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DTM: Audi-Dreifachsieg, Rast siegt vor Frijns und Müller in Zolder

Rast gewinnt R3,DTM Lausitz ©Hoch Zwei,DTM

Audi-Dreifacherfolg in Zolder. Rene Rast gewinnt den 13. Saisonlauf vor Robin Frijns und Nico Müller.

Die Meisterschaft bleibt damit weiter offen. Bester BMW-Pilot wurde Timo Glock als Vierter vor DTM-Rookie Harrison Newey.

Rene Rast macht die Meisterschaft weiter spannend. Der Titelverteidiger feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.

„Das war ein tolles Comeback heute“, freute sich Rast über den Sieg. „Ich hatte im gesamten Rennen eine sehr gute Pace, was natürlich unabdingbar ist, wenn man eine Meisterschaft gewinnen möchte.

Wir hoffen, dass es in den nächsten fünf Rennen genauso weitergeht. Wenn man vorwegfährt und die Konkurrenz nicht im Rückspiegel sieht, beschäftigen einen viele Gedanken. Es ist also wichtig, dass man dann einen klaren Kopf bewahrt und fokussiert bleibt. Sonst passiert es schnell, dass man Fehler macht.

Wenn man mit Abstand führt, ist es schwer, anhaltend ans Limit zu gehen. Aber heute lief einfach alles perfekt“, zeigte sich der Titelverteidiger happy.

Markenkollege Frijns konnte Rast nur in der Anfangsphase des Rennens folgen und den Rosberg-Piloten ein wenig Druck von hinten bereiten. Doch Rast liess sich nicht beirren und entwischte dem Niederländer kurze Zeit später.

„Rene Rast fuhr unterdessen immer weiter voraus, und auch hinter mir wurde der Abstand größer“, so Frijns. „Ich habe also nur versucht, den zweiten Platz  zu verteidigen und musste dann nicht mehr so sehr ans Limit gehen. Ich freue mich über Platz zwei, hoffe aber, dass es am Sonntag noch etwas besser geht“, sagte Frijns.

Audi-Triumvirat Müller, Frijns und Rast in Zolder eine Macht

Erneut standen die drei dominierenden Audi-Fahrer der Saison auf dem Treppchen. In der Gesamtwertung wird es dennoch zunehmend spannend.

Müller führt die Meisterschaft mit 257 Zählern an. Frijns kommt auf 243 Punkte. Mit nur noch 34 Punkten Rückstand (223) auf den Führenden komplettiert Rast das triumphale Trio. Damit ist auch klar: DTM-Champion 2020 wird ein Audi-Fahrer sein.

Mit 96 Zählern ist Sheldon van der Linde (BMW) weiterhin Vierter in der Meisterschaft, das Audi-Trio kann er allerdings nicht mehr einholen.

Rene Rast: vom Start weg auf die Siegesstrasse

Am Start machte Rast trotz nasser Strecke alles richtig und behielt souverän die Führung, die er bis zum Schluss nicht mehr abgab.

Glock dagegen, der von Platz zwei ins Rennen ging, verlor gleich zwei Positionen an die Audi-Piloten Frijns und Mike Rockenfeller.

Aufgrund seiner Boxenstopp-Strategie konnte Glock zeitweise erneut Platz zwei übernehmen, den er nach einem spannenden Zweikampf am Ende der 23. Runde und drei Kurven später jedoch erneut an Audi-Pilot Frijns verlor. Das Scharmützel kostete beide rund zwei Sekunden.

„Am Anfang habe ich versucht, Land zu gewinnen, dabei habe ich meine Reifen stark beansprucht“, so Frijns. „Der Kampf mit Timo Glock hat mich Zeit gekostet.

Als ich aus der Box kam, hatte Timo warme Reifen, meine waren eiskalt. Ich hatte in den ersten zwei Runden nach dem Stopp also einige Probleme, weil Nico Müller auch sehr nah war. Ich habe versucht, die Reifen schnell auf Temperatur zu bringen, was schwierig war“, gestand der Meisterschaftskandidat vom Abt-Team.

