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Extreme E: Abenteuer der elektrischen Off-Roadserie vorgestellt, zwei deutschen Teams an Bord

Extreme E Virtual Series Launch ©Extreme E

Der Startschuss der brandneuen elektrischen Off-Roadserie Extreme E ist erfolgt. Bei einer virtuellen Präsentation stellte Seriengründer Alejandro Agag zusammen mit Moderatorin Nicki Shields die neue Elektro-Rennserie vor, die mit neun Teams am 20./21.März ihre Rennpremiere beim „Desert X Prix“ in Saudi-Arabien feiert.

Aus Deutschland treten das Abt Sportsline Team und HWA an. Besondere Brisanz verspricht der Auftritt von Ex-Formel-1-Champion Nico Rosberg und des sechsfachen Formel-1-Champions Lewis Hamilton, die jeweils mit eigenen Teams an den Start gehen.

HWA Extreme E ©Extreme E

Formel-E-Champion Techeetah, Ganassi, QEV, Veloce und das US-Team Andretti United sind die weiteren Einsatzteams der neuen Elektro-Rennserie.

Beim virtuellen Launch präsentierten die Teams ihre individuellen Fahrzeugdesigns. Hamiltons Team X44 startet mit einem lila Elektro-SUV. „Das Auto sieht wirklich cool aus“, sagte der Rekord-Grand-Prix-Sieger der Formel 1, der zusammen mit Marc Hynes sein britisches Team X44 vorstellte.

Zwei deutsche Teams an Bord

Bei Abt Sportsline wird Ex-DTM-Champion Mattias Ekström zum Einsatz kommen, der mit der Allgäuer Abt-Mannschaft in der Vergangenheit große Erfolge feierte. Gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Biermeier präsentierte der Schwede das Einsatzauto, das in Zusammenarbeit mit Seat-Tochter Cupra das neue Abenteuer unternimmt.“Wir lieben das Abenteuer, wir vertrauen dem Team um Alejandro Agag“, sagte Biermeier, dessen Team in der Formel E bereits erfolgreiche Pionierarbeit leistete. Beim zweiten deutschen Vertreter HWA aus Affalterbach zeigte Ulrich Fritz das Fahrzeug samt Lackierung.

Thomas Biermeier und Mattias Ekström @Extreme E

„Unser Team hat hinter den Kulissen wirklich hart gearbeitet, und trotz der Pandemie und der damit verbundenen Herausforderungen sind wir auf dem Weg zu unserem ersten Rennen im März 202“, sagt Agag. „Die Serie hat mit nicht weniger als zwei Weltmeistern der Formel 1, die mit ihren eigenen Teams neben anderen Motorsportgrößen an den Start gehen, massiv an Dynamik gewonnen, und es wird noch viel mehr kommen, wenn wir in den kommenden Monaten Fahrer ankündigen“, verspricht der Spanier.

Allen gemeinsam ist der Kampf gegen die Umweltzerstörung und den globalen Klimawandel. Der Rennkalender umfasst daher Gebiete, die besonders unter dem globalen Klimawandel leiden. Auf der Agenda stehen Events in der Wüste, in der Arktis, auf dem Ozean, im brasilianischen Amazonas-Regenwald und im argentinischen Patagonien. Ursprünglich war ein Event in Nepal geplant, das nunmehr durch Patagonien ersetzt wurde. Zudem wird die Premierensaison der Extreme E um sechs Wochen später an den Start gehen.

Die Entscheidung dafür wurde aufgrund einer Kombination aus der COVID-19-Pandemie, die die Vorbereitungen der Serie stark beeinträchtigt, und der zusätzlichen Komplexität der Anreise in die vorgeschlagene Rennregion in Nepal, getroffen.

„Aber natürlich gibt es einen weitaus wichtigeren Grund, warum Extreme E sich für einen Besuch in Tierra del Fuego entschieden hat“. so Serienpromoter Agag das Finale in Argentinien auszutragen. „Der Gletscherrückgang ist eine der verheerenden Auswirkungen der globalen Klimakrise, und wenn wir jetzt nicht handeln, wird es diese unglaublichen Orte nicht mehr geben“, befürchtet der 50-Jährige.

Technischer Hintergrund

Rosberg & Co setzen für die neue Offroad-Meisterschaft die auf den Namen Odyssey 21 getauften SUVs von Spark Racing Technology ein, die Firma, die sich in der Formel für das Chassis einen namen gemacht hat. Als Reifenlieferant kommt Continental zum Zug, die mit eigens entwickelten Reifen die neun Teams ausrüsten. 37 Zoll Durchmesser, 12,5 Zoll Breite und 17 Zoll-Felgen lauten die beeindruckenden Werte der Off-Roadreifen.

Extreme E E-Motor ©Extreme E

Unter dem Haube werkelt ein 450 Kilowatt starker elektrischer Antriebsstrang, Brennstoffzellen zeichnen für die Energie verantwortlich. Die von Williams Advanced Technology entwickelten 400 Kilogramm schweren Batterien mit 800 Volt werden mit Hilfe von Wasserstoff mit Strom versorgt, die das Herzstück des Autos, den Elektromotor, antreiben.

Bei Extreme E kämpfen je zwei Fahrer  pro Team – eine Frau, ein Mann- um die Meisterschaft. Für Formel-1-Champion Lewis Hamilton eine genialer Schachzug. „Ich bin seit mehr als 20 Jahren im Motorsport und habe vielleicht zwei, drei weibliche Rennfahrer in meiner Karriere gesehen. Deswegen finde ich diese Idee der Extreme E einfach klasse“, begrüßt der sechsfache Champion das Reglement.

Die drei Eckpfeiler von Extreme E – Elektrifizierung, Umwelt und Gleichberechtigung – wurden während der gesamten Präsentation hervorgehoben, die Einzelheiten zu den Nachhaltigkeitszielen der Meisterschaft, den Legacy-Programmen und dem Engagement zur Sensibilisierung für die Klimakrise enthielt.

Start in das neue Abenteuer Extreme E ist der 20.März 2021.

Premierensaison 2021 Extreme E:

Desert X Prix: Saudi Arabien
20.3./21.3.2021

Ocean X Prix: Senegal
29.5./30.5.2021

Arctic X Prix: Greenland
28.08./29.08.2021

Amazon X Prix: Brazilien
23.10./24.10.2021

Glacier X Prix: Argentinien
11.12./12.12.2021

 

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