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DTM: Zolder kann kommen- wiederholt BMW Vorjahrestriumph in Belgien?

Philipp Eng feiert in Zolder Debütsieg DTM 2019 ©BMW

Wenn die DTM am Wochenende und die Woche darauf beim dritten ‚Double-Header‘ der Saison in Zolder gastiert, freut sich bei BMW Philipp Eng ganz besonders auf ein Wiedersehen.

Der Österreicher feierte nämlich beim Heimspiel seines BMW-Team RBM im Vorjahr seinen DTM-Premierensieg. „Ein Double-Header ist natürlich immer cool“, sagt Eng.

„Ich habe gute Erinnerungen an Zolder. Dort hatte ich im vergangenen Jahr mein stärkstes Wochenende, mit meinem ersten DTM-Sieg am Samstag und dem zweiten Platz am Sonntag“, so der Mondseer.

Eine Wiederholung seines Vorjahresauftritts würde auch der gesamten BMW-Mannschaft guttun. Die Münchner möchten die Audi-Phalanx brechen. Erst zwei Saisonsiege durch Sheldon van der Linde und Lucas Auer stehen auf dem Konto von BMW, weitere sollen im Endspurt der Meisterschaft folgen.

Philipp Eng mit Trophäen ©BMW

„Meinen ersten DTM-Sieg werde ich mein Leben lang nicht vergessen, und ich hoffe, dass ich am selben Ort, nur zu einer anderen Zeit, noch einmal einen Sieg feiern kann, und im Idealfall sogar mehrere. Ich freue mich drauf und kann es kaum erwarten, dass es losgeht“, fiebert der 28-jährige Österreicher dem siebten Rennwochenende entgegen.

Zolder: gutes Pflaster für BMW

Zolder war im Vorjahr ein gutes Pflaster für BMW. 17 Jahre dauerte die DTM-Rückkehr auf den belgischen Traditionskurs und Eng lieferte mit dem Sieg am Samstag und Platz zwei ein bärenstarkes Wochenende ab. Sein belgischer Teamchef Bart Mampaey, der nach Spa sein zweites Heimspiel in Zolder hat, brennt jedenfalls auf die Rückkehr nach Belgien.

„Unser erfolgreiches Heimspiel in Zolder im vergangenen Jahr ist unvergessen“, schwelgt Mampayey in Erinnerungen. „Am Samstag haben wir unseren ersten Sieg mit Philipp Eng gefeiert, dazu kam Joel Erikssons zweiter Platz.

Am Sonntag haben wir dann mit Sheldon van der Linde die Poleposition geholt, und Philipp fuhr mit Platz zwei auf dem Podium ein weiteres starkes Resultat ein. Es war ein großartiges Wochenende für uns als BMW-Team RBM“, schwelgt Mampaey in Erinnerungen.

Bart Mampaey BMW RBM ©BMW

„Wir konnten aber auch sehen, dass Zolder insgesamt für DTM-Autos ein fantastischer Kurs ist. Deshalb freuen wir uns sehr darauf, in diesem Jahr gleich einen Zolder-Doppelpack im Kalender zu haben. Wir werden zwei Wochenenden mit sicherlich spannenden Rennen erleben, und wir werden alles dafür tun, dass uns auch Zolder 2020 in bester Erinnerung bleiben wird.“

Zolder und BMW: ein Fall für die Geschichtsbücher

Zolder ist untrennbar mit der DTM verbunden und der „Geburtsort“ der Tourenwagenserie. Am 11. März 1984 wurde auf dem „Circuit Zolder“ das allererste DTM-Rennen ausgetragen. Am Ende siegte kein Geringerer als Harald Grohs im BMW 635 CSi , der sich als erster DTM-Sieger aller Zeiten für immer in die Geschichtsbücher des Motorsports eintrug.

Neben dem Sieg Engs am Samstag und Platz zwei tags darauf stach zudem Sheldon van der Linde im Qualifying heraus, der am Sonntag seine erste DTM-Poleposition gewann.

Für BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt geht es in der Schlussphase der DTM noch einige Ausrufezeichen zu setzen. Alle drei DTM-Titel 2020 gehen nach Ingolstadt.

In der Fahrermeisterschaft besitzen zwar Sheldon van der Linde und Marco Wittmann rein rechnerisch noch Chancen auf den Titel, doch die sind angesichts der Audi-Dominanz nur theoretischer Natur.

„Wir starten nun bereits in den Endspurt dieser sehr ungewöhnlichen und kompakten Saison“, so Marquardt vor dem ersten Zolder-Rennwochenende.

„Nach den Erfolgen im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr darauf, nach Zolder zurückzukehren und nun gleich zwei Rennwochenenden nacheinander auf dieser traditionsreichen Strecke zu fahren.

