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DTM: Paukenschlag bei Audi- Ausstieg aus der Formel E, Dieter Gass nicht mehr Motorsportchef

Rene Rast (DEU), Audi Sport ABT Schaeffler, Audi e-tron FE07 ©FIA FormulaE

Großer Paukenschlag bei Audi. Die Ingolstädter steigen nach der Saison 2021 offiziell aus der Formel E aus. Stattdessen fokussiert sich der Hersteller mit den Vier Ringen zukünftig auf die Ralley Dakar und in der neuen LMDh-Klasse auf eine Rückkehr nach Le Mans.

Der deutsche Autobauer ist damit der erste Hersteller, der sich aus der boomenden Elektro-Rennserie verabschiedet. Nach dem Ausstieg aus der DTM folgt nunmehr der zweite große Knalleffekt.

Zudem löst Julius Seebach, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH, Dieter Gass in seiner Funktion als Motorsportchef ab 1. Dezember ab, ein dritter Knalleffekt im Hause von Audi. Aber der Reihe nach.

Die Formel E steht bei Audi nach dem werkseitigen DTM-Ausstieg im Hauptfokus ihrer motorsportlichen Aktivitäten. Dachte man eigentlich, doch offenbar herrscht bei den Audi-Verantwortlichen ein Umdenken, was die Elektromobilität betrifft. In einer Pressemitteilung am Montagmittag setzen die Ingolstädter auf zwei neue Projekte. Mit einem innovativen Prototyp geht die Marke mit den Vier Ringen 2022 erstmals bei der berühmten Rallye Dakar an den Start. Der Marathon-Rallyesport bildet künftig die Speerspitze des werkseitigen Motorsport-Engagements.

Audi e-tron FE06 und Schaeffler ©Audi

„Ein vielfältiges Engagement im Motorsport ist und bleibt fester Bestandteil der Audi-Strategie“, sagt Markus Duesmann, Geschäftsführer bei Audi. „Wir wollen auch in Zukunft das Markenversprechen ‚Vorsprung durch Technik‘ im internationalen Top-Motorsport unter Beweis stellen und innovative Technologien für den Serieneinsatz entwickeln. Die härteste Rallye der Welt ist hierfür die perfekte Bühne“, erklärt Duesmann das neue Abenteuer Ralley Dakar.

Die Rallye Dakar ersetzt damit bei Audi das werkseitige Engagement in der Formel E, welches nach der Saison 2021 nicht mehr in Form eines eigenen Teams fortgeführt wird. Der Einsatz des neu entwickelten Audi-Antriebsstrangs durch Kundenteams bleibt jedoch über das nächste Jahr hinaus möglich. Aktuell bezieht Virgin als einziges Kundenteam in der Formel E den Antrieb aus dem Hause Audi.

„Die Formel E hat bei Audi die Phase der Transformation begleitet“, so Duesmann. „Heute ist Elektromobilität bei den Vier Ringen nicht mehr Zukunftsmusik, sondern Gegenwart. Deshalb gehen wir beim elektrifizierten Motorsport den nächsten Schritt und stellen uns extremsten Bedingungen. Die Rallye Dakar mit ihren vielen technischen Freiheiten ist dabei ein perfektes Testlabor für uns“, begründet Duesmann den Ausstieg aus der Formel E.

Audi: Sehr erfolgreich in der Formel E

Seit 2014 ist Audi mit der Formel E auch im vollelektrischen Motorsport äußerst erfolgreich. Erst in unterstützender Form für das Team um den langjährigen Partner ABT Sportsline und ab 2017 mit einem vollen werkseitigen Einsatz. Nach sechs Jahren ist das Team Audi Sport ABT Schaeffler mit insgesamt 43 Podiumsplätzen – darunter zwölf Siege – das erfolgreichste Team der Formel-E-Geschichte.

Daniel Abt, Lucas di Grassi,Formula E, Berlin E-Prix 2018 (c)Audi

Besondere Highlights dabei: der Gewinn der Fahrerwertung 2017 von Lucas di Grassi und der Sieg in der Teammeisterschaft in der Premierensaison als Werksteam 2018 mit den beiden Piloten di Grassi und den mittlerweile entlassenen Daniel Abt.

Zweites große Projekt: Rückkehr nach Le Mans

Zudem wollen die Ingolstädter zurück nach Le Mans. In der Langstrecken-WM (WEC) kommt im neuen Jahr mit der LMDh eine neue Fahrzeugkategorie zum Einsatz, an der Audi einen werksseitigen Einsatz vorbereitet. „Wir bereiten wir uns intensiv auf den Einstieg in die neue Sportwagen-Kategorie LMDh mit ihren Highlight-Rennen 24 Stunden von Daytona und Le Mans vor.

Die wichtigste Botschaft für unsere Fans ist, dass Motorsport bei Audi weiter eine bedeutende Rolle spielen wird“, sagt Julius Seebach, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH. 2012 gelang Audi der erste Sieg eines Hybrid-Rennwagens bei den 24 Stunden von Le Mans. Dreimal in Folge blieb der Audi R18 e-tron quattro beim wichtigsten Langstreckenrennen der Welt ungeschlagen.

Dieter Gass, Julius Seebach ©Audi

Audi mit neuem Motorsportchef: Julius Seebach

Seebach wird zudem den langjährigen erfolgreichen Motorsportchef Dieter Gass ab 1. Dezember ablösen und zusätzlich zu seiner Funktion als Geschäftsführer auch als Motorsportchef fungieren. Gass, seit fast zehn Jahren in leitenden Positionen bei Audi Sport und von 2017 bis 2020 als Audi-Motorsportchef für den sportlichen Erfolg mitverantwortlich, widmet sich nach dem erfolgreichen Abschluss des werkseitigen DTM-Engagements zukünftig neuen Aufgaben.

„Ich bin davon überzeugt, dass Julius Seebach im Rahmen der Neuausrichtung des Motorsports der richtige Mann ist“, sagt Audi-Geschäftsführer Duesmann. „Bei Dieter Gass möchte ich mich im Namen des gesamten Vorstands für seinen unermüdlichen Einsatz bedanken. Er steht vor allem für den fast schon unglaublichen Erfolg, den wir speziell in den letzten beiden Jahren in der DTM hatten.

Aber auch der erfolgreiche Einstieg in die Formel E geht auf das Konto von Dieter Gass. Ich bin selber fast mein ganzes Leben lang Motorsportler gewesen und weiß, wie viel Herzblut und persönliches Engagement notwendig ist, um im Motorsport erfolgreich zu sein“, so Duesmann.

 

 

 

 

 

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