Zum Inhalt springen

DTM 2021: Gerhard Berger stellt neue Plattform vor- Fünf Säulen das Herzstück

DTM Future 2021 ©DTM

DTM-Boss Gerhard Berger hat heute Vormittag die neue DTM 2021 vorgestellt.

Auf fünf Säulen baut die neue DTM ihre Plattform auf.

Von der legendären DTM mit leistungsstarken Sportwagen als Herzstück über die innovative DTM Electric, die DTM Trophy für junge Talente, digitalen Motorsport in der DTM Esports bis hin zur DTM Classic mit historischen Rennfahrzeugen aus DTM, DRM, Gruppe C und Formel 1.

DTM 2021 @DTM

Mit dieser breitgefächerten Ausrichtung möchte die DTM-Plattform künftigen Motorsport bieten.

„Der Motorsport und die Mobilitätsbranche befinden sich im Wandel“, sagt DTM-Chef Gerhard Berger. „Daher vollziehen wir jetzt eine progressive Diversifizierung unseres Serienangebotes für eine bewusste Zukunft, die höchste Ansprüche und innovative Trends verbindet. Die DNA der legendären DTM mit faszinierendem Rad-an-Rad-Motorsport werden wir weiterhin erhalten.

Traditioneller Motorsport für Jung und Alt bleibt fester Bestandteil der DTM-Plattform, von der DTM Trophy über Classic-Rennen bis hin zu DTM Esports. Als eigenständige Rennserie soll möglichst bald die innovative und vollelektrische DTM Electric hinzukommen. Insgesamt ist es ein starkes Paket mit fünf hochkarätigen Elementen, mit denen wir die DTM-Plattform in eine facettenreiche Zukunft führen werden“, ergänzte der Österreicher.

Format:

Je Serie zwei Rennen pro Wochenende und nur ein Fahrer je Auto sind bewährte Faktoren und Spannungsgaranten, die auch für die neuen Elemente gelten, die alle strategisch ineinandergreifen.

So gilt die DTM Trophy mit ihren seriennahen GT-Sportwagen künftig mehr denn je als direktes Sprungbrett für junge Talente direkt in ein Cockpit in der DTM.

DTM Esports spricht eine junge Zielgruppe an, während die Classic-Rennserien eher älteren Generationen nostalgische Momente bescheren wird.

High-Performance-Electric-Racing wird in der innovativen und nachhaltigen DTM Electric großgeschrieben. Schaeffler steht hinter dem Projekt. Laut Berger soll es ab 2023 eine Parallelprogramm geben, die traditionelle DTM neben der DTM Electric.

Rennkalender DTM 2021 ©DTM , ransport

Terminkalender 2021 mit neun Rennwochenenden

Mit Blick auf das nur schwer abschätzbare Infektionsgeschehen wird die DTM erst Ende Mai in die Saison 2021 starten. Das gibt Teams, Rennserien und Partnern zusätzliche Zeit zur Vorbereitung für den Restart.

Bis Anfang Oktober stehen neun Rennwochenenden im Kalender. Dazu zählen vier traditionelle Läufe in Deutschland: auf dem Norisring in Nürnberg, dem DEKRA Lausitzring sowie dem Nürburgring und in Hockenheim. Mit Assen in den Niederlanden und Zolder in Belgien sind zwei grenznahe Rennstrecken im Plan. Der Red Bull Ring in Österreich, Monza in Italien sowie der neue Kurs von St. Petersburg komplettieren den Kalender.

DTM-Terminkalender 2021

1 – 28.–30. Mai – Igora Drive, St. Petersburg (RUS)
2 – 11.–13. oder 18.–20. Juni- Monza (ITA)
3 – 02.–04. Juli – Norisring (GER)
4 – 23.–25. Juli – DEKRA Lausitzring Grand Prix (GER)
5 – 06.–08. August – Zolder (BEL)
6 – 20.–22. August – Nürburgring (GER)
7 – 03.–05. September . Red Bull Ring (AUT)
8 – 17.–19. September – Assen (NED)
9 – 01.–03. Oktober – Hockenheim (GER)

Format 2021 DTM ©DTM

Action garantiert: DTM Formation Start, Boxenstopp auf Bestzeit, mehr Leistung, eigene BoP 

Die DTM setzt ab 2021 auf Sportwagen, deren Basis das GT3-Reglement des Automobil-Weltverbandes FIA bildet. Da fast jeder Automobil-Hersteller – von Aston Martin über Audi, Bentley, BMW, Corvette, Ferrari, Honda, Lamborghini, Lexus, McLaren, Mercedes, Nissan bis zu Porsche – einen GT3-Sportwagen in seinem Portfolio hat, können sich die DTM-Fans auf eine große Markenvielfalt freuen.

