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Maro Engel: „ADAC GT Masters muss sich keine Sorgen machen“

Maro Engel ,Mercedes-AMG Toksport ©ADAC,C-Photography

Mercedes-Pilot Maro Engel besitzt im ADAC GT Masters noch alle Chancen, den Titel nach Affalterbach zu holen. Zusammmen mit Teamkollege Luca Stolz beträgt der Rückstand auf Titelverteidiger Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde (Audi) vor dem großen Showdown in Oschersleben nur 14 Punkte.

Doch wie soll das Kunststück gelingen?

„Wir haben ein starkes Auto“, sagt Engel gegenüber ‚bildpresse2010.blog‘. „Wir haben ein starkes Team, insofern müssen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und vier Top-Rennen fahren, dann haben wir alle Chancen“, meinte der 35-jährige Mercedes-Pilot noch vor dem Auftritt auf dem Lausitzring.

Nach dem zweiten Gastspiel des ADAC GT Masters in Brandenburg- der Lausitzring sprang als Ersatzveranstaltung für Zandvoort ein- sind die Chancen weiterhin intakt.

Der Meisterschaftsanwärter im Mercedes-AMG GT3 von Toksport WRT hatte am Samstag allerdings kein Rennglück. Auf Platz elf auf Tuchfühlung mit den schärfsten Konkurrenten im Titelrennen liegend, wurde dessen Teamkollege Luca Stolz in der ersten Rennhälfte von einem anderen Fahrzeug touchiert und musste den beschädigten Rennwagen abstellen- keine Punkte für die Toksport-Truppe.

Maro Engel, ADAC GT Masters ©ADAC

Beim Sonntagsrennen lief es wesentlich besser. Das Mercedes-Duo lieferte eine bärenstarke Performance ab, erreichte nach einer imposanten Aufholjagd von Startplatz 19 am Ende noch Platz vier.

„Nach dem enttäuschenden Tag gestern und dem Qualifying heute Morgen, wo uns der Regen kalt erwischt hat, haben wir uns für das heutige Rennen vorgenommen, nochmal alles zu geben, um noch nach vorne zu kommen und unsere Chancen in der Meisterschaft zu wahren“, sagte Engel.

„Das ist uns mit Platz vier hervorragend gelungen. Damit können wir nach dieser Ausgangsposition wirklich sehr zufrieden sein. Vielen Dank an alle, jeder hat gepusht und gekämpft. In Oschersleben brauchen wir jetzt allerdings zwei absolute Top-Ergebnisse, um noch eine Chance auf den Titel zu haben. Aber wir werden auch dort wieder alles geben“, gibt sich der Deutsche kämpferisch.

Bei noch zwei ausstehenden Rennen am kommenden Wochenende (06. – 08. November) in der Motorsport Arena Oschersleben ist für das Toksport WRT-Duo im Titelrennen noch alles drin.

Bleibt Maro Engel im ADAC GT Masters oder folgt ein Comeback in der DTM?

Ob Engel in 2021 weiterhin im ADAC GT Masters auf Titeljagd geht oder in eine andere Serie wechselt, steht noch nicht fest. „Sobald es fix ist und es da was zu vermelden gibt, werden wir das tun“, hält sich Engel auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘ bedeckt.

Maro Engel gilt als GT3-Spezialist, zeigte sein Können in der Formel E im Venturi-Team und fuhr für Mercedes in der DTM, wo er 2017 in Moskau seinen Premierensieg feierte. Ein Tausendsassa ähnlich wie Audi-Pilot Rene Rast.

Wäre für Engel ein Comeback in der DTM mit dem neuen GT-Pro-Reglement überhaupt vorstellbar? „Die DTM mit dem neuen Reglement wird aus meiner Sicht auch wieder deutlich spannender werden, mit tollen Autos und mehr Markenvielfalt“, ist sich der gebürtige Münchner sicher.

Maro Engel Mercedes©ADAC,Marciello Mercedes ©ADAC,Gruppe C Photography

Im Fahrerlager des ADAC GT Masters sorgt die neue DTM 2021 zumindest für viel Gesprächsstoff. „Natürlich ist das neue Reglement der DTM interessant und wird vielerorts diskutiert, so auch bei uns“, verrät Engel gegenüber ‚bildpresse2010.blog‘. „Ich bin sehr gespannt darauf zu sehen, wie es sich entwickelt“, fügt der Mercedes-Pilot hinzu.

Die neue DTM unter der Leitung von Gerhatd Berger steht in Konkurrenz zum ADAC GT Masters, beide setzen auf das GT3-Reglement. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. „Ich denke jedoch nicht, das sich das ADAC GT Masters Sorgen machen muss“, ist sich Engel sicher. „Es ist aktuell wahnsinnig stark und wird auch nächstes Jahr sehr stark sein, davon bin ich überzeugt“, wirft der 35-Jährige ein.

Die Formel E ist aktuell kein Thema für den Deutschen, die wichtigsten Cockpits sind bereits alle vergriffen. Der ehemalige Venturi-Pilot fuhr zwei Saisons für den monegassischen Rennstall, der mit Platz vier beim Pariser E-Prix 2018 sein bestes Resultat erzielte.

maro-engel-und-fuerst-prinz-albert (c)Venturi

Noch heute hat Engel die Elektro-Rennserie auf dem Radar. „Natürlich habe ich noch viele Freunde im Formel E-Fahrerlager mit denen ich auch noch in Kontakt stehe“, sagt Engel. „Ich verfolge die Rennen so gut es geht.“

Die neue Off-Roadserie Extreme E, die 2021 ihre Premiere feiert, weckt ebenso die Abenteuerlust des gebürtigen Münchners. „Die Extreme E sieht ebenfalls sehr interessant aus. Ich bin gespannt mir das anzuschauen wenn es richtig los geht“, so der 35-Jährige. Engels‘ Freund Nico Rosberg tritt bekanntlich mit einem eigenen Team bei Extreme E an, Fahrer wurden jedoch noch nicht offiziell vorgestellt.

Renn-Mammutprogramm für Engel

Engel hat ein beinhartes und intensives Renn-Programm 2020 hinter sich. Die Corona-Pandemie zwang den Motorsport insgesamt zu einem komprimierten Rennkalender. 14 Rennwochenenden im ADAC GT Masters, dazu zwei Langstreckenrennen bei den 24h Nürburgring und 24h Spa, ein Mammutprogramm wartete auf Engel.

„Ich denke, das ist ein riesengroßes Privileg und ich genieße das sehr“, winkt der Mercedes-Pilot ab. „Man muss auch allen Personen danken, die es möglich gemacht haben, das wir die komplette Renn-Saison in vier bis fünf Monate reinpacken konnten. Da hängen sehr viele Existenzen dran und insofern schätze ich mich und uns alle sehr glücklich, das es so möglich war“, zeigt sich Engel dankbar und glücklich.

Da bleibt die Frage: Wie schafft ein Rennfahrer physisch und mental sich auf solch ein dichtes Rennprogramm einzustellen? „Erholung ist sicher bei 14 Rennwochenenden am Stück ein wichtiger Teil, dazu kommen genügend Schlaf und auch auf die Ernährung ist zu achten“, verrät Engel seine Lebensweise in den letzten Wochen und Monate. „Die Motivation kommt bei solchen Top-Teams und  Teamkollegen, dem Auto und diesen Rennen von ganz alleine“, sagt der Mercedes-Pilot.

Kommendes Wochenende fällt die Entscheidung im ADAC GT Masters. Engel wird wieder versuchen, nochmals alles aus sich herauszuholen, ehe er in die wohlverdienten Winterpause startet. Womöglich mit einem Titel in der Tasche…

 

 
 

 

 

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Fürs kommende und nächste Wochenende am Lausitzring und in Oschersleben zum GT Masters-Finale toi toi toi,
die Chancen auf den Titel sind ja immer noch intakt. Drücke euch alle Daumen.
Für einen Artikel habe ich ein paar Fragen, kannst du mir diese bitte beantworten?
1) Wie gehst du aktuell damit um, jedes Wochenende an einer anderen Rennstrecke zu fahren 24h Nürburgring, GT Masters, 24h Spa dann wieder GT Masters…
Ich denke das ist ein riesen Privileg und ich genieße das sehr. Auch muss man allen Personen danken die es möglich gemacht haben das wir die Komplette Renn Saison in 4-5 Monate reinpacken konnten. Da hängen sehr viele existenzen dran und in so fern schätze ich mich und uns alle sehr Glücklich das es so möglich war.
So nebenbei gefragt, wann hast du denn deine Familie das letzte Mal gesehen :-) Gestern :)
2) Wie schaffst du das, dich physisch und mental darauf vorzubereiten und wie erfolgt bei dir die Erholungsphase?
Erholung ist sicher bei 14 Rennwochenenden am Stück ein wichtiger Teil, genügend Schlaf und auf die Ernährung zu achten. Die Motivation kommt bei solch top Teams, Team Kollegen, dem Auto und diesen Rennen von ganz alleine!
3) Wie kannst du mit Luca Stolz den GT Masters-Titel doch noch nach Affalterbach holen?
Wir haben ein starkes Auto, Ein starkes Team in so fern müßen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und 4 top Rennen fahren, dann haben wir denke ich alle Chancen.
4) Wie sieht denn dein Programm für 2021 aus? Hast du schon fixe Engagements?
So bald es fix ist und es da was zu vermelden gibt werden wir das tun.
5) Die neue DTM 2021 mit dem GT-Pro-Reglement, was hältst du davon und gibt es für dich Interesse dort zu fahren?
Ist die neue DTM 2021 auch Gesprächsstoff im ADAC GT Masters-Fahrerlager?
Natürlich ist das neue Reglement der DTM Interessant und wird vielerorts diskutiert, so auch bei uns. Ich bin sehr gespannt darauf zu sehen wie es sich entwickelt. Ich denke jedoch nicht das sich das ADAC GT Masters Sorgen machen muss, es ist aktuell wahnsinnig stark und wird auch nächstes Jahr sehr stark sein, davon bin ich überzeugt. Die DTM mit dem neuen Reglement wird aus meiner Sicht auch wieder deutlich spannender werden, mit tollen Autos und mehr markenvielfalt.
6) Formel E und Extreme E, gibt es nach wie vor Kontakte zur Formel E auch wenn aktuell die meisten Cockpits vergeben sind? Und Extreme E, wäre das für dich interessant, das neue Abenteuer mitzumachen?
Natürlich habe ich noch viele Freunde im Formel E Fahrerlager mit dennen ich auch noch in Kontakt bin. Ich verfolge die Rennen so gut es geht. Die Extreme E sieht ebenfalls sehr interessant aus, ich bin gespannt mir das anzuschauen wenn es richtig los geht.

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