Im Mittelfeld bekämpfen sich Eng und Green

Philipp Eng (BMW) und Jamie Green (Audi) stiegen in Runde 21 in den Zweikampf um Platz acht ein, bei dem es zu mehreren Zwischenfällen kam.

Nach einem unerlaubten Überholmanöver abseits der „Track Limits“ musste Green den achten Platz wieder Eng überlassen. Wenige Runden später wurde Eng verwarnt, da er mehrfach unerlaubt die Spur gewechselt hatte. In Folge des aufgeheizten Zweikampfs kam es zu einem Kontakt zwischen dem BMW und dem Audi. Der aus der Kollision resultierende Frontschaden zwang Green dazu, seinen Wagen in der Box abzustellen.

Packende Zweikämpfe im Mittelfeld

Unterdessen hatte sich Nico Müller, der zunächst lange mit seiner Position vorliebnehmen musste, vom siebten auf den vierten Platz vorgekämpft. Im letzten Renndrittel attackierte er Glock, dicht gefolgt von BMW-Fahrer Marco Wittmann und Harrison Newey (Audi).

In Runde 31 zog Müller nach einem harten, aber fairen Kampf an Glock außen vorbei- ein imposantes Manöver des Tabellenführers. „Wir haben uns das Leben mit dem Qualifying selbst schwer gemacht“, ärgerte sich Müller.

„Das Auto und ich waren heute einfach nicht Eins. Das war einfach einer dieser Tage. So musste ich vom siebten Platz starten. Obendrein waren die Startplätze sieben und neun die schlechtesten heute, weil sie am feuchtesten waren. Ich hab also den ‚Joker‘ gezogen.

Ich habe dem Zug also erstmal beim Abdampfen zugeschaut, mit meinen beiden Freunden René Rast und Robin Frijns. Ich musste mich also durch das Feld kämpfen – mit guter Strategie und Tricks. Zum Glück kam ich später noch an Glock vorbei. Die Pace war am Ende gut, was mir Vertrauen für Sonntag gibt. Wir müssen aber weiter vorn starten“, hofft Müller morgen den Spieß umzudrehen.

In der 33. Runde erhöhten auch Wittmann und Newey den Druck. Wittmann musste den DTM-Rookie schließlich passieren lassen, kurz darauf versagte nach einer harten Curb-Überfahrt das Getriebe des BMW M4 DTM, und der zweimalige DTM-Champion rollte in der Boxengasse aus- Enttäuschung pur für den zweifachen DTM-Champion.

Und DTM-Rookie Harrison Newey? Der Brite feierte mit Platz fünf sein bisher bestes DTM-Resultat, Teamkollege Ferdinand Habsburg erreichte Platz sieben.

Pech bei Phoenix und Mike Rockenfeller: mißglückter Boxenstopp

Nach einem misslungenen, 26,4 Sekunden dauernden Boxenstopp aufgrund eines technischen Problems beim Wechsel des linken Vorderrads, fiel Mike Rockenfeller in Runde 13 vom vierten auf den letzten Platz zurück. Ärgerlich für Rockenfeller, der bis dahin eine bärenstarke Leistung zeigte.

Teamchef Ernst Moser verfolgte mit Entsetzen das Geschehen vom Audi-Kommandostand.

In einer spektakulären Aufholjagd gelang es dem ehemaligen DTM-Champion von 2013 jedoch, am Ende noch als Achter und somit in den Punkterängen die Ziellinie zu überqueren. Teamkollege Loïc Duval, der vom zehnten Platz gestartet war, bekam eine Fünf-Sekunden-Boxenstopp-Strafe wegen Frühstarts auferlegt und überquerte die Ziellinie letztlich als Zehnter.

Ergebnis Zolder I:

Zolder I Ergebnis ©ran, DTM

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