Für reichlich Action auf den Rennstrecken wird künftig die neue Art des Starts sorgen: der „DTM Formation Start“, ein rollender Start mit dichtgestaffelten Zweier-Reihen nach Indy-Muster. Fester Bestandteil bleibt der Pflichtreifenwechsel, der mit maximal sechs Mechanikern und zwei Schlagschraubern in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren ist.

Fahrhilfen wie ABS (Antiblockiersystem) und Traktions-Kontrolle bleiben zugelassen. Für die Chancengleichheit der Sportwagen mit unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten sorgt eine eigene, gesamtheitliche Fahrzeugeinstufung, die neben Leistung und Hubraum beispielsweise auch den Fahrzeugschwerpunkt einbezieht und zudem streckenabhängig erfolgt.

Diese eigenständige Form der „Balance of Performance“ hat sich in der Saison 2020 bereits in der DTM Trophy bewährt. Neu sind allerdings die Erfolgsgewichte mit 25, 18 und 15 Kilogramm für die drei Bestplatzierten, gültig für das Folgerennen.

Als Alleinstellungsmerkmal bleibt unverändert bestehen, dass professionelle Rennfahrer – mit internationaler A- oder B-Lizenz – mit einem Auto zwei Sprintrennen über 55 Minuten plus eine Runde bestreiten – unverändert gibt es in der DTM keine Fahrerwechsel.

Talentschmiede auf großer Bühne: DTM Trophy 

Künftig wird die DTM Trophy noch mehr von der großen DTM-Bühne profitieren, denn den ambitionierten Nachwuchsfahrern winkt der direkte Aufstieg in eines der heißbegehrten DTM-Cockpits. Die beiden Sprintrennen der Trophy – über 30 Minuten plus eine Runde – werden auch weiterhin direkt im Anschluss an die DTM-Rennen ausgetragen und können über die Streaming-Plattform DTM Grid weltweit live verfolgt werden.

Im zweiten Jahr wächst der Kalender der DTM Trophy um ein weiteres Rennen und wird zukünftig an sieben Rennwochenenden für sportliche Unterhaltung sorgen. Neu sind Erfolgsgewichte. Die drei Erstplatzierten jedes Rennens müssen für das jeweils nächste Rennen 25, 18 bzw. 15 Kilogramm zuladen.

DTM Classic,DTM Hockenheimring, 2020 ©DTM

Nostalgie mit Speed: Ehemalige Rennfahrzeuge aus DTM, DRM, Gruppe C und Formel 1

Fest zur DTM-Plattform gehören auch Classic-Events. Je nach Rennstrecke sollen unterschiedliche Themen der Motorsport-Classic präsentiert werden, beispielsweise Fahrzeuge der legendären Gruppe C auf dem Norisring oder historische Formel-1-Boliden auf dem Nürburgring und dem Hockenheimring oder eben legendäre Tourenwagen aus der DTM.

Für 2021 sind drei Classic-Demo-Events und drei extern organisierte Classic-Rennen vorgesehen. Die Koordination der klassischen Rennen und Themen übernimmt der Automobilclub von Deutschland (AvD), dessen Expertise sich nicht nur auf der Durchführung des traditionsreichen AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring als Europas größter Event für historische (Renn-) Fahrzeuge gründet.

„Wir freuen uns, die DTM bei der Weiterentwicklung des Bereichs Tradition zu unterstützen und Rennen und Demos  mit historischen Originalen aus DTM, DRM und ITC sowie aus Formel 1 und Gruppe C zu organisieren“, sagt Lutz Leif Linden als Generalsekretär des Automobilclub von Deutschland e.V. und Geschäftsführer der AvD Wirtschaftsdienst GmbH.

