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DTM: Müller hält Titelkampf offen, Sieg vor Rast am Hockenheimring

Nico Müller,DTM Lausitzring II 2020 ©Audi

Nico Müller hat das Samstagsrennen am Hockenheimring gewonnen. Der Schweizer siegte vor Titelverteidiger Rene Rast und Jamie Green- Meisterschaft bis morgen verschoben.

Müllers Teamkollege Robin Frijns hat sich nach Platz sieben aus dem Meisterschaftskampf verabschiedet. Den Vierfacherfolg von Audi komplettierte Loic Duval.

Bester BMW-Pilot wurde Jonathan Aberdein auf Platz fünf.

Müller und Rast ©ransport,DTM

„Was war das für ein Rennen“, jubelte Müller. „Ich wusste es, dass es nervenaufreibend wird, das es am Ende mindestens ein Zweikampf wird. Das DRS hat hier einen Rieseneffekt und das alles bis zur letzten Runde noch offen sein wird. Das ich das von vorne kontrollieren konnte bis in die letzte Runde, das tut richtig gut“, sagte Müller ins Sat.1-Mikrophon.

Müller hat mit seinem sechsten Saisonsieg auf Tabellenführer Rast Boden gutgemacht, 13 Zähler beträgt der Rückstand des 28-jährigen Abt-Piloten auf Rast vor dem morgigen Finale.

Kollision nach dem Start:

Aufregung gleich am Start. Müller legte einen Raketenstart und schob sich in der ersten Kurve an Rast vorbei in Führung, dagegen krachte es im Mittelfeld.

Robert Kubica, der den Start verschlief, touchierte BMW-Markenkollege Marco Wittmann, der in einer Art Kettenreaktion mit Harrison Newey (Audi) kollidierte- das Safety-Car musste raus.

Während Kubica weiterfahren konnte, war der Arbeitstag von Wittmann und Newey vorbei.

Nach dem Re-Start in Indy-Manier blieb zunächst Müller vor Rast, dahinter schob sich BMw-Pilot Sheldon van der Linde auf Platz drei, gefolgt von Jamie Green und Loic Duval.

In Runde sieben kam es zur ersten heftigen Attacke des Titelverteidigers auf Müller, doch der Schweizer konnte geschickt verteidigen.

Während Müllers Teamkollege Robin Frijns zum Pflichtboxenstopp hereinkam, übernahm Rast nach neun Runden erstmals die Führung. Mit DRS konnte der Mindener spielend leicht an Müller vorbeigehen.

In der Folgezeit blieb Rast in Führung, Müller startete erstmals keinen Angriffsversuch und musste sich zusätzlich Rasts Teamkollegen Green vom Hals halten, der mächtig aufs Gas drückte.

Boxenstopp mit Führungswechsel

Zur Mitte des Rennens kamen Müller und Green in Runde 17 gleichzeitig zum Pflichtboxenstopp, der Abt-Pilot blieb beim Rausfahren vor dem Briten.

Rast reagierte und kam eine Runde später in die Box. Trotz eines nicht ganz gelungenen Reifenwechsels fuhr Rast als Erster raus auf die Strecke, doch Müller und Teamkollege Frijns mit wärmeren Reifen gingen problemlos an Rast vorbei.

Doch die Freude beim Niederländer Frijns währte nicht lange, der Reifenabbau machte sich jetzt bemerkbar. Frijns wurde zunächst bis auf Platz neun durchgereicht. In Runde 22 musste Green seinem Teamkollegen Rast Platz machen, der Titelverteidiger war wieder Zweiter.

Zweite Safety-Car-Phase nach Glock-Ausritt in Vettel-Manier

Sechs Runden musste der Rosberg-Pilot warten, ehe er mit DRS im Rücken wieder an Müller vorbeigehen konnte. Kurz danach erfolgte erneut eine Safety-Car-Phase. BMW-Pilot Timo Glock landete in Vettel-Manier in der Sachs-Kurve im Kiesbett- das Aus für Glock. Die Safety-Car-Phase nutzten etliche Fahrer wie Frijns, Fabio Scherer, Mike Rockenfeller und Philipp Eng, um sich in der Box frische Reifen für den Endspurt zu holen.

Drei Runden vor Rennende setzte Müller alles auf eine Karte und ging mit einem beherzten Manöver ausgangs der Parabolica vorbei an Rast. Den Sieg ließ sich der Schweizer nicht mehr nehmen, ein wichtiger Erfolg, um den Titelkampf für morgen offen zu halten.

Rast steckte etwas zurück, startete seinerseits keine Angriffsversuche mehr, um Platz zwei nicht zu gefährden. Beim Führungstrio herrschte etwas Verwirrung, da sie nicht sicher waren, ob sie bereits die Schlussrunde absolviert haben.

Am Ende feierte Audi mit Müller, Rast, Green, Duval einen beeindruckenden Audi-Vierfacherfolg, dahinter erst der beste BMW-Pilot mit Jonathan Aberdein.

Update:

Rockenfeller wurde nachträglich auf Platz sechs gewertet, da er eine 0,3-Sekunden Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Dadurch rückte Jonathan Aberdein als bestplatzierter BMW-Pilot auf Position fünf.

Müller Teamkollege Frijns schaffte schließlich Platz sieben, das Aus des Niederländers im Titelkampf. Achter wurde der Pole Robert Kubica vor seinen beiden BMW-Markenkollegen Philipp Eng und Sheldon van der Linde.

Meister 2020: Rene Rast oder Nico Müller

Stand DTM 2020 ©ransport,DTM

Im Titelkampf fällt erst beim allerletzen Rennen am Sonntag die Entscheidung um den DTM-Champion 2020. Rene Rast hat einen Vorsprung von 13 Punkten auf Müller, nur zwischen den beiden entscheidet sich die Meisterschaft. Bester BMW-Pilot ist Timo Glock auf Platz fünf.

Ergebnis Rennen 1 Hockenheim:

Ergebnis Renne 1 Hockenheim ©wige,DTM

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