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FE/DTM: Kein Start des Audi-Triumvirats bei den 24 Stunden von Spa, Edo Mortara feiert Comeback bei Audi

René Rast, Nico Müller, Audi,DTM Spa 2020 ©Audi

Am Wochenende steht der prestigeträchtige Langstrecken-Klassiker auf dem Programm: die 24 Stunden von Spa-Francorchamps.

Bei Audi haben die drei führenden Piloten der DTM – Rene Rast, Nico Müller und Robin Frijns – kurzfristig auf einen Start verzichtet. Alle drei haben sich gemeinsam mit Audi Sport dazu entschieden, sich kurz vor dem DTM-Finale in Hockenheim voll auf die Meisterschaftsentscheidung zu fokussieren.

Stattdessen rücken bei den Ingolstädtern die Franzosen Dorian Boccolacci und Matthieu Vaxivière sowie der Deutsche Dennis Marschall für das Audi-Triumvirat nach.

„Es war keineswegs eine leichte Entscheidung, und ich möchte Audi für seine Professionalität danken“, twitterte Nico Müller am Dienstag. „Ich bin sehr dankbar, Teil der Vier Ringe zu sein und werde meinen Kollegen von zu Hause aus die Daumen drücken“, so der Schweizer.

Ursprünglich war geplant, Müller für das Audi Sport Team Sainteloc an der Seite von Markus Winkelhock und Christopher Haase ins Cockpit des Audi R8 LMS GT3 zu setzen. Robin Frijns wäre im WRT-Team zusammen mit Christopher Mies und Dries Vanthoor an den Start gegangen, DTM-Tabellenführer Rene Rast im zweiten WRT-Auto mit Mirko Bortolotti und Kelvin van der Linde.

Dahinter könnten die stetig wachsenden Infektionszahlen von Corona-Fällen in Belgien stecken. Offenbar ist den drei DTM-Titelaspiranten das Risiko zu groß, sich vor dem großen Showdown in Hockenheim (6.11.-8.11.) eine Infektion einzufangen. Zudem gilt es sich vor den vielen Strapazen der vergangenen Monate zu erholen, um topfit für das DTM-Finale zu sein. Die Corona-Pandemie ist für die Piloten sicherlich kein Zuckerschlecken.

Überraschung: Edo Mortara feiert Comeback mit Audi

Die 71. Ausgabe der 24 Stunden von Spa sorgt für eine faustdicke Überraschung. Das belgische Team WRT mit Teamchef Vincent Vosse, das in der DTM zuletzt in Zolder Furore machte, tritt mit dem früheren Audi-DTM- und GT-Piloten Edoardo Mortara an.

„Ich freue mich auf die Total 24 Hours of Spa“, so Mortara. „Es ist immer ein einzigartiges Event, das die besten Teams und Fahrer der Welt anzieht. Ich sehe es als eine Weltpokal der GT-Rennen. Es ist eine große Freude, mit Audi und dem Team WRT daran teilzunehmen. Ich bin sicher, wir sind konkurrenzfähig, aber es wird in diesem Jahr ein sehr hartes Rennen“, sagte der 33-Jährige zu seinem Audi-Comeback.

Mortara siegt am Nürburgring (c)ITR,DTM

Der Schweizer, der aktuell bei Venturi in der Formel E engagiert ist und als Werksfahrer bei Mercedes unter Vertag steht, gibt ein Comeback im Audi mit der Startnummer 32 an der Seite des Deutschen Frank Stippler und des Belgiers Charles Weerts.

Es handelt sich offenbar um einen kurzfristigen Ausflug Mortaras ins Audi-Lager, der 2017 die Ingolstädter in Richtung Stuttgart verließ. Audi-Motorsportchef Dieter Gass hat mit der Mortara-Verpflichting für Spa allerdings seine Hände nicht im Spiel.

„Für mich auch eine positive Überraschung“, sagte Gass auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘. „Wir haben immer gut mit Edo zusammengearbeitet. Ich war besonders traurig, dass er zu der Zeit ging. Wir sind in guten Kontakt, trotzdem habe ich mit der Entscheidung nichts zu tun. Das ist eine reine Angelegenheit zwischen Vincent und Edo. Mir gefällt diese Idee, Edo hat fantastische Rennen absolviert. Ich freue mich darauf, denn sie haben eine starke Fahrerbesetzung“, fügte Gass hinzu.

Neben dem ehemaligen Audi- und Mercedes-DTM-Piloten gehen mit Maro Engel (Mercedes), Tom Blomqvist und Miguel Molina (beide Ferrari), Dirk Werner (Porsche), Maxime Martin (Aston Martin), Augusto Farfus, Martin Tomczyk (beide BMW) und Kamui Kobayashi (Ferrari) weitere ehemalige DTM-Piloten beim Ardennen-Klassiker an den Start. Aus der aktuellen DTM steigt Philipp Eng für das Team Walkenhorst Motorsport im BMW M6 GT3 ins Cockpit, bei WRT ersetzt Ferdinand Habsburg kurzfristig den an Grippe erkrankten Mirko Bortolotti.

Abschiedsrennen für Jens Marquardt

Apropos BMW: für BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt sind die 24 Stunden von Spa-Francorchamps offiziell das letzte große Langstreckenrennen in seiner aktuellen Funktion, ehe er von Markus Flasch beerbt wird. 

BMW M6 GT3 in Spa©BMW

Nach dem umjubelten Sieg-Krimi bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring mit Rowe Racing hofft der 53-jährige Marquardt auf ein weiteres großes Erfolgserlebnis. Es wäre das perfekte Abschiedsgeschenk für den langjährigen BMW-Verantwortlichen…

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