DTM Electric,DTM Hockenheimring, 2020 ©DTM

Vollelektrische Rennserie: DTM Electric

Die DTM Electric zeigt, wie die Zukunft des Motorsports auch aussehen kann: Sie ist grün, hoch performant und elektrisch. Die DTM Electric ist als eigenständige Serie konzipiert, die künftig neben DTM, DTM Trophy, DTM Classic und DTM Esports eine der fünf Säulen der DTM-Plattform bildet.

2023 könnte die DTM Electric erstmals an den Start gehen. Die Rennserie hebt elektrischen Motorsport auf das nächste Level: Sie vereint Technologie, Innovation und Hochleistung in einem ansprechenden Motorsportformat, bei dem zukünftige Elektro-Serienfahrzeuge von Herstellern oder Mobilitätsanbietern publikumswirksam zum Einsatz kommen.

Sie verspricht spektakulären Rennsport mit leistungsstarken, effizienten und schnellen Autos, einem kosteneffizienten, modularen Konzept und Sicherheit auf höchstem Niveau. Der Plan umfasst Sprintrennen mit einer Dauer von rund 30 Minuten und die Möglichkeit automatisierter Batteriewechsel während des Pflicht-Boxenstopps. Zum DTM-Saisonfinale 2020 in Hockenheim wurde ein erstes Demonstrationsfahrzeug zur neuen Rennserie präsentiert. Ex-DTM-Champion Timo Scheider strahlte, als er den Prototypen über den Hockenheimring bewegen durfte. 1.200 PS werkeln unter der Haube des Electro-Autos.

Die Entwicklung des E-Fahrzeugs erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen der DTM-Dachorganisation ITR und dem renommierten Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler, der Serien- und Innovationspartner der DTM wird. Bereits im kommenden Jahr soll im nächsten Schritt ein DTM Electric Prototyp entwickelt werden.

Virtuell vs real: DTM Esports nach gelungener Premiere mit erweitertem Programm

Die Premiere des virtuellen Motorsports im Umfeld der DTM fand bereits im Mai 2020 mit der Esports Classic Challenge statt. Die DTM Esports Championship selbst ist im Herbst 2020 erfolgreich gestartet und hat in den digitalen Rennen Profirennfahrer und ambitionierte SimRacer zusammengeführt.

Sechs Profis aus dem realen Motorsport stellten sich 18 erfahrenen SimRacern, die aus einer dreiwöchigen Qualifikation mit über 8.000 Bewerbern hervorgegangen waren. Für die Teamwertung bildeten  Rennfahrer aus beiden Lagern – real und virtuell – eine gemeinsame Mannschaft.

Aufgrund der positiven Resonanz wird DTM Esports 2021 integrierter Bestandteil der DTM-Erlebnisplattform. In einer Serie von mindestens sieben international ausgerichteten Events werden weltweit führende SimRacer an den Start gehen. Geplant ist zudem mindestens ein digitaler Wettbewerb als Vor-Ort-Event im Umfeld der DTM. Ein Entwicklungsprogramm für SimRacer-Karrieren rundet das DTM-Esports-Projekt ab.

AvD, Lutz Leif Linden ©DTM,ransport

AvD neuer Partner: Sportliche Organisation aus einer Hand

Für die sportliche Organisation der Rennwochenenden hat die ITR mit dem Automobilclub von Deutschland (AvD) eine Partnerschaft geschlossen. Der in Frankfurt ansässige AvD organisiert und koordiniert für alle DTM-Wettbewerbe die Besetzung der erforderlichen Funktionsträger.

„AvD und DTM gehen eine neue, starke Partnerschaft ein, auf die wir uns freuen. Der AvD wird bei allen DTM-Veranstaltungen mit seinem erfahrenen und Formel-1-erprobten Team im Einsatz sein. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der DTM streben wir schnelle und kompetente Entscheidungen an, die den Rennserien der DTM-Plattform sowie allen Fahrern, Teams und Veranstaltern und letztlich auch den Fans gerecht werden“, erklärt Lutz Leif Linden als Generalsekretär des Automobilclub von Deutschland e.V. und Geschäftsführer der AvD Wirtschaftsdienst GmbH.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: