Zum Inhalt springen

DTM: BMW-Pilot Jonathan Aberdein verpasst knapp Podestplatz- Platz vier in Zolder

Jonathan Aberdein,DTM Zolder 2020 ©DTM,by Hoch Zwei

Das Samstagsrennen in Zolder verlief für BMW enttäuschend. Die Münchner konnten dem Audi-Dreifachsieg nichts entgegensetzten, lediglich Jonathan Aberdein lies mit Platz vier aufhorchen.

Mit Timo Glock Platz 9 und Marco Wittmann Platz10 fuhren zwei weitere BMW-Piloten in die Top Ten.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt war jedenfalls mit der Ausbeute seiner Schützlinge nicht zufrieden. „Mit drei BMW in den Top-Ten haben wir natürlich nicht das Ergebnis erzielt, das wir uns erwartet und erhofft hatten“, sagte Marquardt .“Entsprechend müssen wir bis morgen zusehen, ob wir den Reifenverschleiß noch etwas besser in den Griff bekommen und uns auch im Qualifying nochmal einen Schritt nach vorn bewegen können“, hofft der 53-jährige BMW-Verantwortliche, sein Abschiedsrennen heute erfolgreicher zu beenden. Marquardt gab am Freitag seinen Rückzug als BMW-Motorsportdirektor zum 1. November offiziell bekannt, übernimmt eine andere leitende Funktion innerhalb von BMW.

Zufrieden dürfte der Schwabe zumindest mit dem Abschneiden Jonathan Aberdeins sein. Mit Platz vier erzielte der Südafrikaner sein bisher bestes Resultat in seiner DTM-Karriere. Bereits im Qualifying deutete der 22-jährige BMW-Neuzugang mit Startplatz vier seine Leistungssteigerung an. Die kalten Bedingungen in Zolder scheinen dem Südafrikaner gut zu liegen.

„Es war ein gutes Rennen für uns“, sagte Aberdein hinterher. „Wir sind vom vierten Platz gestartet und auch auf dem vierten Platz, nur wenige Sekunden hinter Rang drei, ins Ziel gekommen.

Ich denke, wir haben das bestmögliche Ergebnis geholt und müssen damit zufrieden sein. Die Lücke zum ersten Platz war dennoch sehr groß, entsprechend haben wir bis morgen noch etwas Arbeit vor uns, um das Auto weiter zu verbessern und morgen wieder das bestmögliche Ergebnis zu erzielen“, resümierte der 22-Jährige, der zwischen den beiden Zolder-Rennwochenenden in Belgien verblieben ist.

Aberdein hätte um ein Haar auf dem Siegespodest gestanden, denn rundenlang lieferte sich der BMW-Pilot ein sehenswertes Duell mit Audi-Pilot Ferdinand Habsburg um Platz drei. Aberdein machte mächtig viel Druck auf Habsburg, der diesen mit aller Mühe standhalten konnte. Dennoch eine bärenstarke Leistung von Aberdein mit Platz vier.

Ein Sonderlob gab es für den 22-Jährigen von BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. „Nach dem Qualifying war klar, dass auch das Rennen ein hartes Stück Arbeit wird“, so Marquardt. „Die kalten Temperaturen sind wirklich eine Herausforderung. Jonathan hat das sehr gut gemacht. Wenn du lange und mit geringem Rückstand hinter einem anderen Fahrzeug herfährst, wird es schwierig für die Vorderreifen.

Das kennen wir nun schon seit vielen Jahren aus der DTM, und das hat man nun auch heute wieder bei Jonathan und Timo gesehen. Du musst versuchen vorbeizukommen. Wenn das nicht klappt, wird es schwer. Gratulation an Jonathan zu seinem vierten Platz. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für ihn. Die Tendenz geht bei ihm nach oben, und ich hoffe, dass er morgen einen weiteren Schritt macht“, geizte der Schwabe nicht mit Lob für Aberdein.

Die kalten Bedingungen stellten die weiteren BMW-Piloten besonders im Qualifying vor einer Herkulesaufgabe. Neben Aberdein gelang es nur noch Philipp Eng mit Platz sieben in die Top Ten. Die Ausgangslage für die Münchner war daher denkbar ungünstig. Timo Glock und Marco Wittmann schafften es trotz Startplätze13 und 14, in die Top Ten zu kommen. Dabei musste Glock, der in der letzten Runde noch auf Position acht lag, Audi-Pilot Jamie Green passieren lassen.

Glock vor Wittmann und Auer, Zolder 2 ©BMW

„Wirklich viel gibt es nach dem heutigen Rennen nicht zu sagen“, so Glock nach seinem neunten Platz. „Ich denke, der neunte Platz ist am Ende ein solides Ergebnis, wenn man bedenkt, dass ich vom 13. Rang ins Rennen gegangen bin“, erklärte hinter der 38-Jährige.

Wittmann zeigte ein solides Rennen, mit Platz zehn sammelte der Franke zumindest einen Punkt. Doch die Audi-Übermacht ärgert Wittmann dann doch gehörig. „Viel gibt es nach dem Rennen nicht zu sagen“, so Wittmann. „Wir sind vom 14. Platz bis auf Rang zehn nach vorn gekommen und haben noch einen Punkt mitgenommen. Wir haben mit unserem frühen Boxenstopp darauf gesetzt, dass das Safety Car nochmal raus kommt, das war nicht der Fall und entsprechend ist die Strategie nicht aufgegangen.

Im Vergleich zu den anderen Fahrzeugen um uns herum verlieren wir aktuell auf der Geraden zu viel Zeit. Das ist ein wenig frustrierend. Wir müssen es analysieren und darauf hoffen, dass wir uns bis morgen verbessern“, fasste der zweifache DTM-Champion sein Rennen zusammen.

Eng gerät mit Jamie Green aneinander

Der von Startplatz sieben ins Rennen gegangen Österreicher Philipp Eng brachte sich selbst um ein gutes Ergebnis. Eng zeigte zwischenzeitlich einen besseren Speed als noch in der Vorwoche, als überhaupt nichts zusammenlief. Der Mondseer lag lange Zeit vielversprechend in den Top-6, doch dann geriet der 30-Jährige wieder einmal mit Jamie Green (Audi) aneinander.

In Runde elf versuchte Green, der sich gerade neue Reifen an der Box abholte, den vehementen Angriffsversuchen des dahinter fahrenden Eng zu erwehren. In der Schikane schob Eng den Briten, der sehr spät aufs Bremspedal drückte, unsanft an, worauf sich Green spektakulär drehte. Eng bekam von der Rennleitung dafür eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt- das Rennen war damit für den BMW-Piloten gelaufen.

Aberdein vor Green und Eng ©BMW

„Das Auto war wirklich gut heute“, sagte Eng hinterher. „Ich hatte einen guten Start und eine gute erste Runde. Dass ich für die Kollision mit Jamie Green eine Drive-Through-Penalty bekommen habe, ist ziemlich enttäuschend. Positiv ist in jedem Fall, dass das Paket heute wirklich sehr gut funktioniert hat. Leider konnten wir das nicht in ein gutes Ergebnis ummünzen“, ärgerte sich der Österreicher.

Enttäuschung auch bei Robert Kubica, der wegen technischen Problem an seinem Kunden-BMW M4 DTM in Runde 18 aufgeben musste.

 

Hier weitere Stimmen aus dem BMW-Lager:

Lucas Auer (P11):

„Im Qualifying konnte ich mit dem zweiten Reifensatz wegen starker Vibrationen nicht mehr weiterfahren und musste somit an die Box zurückkehren. Das hat uns in der Startaufstellung bis auf den 15. Platz zurückgeworfen. Im Rennen haben wir auf eine Safety-Car-Strategie gesetzt, diese ist aber leider nicht aufgegangen.“

Sheldon van der Linde (P13):

„Mit dem Ausgang des Rennens bin ich natürlich nicht sehr glücklich. Beim Indy-Restart habe ich eine Strafe bekommen, und auch schon das Qualifying heute Morgen, in dem ich mir zu viele Fehler erlaubt habe, lief nicht besonders gut.

Für morgen müssen wir nun alles zusammenbringen. Die Pace ist auf jeden Fall im Auto, um weiter vorne zu landen. Die Strafe hat uns heute aber ein paar Punkte gekostet. Das ist enttäuschend für mich, aber wir werden es morgen erneut versuchen.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: