihn verdient“, meint der Schotte, der Audis Abschiedstournee nach dem Ausstieg nach der Saison 2021 begleitet.

Allan McNish in Valencia ©FIAFormulaE

Audis Kundenteam Virgin kam mit dem neuen Antriebsstrang durch Robin Frijns auf Platz neun. Der Niederländer schaffte mit 1:12.338 Minuten exakt die gleichen Zeit wie Audi-Werkspilot di Grassi- was für ein Zufall. Frijns Teamkollege und Rookie Nick Cassidy war mit 1:12.515 Minuten nicht im Vorderfeld zu finden und positionierte sich auf Platz 20.

„Ich bin sehr froh, hier in der Formel E zu starten“, sagte Cassidy in der Presskonferenz. „Es war in den letzten Monaten sehr hart, aber ich denke, dass ich und das Team das Beste daraus gemacht haben, und ich fühlte mich sehr gut für den heutigen Tag und diese Tests. Ich freue mich darauf, an der Seite von Robin zu fahren, er ist ein Naturtalent. Er ist sicherlich schnell auf der Strecke. Bei uns wird es während der gesamten Saison eine konstante Entwicklung geben, und ich werde ihm im Laufe der Saison definitiv mehr Fragen stellen“, warnt der 26-jährige Neuseeländer seinen niederländischen Teamkollegen.

Porsche: Wehrlein lobt Arbeitsethik

Bei Porsche setzte Andre Lotterer am Samstag in der Nachmittagssession die Bestzeit hin, am Sonntagvormittag erreichte der gebürtige Duisburger mit seiner bisher schnellsten Runde von 1:12.422 Minuten Platz 15. Teamkollege und Neuzugang Pascal Wehrlein ließ es noch gemächlich angehen, kam auf Position 23 mit einer Zeit von 1:12.634 Minuten.

„Es ist schön, wieder dabei zu sein“, sagte Wehrlein. „Ich habe im August begonnen, mit dem Team zu arbeiten, und es hat viel Vorbereitung gekostet.

Jetzt sind wir für die Pre-Saisontests hier. Es ist eine Ehre, Porsche zu vertreten, und es ist eine großartige Gelegenheit für mich, hier zu sein. Wir sind entschlossen, hier Großes zu erreichen, und wir hoffen, dass wir gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft haben werden.

Pascal Wehrlein, Tag Heuer Porsche, talks to his team Max Guenther, BMW,Formel E in Valencia ©FIAFormulaE

Ich liebe die Arbeitsethik bei Porsche, alle haben das gleiche Ziel, und wir arbeiten alle hart dafür. Andre ist sehr erfahren und gibt sehr gutes Feedback – es ist gut, ihn als Teamkollegen zu haben“, so der 26-jährige Schwabe.

Mercedes:

Im Mercedes-Lager war Stoffel Vandoorne der schnellste Fahrer, der mit 1:12.376 Minuten am Sonntagvormittag auf Platz 12 kletterte. Teamkollege Nyck de Vries musste sich mit einer Zeit von 1:12.481 Minuten und Platz 18 zufriedengeben.

Mercedes‘ Kundenteam Venturi kam auf noch schnellere Zeiten. Edoardo Mortara eröffnete die Testsession am Samstagvormittag als Schnellster und setzte bisher die siebtschnellste Zeit mit 1:12.323. Dessen Teamkollege und Rookie Norman Nato gab bisher eine gute Figur ab und kam mit einer Zeit von 1:12.462 Minuten auf Position 17, einen Hauch schneller als Mercedes-Werkspilot de Vries.

„Ich arbeite seit zwei Jahren mit dem Team zusammen, aber am Rennwagen beteiligt zu sein, ist etwas völlig anderes“, sagte Nato. „Die unterschiedlichen Bedingungen auf der Strecke machten gestern den perfekten Tag für mich, um zu lernen und mich auf den Saisonauftakt in Santiago vorzubereiten. Der Simulator ist ein Schlüsselinstrument, und in der Formel E im Simulator arbeiten zu können, ist von entscheidender Bedeutung, vor allem, da am Rennwochenende alles an einem Tag abläuft.

Norman Nato ,Venturi Racing, in the press conference ©FIAFormualE

Als Rookie muss ich versuchen, Fehler zu vermeiden, und das ist in der Formel E nicht einfach. Mein Ziel ist es, in dieser Saison eine gute Leistung zu zeigen, wenn man Punkte holen will, muss man in dieser Meisterschaft Fehler vermeiden. Wir simulieren unterschiedliche Bedingungen auf der Strecke, aber das Wichtigste ist, dass ich Valencia verlassen und mich für Santiago bereit fühlen möchte“, erklärte der Venturi-Neuzugang.

BMW:

Von allen vier deutschen Teams hinterließ BMW bisher den stärksten Eindruck. Insbesondere Maximilian Günther steigerte sich kontinuierlich und kam am Sonntag bei beiden Sessions jeweils auf Platz zwei. Mit einer Zeit von 1:12.049 Minuten schaffte der Bayer bisher die drittschnellste Trainingszeit und scheint für den Saisonauftakt bestens gewappnet zu sein. Teamkollege und Neuzugang Jake Dennis war ebenfalls bei der Musik dabei und kam mit 1:12.306 Minuten auf Position sechs- eine solide Leistung des 25-jährigen Briten.

„Es war schön, heute mit anderen Autos auf der Strecke zu sein“, sagte Dennis zu seinem Debüt mit der Konkurrenz. „Es war gut, sich mit den Besten zu vergleichen, und ich muss sagen, so weit, so gut. Es ist der erste Tag, und das Auto fährt gut, das Team ist sehr professionell.

Jake Dennis, BMW I Andretti Motorsport, BMW iFE.21 Pascal Wehrlein, Tag Heuer Porsche, talks to his team Max Guenther, BMW,Formel E in Valencia ©FIAFormulaE

Es fällt mir sehr leicht, hierher zu kommen und meinen Job zu machen und mit allen gut auszukommen. In der Formel E ist es sehr schwierig, einzusteigen und gegen die erfahrensten Fahrer anzutreten. Meine Rolle und die Ziele des Teams bestehen für mich darin, ganz vorne mit dabei zu sein, und ich möchte auf jeden Fall versuchen, dies zu erreichen. In dieser Saison ist es für die Neueinsteiger etwas einfacher, wenn sie in den ersten paar Rennen einen ‚Doubleheader‘ haben“, so Dennis, der die Formel-E-Premiere mit je zwei Rennen in Chile und Saudi-Arabien feiert.

Heute stehen die letzten beiden Testsessions a je drei Stunden auf dem Programm. Danach werden die Rennautos samt Fracht auf dem Weg nach Südamerika gebracht. Ab dem 16. Januar 2021 überträgt Sat.1 im Free-TV alle Rennen in Deutschland.

 

 

 

 

 

 

die insgesamt auf der 3,099 Kilometer langen Strecke geprobt, die Teams

Verschiedene Setups probieren Fahrer und Teams aus,

Drei Rookies feiern dabei in der Formel E Premiere. Jake Dennis bei BMW

 

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