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DTM: Rast siegt vor Müller in Zolder, Kubica erstmals aufs Stockerl

Rene Rast,DTM Zolder 2020 ©DTM,by Hoch Zwei

Rene Rast (Audi) gewinnt in Meistermanier auch das vierte DTM-Rennen en suite in Zolder. In einem spektakulären Rennen gewann der Titelverteidiger souverän vor Markenkollege Nico Müller und Robert Kubica (BMW).

Großes Pech dagegen für Robin Frijns, der unverschuldet ausschied.

„Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben, dass wir das Rennen heute gewonnen haben“, so Dominator Rast nach seinem Sieg. „Wir haben einen wirklich guten Vorsprung in den letzten vier Rennen ausgebaut“, sagte Rast im Hinblick auf die Meisterschaft ins Siegerinterview auf SAT.1.

Ein spektakuläres Rennen mit einer wahren Ausfallorgie. Nicht weniger als sechs Autos fielen aus.

Polesetter Ferdinand Habsburg behauptet Führung bei zwei Re-Starts

Polesetter Habsburg legte den besten Start hin, führte vor Rast, Frijns und Fabio Scherer. Auch Nico Müller zeigte einen guten Start, folgte den Führenden dicht auf den Fersen.

Erste große Aufregung in Runde zwei, als Titelaspirant Robin Frijns unverschuldet aus seinen Titelträumen gerissen wurde. Jonathan Aberdein (BMW) legte einen ungewollten Bremsvorgang hin, knallte dem Viertplatzierten Scherer ins Heck, der daraufhin unkontrolliert abflog.

Der Schweizer versuchte wieder auf die Strecke zurückzukehren und erwischte dabei Robin Frijns- das unverschuldete Aus für Scherer und Frijns.

Unfall Aberdein,Scherer, Frijns ©DTM, ransport

Frijns war natürlich stinksauer, der seinen Frust freien Lauf lies und am Funk „Was für ein verdammter Idiot“ schrie.

Das Safety-Car rückte zum ersten Mal raus- ein Re-Start musste her. Habsburg blieb auch diesmal vor Rast in Führung, dahinter nutzte Müller die Lücke und schob sich auf Platz drei.

Eine Runde später rückte neuerlich das Safety-Car aus. Lucas Auer (BMW), der zuvor unfreilwillig Bekanntschaft mit Benoit Trewluyer (Audi) machte, und Markenkollege Philipp Eng waren sich eingangs der Kurve nicht einig, ließen sich zu wenig Platz und gerieten sich in die Haare. 

Auer und Eng BMW ©ransport,DTM

Reifenschaden bei Auer, Reifenschaden auch bei Eng, bei dem das Auto danach Feuer fing. Mit letzter Mühe konnte sich der Mondseer aus dem brenndenden Fahrzeug befreien.

Damit waren bereits sechs Autos (vier BMW, zwei Audis) ausgeschieden- das ausfallreichste DTM-Rennen dieser Saison.

Beim zweiten Rer-Start behielt Habsburg kühlen Kopf, setzte sich wieder vor Rast, Müller und Mike Rockenfeller durch.

Doch Habsburg konnte die Führung nicht lange behalten. Während der Salzburger und auch Müller in Runde 13 zum Pflichtboxenstopp hereinkamen, blieb Rast und Rockenfeller eine weitere Runde auf der Strecke, um nochmals alles aus seinen Reifen rauszuholen- mit Erfolg.

Obwohl der Boxenstop des Rosberg-Pilot nicht optimal verlief, blieb der Titelverteidiger  und auch Rockenfeller vor Habsburg und Müller. Mit wärmeren Reifen schnappten sich Habsburg und Müller unisono Rockenfeller, gegen Rast war jedoch kein Kraut gewachsen.

Zu abgeklärt spulte der 33-Jährige sein Programm ab und fuhr einen sicheren Sieg mit über 11 Sekunden Vorsprung auf Müller entgegen.

Der Schweizer konnte in der Folge an Habsburg, der wegen technischen Problemen im weiteren Rennverlauf durchgereicht wurde, vorbeigehen, doch mit Jamie Green, Rosberg-Teamkollege von Rene Rast, lieferte sich Müller ein Scharmützel.

Green, der mit kalten Reifen nach seinem Boxenstopp unterwegs war, verteidigte seine Position sehr hart gegen Müller, der schneller unterwegs war. Der Rosberg-Pilot musste nach Anordnung der Rennleitung den Platz mit Müller tauschen, der ob der Behinderung Greens not amused war.

„Jamie, keine Ahnung, was der macht“, ärgerte sich Müller nach dem Rennen.  „Sind anscheinend die besten Tage rum, tut mir leid, das zu sagen. Hatte seinen Kopf heute irgendwie woanders, es war irgendwie frustrierend“, so der Abt-Pilot ins SAT1-Mikrophon.

Abt-Teamchef Thomas Biermeier zeigte wild gestikulierend seinen Ärger der Rosberg-Truppe und hatte für diese Aktion überhaupt kein Verständnis.

Doch für den Rennverlauf hatte der große Aufreger keine gravierrenden Auswirkungen, zu souverän kontrollierte Rast das Feld.

Als Habsburg schwächelte, schlug die Stunde von Robert Kubica. Der Pole nutzte seine Chance und lieferte mit Platz drei sein bisher bestes DTM-Ergebnis ab, der vor Timo Glock ins Ziel einfuhr.

Green blieb als Fünfter vor Markenkollege Rockenfeller, dahinter reihten sich Sheldon van der Linde und Marco Wittmann (beide BMW) ein. Harrison Newey vom Audi-Kundenteam erreichte mit Platz neun neuerlich Punkte vor Habsburg, der mit angeschlagenen Auto noch Platz zehn rettete.

Rast als Favorit ins Saisonfinale

Vor dem großen Saisonfinale in Hockenheim (7.11 bis 9.11) führt Titelverteidiger Rast mit 19 Punkten Vorsprung auf Müller, Frijns hat mit 41 Punkten Rückstand auf Rast rein rechnerisch noch eine Minimalchance auf den Titel. 56 Punkten sind im Idealfall noch zu vergeben.

Hitchchock-Krimi bis zum Schluss. Den DTM-Fans wird’s freuen.

Ergebnis Zolder 2:

Ergebnis Zolder 2 ©DTM, wige

 

DTM

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