Unsere Zielsetzung lautet, in den verbleibenden Rennen das Geschehen ganz vorne an der Spitze mitzubestimmen und weitere Siege und Podiumsplatzierungen einzufahren. Wir alle, unsere Fahrer, Teams und Ingenieure, sind Vollblut-Racer und wir arbeiten intensiv daran, in dieser Saison noch ein paar Highlights zu setzen“, so der BMW-Verantwortliche.

Hier weitere Stimmen aus dem BMW-Lager:

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Wir haben die Pause nach dem Triple-Header in Assen und auf dem Nürburgring genutzt, um frische Kräfte zu sammeln und uns intensiv auf das letzte Drittel der Saison vorzubereiten.

Reinhold und Team RMG in Zolder ©BMW

In Zolder erwarten uns zwei interessante Rennwochenenden. Die Strecke ist ein Kurs alter Schule, und unsere Performance war dort im vergangenen Jahr insgesamt sehr gut. Zwar haben uns Safety-Car-Phasen und turbulente Rennverläufe nicht in die Hände gespielt, aber wir konnten sehen, dass uns die Strecke generell liegt und wir das Potenzial für Top-Ergebnisse haben.

Dies möchten wir in diesem Jahr in die entsprechenden Resultate umsetzen. Wir sind gerüstet für den Double-Header in Zolder.“

Marco Wittmann:
„Nach den intensiven Wochen mit dem DTM-Triple-Header und den Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife, inklusive des 24-Stunden-Rennens, konnte ich nun über ein freies Wochenende die Batterien wieder aufladen.

Jetzt geht es in den Double-Header in Zolder. Im vergangenen Jahr waren wir dort gut aufgestellt, hatten aber etwas ungünstige Situationen mit dem Safety Car. Sonst hätten wir vermutlich einen Doppelsieg für das BMW Team RMG einfahren können.

Deshalb hoffen wir auf ein gutes Wochenende, auch weil der Trend für uns als BMW Mannschaft insgesamt in den vergangenen Wochen aufwärts ging. Daran möchten wir anknüpfen und im letzten Saisondrittel noch einmal Highlights setzen und gute Ergebnisse einfahren.“

Timo Glock:
„Ich freue mich auf Zolder und ein weiteres Doppel-Wochenende. Diese Double-Header haben mir bisher immer viel Spaß gemacht. So viel im Auto zu sitzen, ist positiv.

Ich hoffe, dass wir in Zolder zwei gute Wochenenden haben werden und bin auch gespannt, was das Wetter macht. Das könnte dort natürlich ein Thema sein. Wir werden uns jedenfalls auf alle Bedingungen gut vorbereiten.“

Lucas Auer:
„Zolder ist für mich Neuland. Ich bin dort noch nie mit einem DTM-Auto gefahren, aber ich freue mich riesig auf die Strecke. Sie sieht richtig anspruchsvoll und technisch aus und ist eine Old-School-Strecke, was ich sehr cool finde.

Ich denke, dass das Qualifying wichtig wird, aber durch Push-to-Pass und DRS kann man durchaus wieder nach vorn fahren. Ich freue mich auf zwei spannende Wochenenden.“

Jonathan Aberdein:

„Nun stehen für uns bereits die letzten drei Rennen der Saison an, und die Zeit scheint so schnell vergangen zu sein. Es fühlt sich wie gestern an, dass wir in Spa waren, und jetzt starten wir in den Endspurt.

Wir haben in den vergangenen Rennen einige Fortschritte gemacht, und im vergangenen Jahr war Zolder für BMW insgesamt ein starkes Wochenende. Wir werden versuchen, die Pace, die die BMW dort hatten, zu wiederholen.

Ich denke, dass es sicherlich harte Wochenenden werden, mit teils tückischen Wetterbedingungen, aber auch mit der definitiven Chance auf einige gute Ergebnisse.“

Sheldon van der Linde:

„Ich freue mich schon sehr darauf, nach Zolder zurückzukehren. Ich verbinde mit dieser Strecke viele besondere Erinnerungen, nachdem ich dort im vergangenen Jahr meine erste DTM-Poleposition geholt habe.

Von daher liegt mir persönlich die Strecke sehr gut. Ich mag sie sehr, und sie ist definitiv eine meiner Lieblingsstrecken im Kalender. Ich denke, dass wir unter den gegebenen Umständen bisher eine recht starke Saison hatten.

Wir liegen auf Platz vier der Fahrerwertung, und darauf können wir aufbauen. Natürlich müssen wir weiter pushen, aber wir haben das Momentum auf unserer Seite und werden alles dafür geben, erfolgreiche Wochenenden zu haben und ganz vorne an der Spitze ins Ziel zu kommen.“

 

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