Zum Inhalt springen

Formel E: Trotz Absage- Philipp Eng hat Rennserie weiter im Visier

Philipp Eng BMW Motorsport ©BMW

Die Überraschung war perfekt, als BMW das vakante freie Formel-E-Cockpit Ende Oktober an Jake Dennis vergab. Nach der Trennung von Alexander Sims, der zwei Saisons lang für den Münchner Autohersteller fuhr, suchte BMW einen adäquaten Teamkollegen für Maximilian Günther.

Das Rennen machte schließlich der 25-jährige Brite Jake Dennis, der den deutschen Racing-Fans aus seiner Zeit bei R-Motorsport in der DTM bestens bekannt war.

Für einige BMW-DTM-Piloten wie den beiden Österreichern Philipp Eng und Lucas Auer platzte der Traum vom großen Abenteuer Formel E- vorerst.

Nach dem Ausstieg aus der DTM machten sich die beiden österreichischen BMW-Werkspiloten Eng und Auer sowie der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann berechtigte Hoffnungen, das zweite Formel-E-Cockpit beim deutsch-amerikanischen US-Team BMW i Andretti Motorsport zu ergattern. Testfahrten auf der Strecke mit dem BMW iFE.20 und Simulatorarbeit gab es nach unseren Informationen für alle drei BMW-Fahrer. Es nützte alles nichts, alle drei gingen leer.

Philipp Eng Misano ©BMW

Eng wäre gerne Formel E gefahren

Die Enttäuschung bei Eng hielt sich in Grenzen. „Zunächst einmal denke ich, dass Jake Dennis das Cockpit in der Formel E voll und ganz verdient hat“, sagte Eng auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘.

„Natürlich wäre ich auch gerne dort gefahren, aber es hat einfach nicht funktioniert. Ich bin deswegen nicht sauer. Mir wurde nichts versprochen, von daher gibt es keinen Grund, enttäuscht zu sein. „Ich bin noch jung, ich bin jetzt 30, also steht das Thema Formel E immer noch auf meinem Radar. Gott weiss, vielleicht werde ich in Zukunft einmal dort  Rennfahrer sein“, ergänzte der Salzburger.

Bevor am 30. Oktober die Verpflichtung von Dennis seitens BMW in einer Pressemitteilung verkündet wurde, wusste Eng bereits von seiner Nichtnominierung. „Ich habe die Nachricht vor der Ankündigung bekommen, was auch sehr angenehm von BMW war. Ich bin nicht sauer. Ich bin wirklich glücklich über all die Möglichkeiten, die ich von BMW erhalten habe und immer noch bekomme, also alles ist gut“, meinte der Österreicher, der schon längere Zeit mit der Elektro-Rennserie liebäugelt.

Lucas Auer BMW ©BMW

Neben Eng konnte sich auch dessen Landsmann Lucas Auer Hoffnungen auf das begehrte BMW-Cockpit machen. Schließlich absolvierte der Tiroler Anfang März in Marrakesch den Rookie-Test für die Münchner. „Was die Formel E betrifft, so habe ich den Rookie-Test durchgeführt. Ich habe ein bisschen im Simulator gearbeitet, aber wir haben nie tief greifende Gespräche darüber geführt“, gab Auer auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘ offen zu.

„Für mich war es also auch nicht ganz so wichtig, Formel E zu fahren oder ähnliches, weil ich mich voll und ganz auf die DTM konzentriert habe. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Obwohl die Formel E sicher interessant ist, gab es für mich nie tiefer gehende Gespräche, daher mussten sie [BMW] mir nichts mitteilen oder sonst irgendetwas“, so Auer, der in seinem Premierenjahr für BMW einen DTM-Sieg am Lausitzring errang.

Last but not least wurde auch der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann als möglicher Sims-Ersatz gehandelt, der seine Nichtberücksichtigung relativ gelassen sieht. „Meine Heimat ist der Tourenwagensport“, so Wittmann gegenüber ‚ran.de‘. Alle drei BMW-Werkspiloten werden versuchen, in der neuen DTM oder im GT-Sport eine Weiterbeschäftigung im Hause der Münchner zu erhalten.

Jens Marquardt_BMW i (c)BMW

Ex-Motorsportdirektor Jens Marquardt: „Vollstes Vertrauen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben“

Beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim war der langjährige BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt zu Gast, der bei einer Medienrunde offen über die Verpflichtung des Briten sprach. „Es ist wirklich das Gesamtbild, das man im Auge behalten muss“, begründet der ehemalige BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt die Wahl auf Jake Dennis.

„Wir hatten einige Streckentests und Simulatorarbeit. All diese Erfahrungen sind zu berücksichtigen. Dann hat sich eine Gruppe von unseren Leuten, die sich speziell auf die Formel E konzentrieren und wissen, was es braucht, um konkurrenzfähig und erfolgreich in der Formel E zu sein, entschieden. Sie haben sich angesehen, welche Art von Fahrern wir in der Vergangenheit verpflichtet haben. Wenn man sich anschaut, welche Fahrer wir in der Vergangenheit geholt haben mit Antonio (Felix da Costa), Alexander (Sims) und Maximilian (Günther), dann habe ich vollstes Vertrauen, dass sie auch diesmal wieder die richtige Entscheidung getroffen haben“, sagte der 53-jährige Schwabe.

Es bleibt abzuwarten, wie Dennis in seinem Rookie-Jahr bei BMW einschlägt. Bei den heute stattfindenden Testfahrten im spanischen Valencia mit allen 12 Formel-E-Teams ist die britische Neuverpflichtung erstmals für die Münchner öffentlich im Einsatz.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: