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DTM: Audi räumt in der Class1-Ära alles ab- zahlreiche Rekorde aufgestellt

Audi Sport,DTM 2020, Zolder II ©Audi

Die DTM 2020 ist Geschichte. It’s all about Audi. Der Hersteller mit den Vier Ringen räumte in der Class1-Ära alles ab.

Rene Rast krönte sich am Hockenheimring zum dritten Mal als DTM-Champion, das Audi-Team Abt feierte die Teammeisterschaft und Audi gewann die Herstellerwertung in dominierender Art und Weise.

28 Siege, 95 Podien, 29 Pole-Positions, 28 schnellste Rennrunden und alle sechs Meistertitel- der Audi RS 5 DTM hat in nur zwei Jahren zahlreiche Rekorde erzielt. Der RS5 des Ingolstädter Autoherstellers zählt zu einer der erfolgreichsten Rennwagen in der Geschichte der DTM, die ab 2021 mit GT3-Fahrzeugen ausgetragen wird.

Aufgrund der Corona-Pandemie war 2020 die kompakteste DTM-Saison aller Zeiten: Nur 100 Tage lagen zwischen dem Saisonstart in Spa und dem Finale in Hockenheim. In nur 50 Tagen und schon sechs Rennen vor Saisonende gewann Audi den Herstellertitel – ein Rekord, möglicherweise für die Ewigkeit.

René Rast, Audi Sport Team Rosberg,DTM 2020, Finale Hockenheim ©Audi

Selten zuvor war ein Rennwagen in der DTM so überlegen wie die Class-1-Version des Audi RS 5 DTM. 2019 und 2020 gewannen die Ingolstädter 28 von 36 Rennen. 95 von 108 möglichen Podien erzielten die Audi-Piloten in den beiden Einsatzjahren. Dazu kommen 29 Pole-Positions, 28 schnellste Rennrunden und der Gewinn aller sechs Meistertitel in der Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung- ein unglaublicher Rekord.

Dem Rekordvorsprung von 582 Punkten in der Saison 2019 folgte in der Herstellermeisterschaft 2020 mit 753 Punkten Vorsprung ein weiterer Bestwert. Bei acht Rennen holte Audi in den letzten beiden Jahren die maximal mögliche Punktzahl in der Herstellerwertung (76). Als erster Hersteller überhaupt sammelte Audi mehr als 1.000 Punkte in einer DTM-Saison – und das gleich zweimal hintereinander.

Auf allen elf Rennstrecken, die 2019 und 2020 im DTM-Kalender standen, hält der Audi RS 5 DTM den absoluten Streckenrekord für Class-1-Rennwagen. Auf sieben Strecken ist Rene Rast der neue Rekordhalter, auf dessen Konto auch die schnellste jemals gefahrene Runde eines Class-1-Rennwagens geht- in Spa-Francorchamps erreichte der Audi-Pilot im Qualifying eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 203 km/h.

Rene Rast: Überragender und erfolgreichster Audi-Fahrer

Der alles überragende Fahrer der letzten zwei Jahren war zweifellos Rene Rast. Der dreifache DTM-Champion schaffte 2019 und 2020 mehrere Bestmarken. Der Deutsche ist der erste Fahrer, der in seinen ersten vier Jahren drei DTM-Titel gewann. 2019 siegte er mit 72 Punkten Vorsprung – dem größten der DTM-Geschichte. Dabei startete er 13-mal aus der ersten Startreihe und siebenmal von der Pole-Position- Qualifying-König schlechthin.

René Rast,DTM 2020, Finale Hockenheim ©Audi

Damit überbot er den Rekord von Nicola Larini, der 1993 zwölfmal aus der ersten Reihe gestartet war. Mit 24 Siegen und drei Titeln ist Rast nun auch der erfolgreichste Audi-DTM-Pilot der Geschichte. Nach Bernd Schneider und Timo Scheider ist Rene Rast erst der dritte Fahrer der DTM-Geschichte, dem eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang. Verdienter Lohn für den Wahlösterreicher- ab der Saison 2021 tritt Rast an der Seite von Formel-E-Champion Lucas di Grassi in der Formel-E-Weltmeisterschaft an.

Audi RS 5 DTM: Zuverlässigkeit at its best

Auch in puncto Zuverlässigkeit war Audis Arbeitsgerät vorbildlich. Als einziger Hersteller kam Audi mit dem vom Reglement zugewiesenen Motorenkontingent aus und musste so keine Punkteabzüge in der Herstellermeisterschaft hinnehmen. Die höchste Laufleistung eines Motors lag bei mehr als 7.132 Kilometern. Mike Rockenfeller absolvierte 2020 die komplette Saison (5.305 km) mit demselben Motor.

Dank der extremen Zuverlässigkeit des Audi RS 5 DTM gelang es Rene Rast und Nico Müller in der Saison 2020, bei allen 18 Rennen zu punkten. Der Titeldreikampf zwischen Rene Rast, Nico Müller und Robin Frijns glich einen Hitchcock-Krimi, beste Unterhaltung für die DTM-Fans.

Nico Müller,DTM 2020, Finale Hockenheim ©Audi

Mit 16 Siegen, 17 Pole-Positions und 16 schnellsten Runden, 45 von 54 möglichen Podiumsplatzierungen und allen drei Meistertiteln gelang der Marke im letzten werkseitigen Jahr die insgesamt erfolgreichste DTM-Saison der Unternehmensgeschichte. Alle Bestwerte aus der Saison 2019 wurden noch einmal übertroffen.

Noch eine bemerkenswerte Tatsache. Alle sechs Audi-Werksfahrer beendeten die Saison 2019 und die Saison 2020 jeweils unter den besten acht der Gesamtwertung – das gab es noch nie zuvor.

In der Teammeisterschaft belegten 2019 und 2020 die drei Audi Sport Teams Abt, Phoenix und Rosberg jeweils die ersten drei Plätze – drei Teams eines Herstellers auf den ersten drei Plätzen hatte es in der DTM davor zuletzt in der Saison 2001 gegeben. 2019 sicherte sich das Audi Sport Team Rosberg den Titel, 2020 das Audi Sport Team Abt Sportsline, das mit 67 Siegen das erfolgreichste Audi-DTM-Team aller Zeiten ist.

Im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring 2019 feierte Audi einen Siebenfacherfolg – damit egalisierte die Marke den bis dahin bestehenden Rekord von BMW in Zandvoort aus dem Jahre 2015.

Dem belgischen WRT Team Audi Sport gelang 2020 in Zolder mit Ferdinand Habsburg die erste Pole-Position und das erste Podium eines Kundenteams in der modernen DTM-Ära. Beim Auftakt der Saison 2020 in Spa-Francorchamps verbuchte WRT einen weiteren Rekord- als erster DTM-Fahrer durchbrach Fabio Scherer mit seinem Audi RS 5 DTM die Schallmauer von 300 km/h.

Weitere neue DTM-Bestmarken für die Vier Ringe: zehn Siege in Folge, 20 Pole-Positions in Folge, elf schnellste Runden in Folge und 17 Pole-Positions in einer Saison- nur Timo Glock (BMW) durchbrach einmal die Phalanx der Ingolstädter. Innerhalb von vier Jahren gelang Audi dreimal das Titel-Triple mit dem gleichzeitigen Gewinn der Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung.

René Rast,DTM 2020, Finale Hockenheim ©Audi

Rekorde über Rekorde der Ingolstädter zum DTM-Abschied. Audi-Motorsportboss Dieter Gass darf mit der Ausbeute seiner Schützlinge rundum zufrieden sein. Eigentlich schade, dass der Audi RS 5 DTM in den Ruhestand geht…

 

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