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DTM: BMW-Piloten Auer und Eng kämpfen um Formel-E-Cockpit

Entscheidung definitiv nicht überstürzen

Die Formel E-Saison geht erstmalig als FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft am 16. Januar 2021 in ihre siebte Saison.

Mit Audi, BMW, Mercedes und Porsche stehen erneut vier deutsche Autohersteller am Start. Bei Mercedes (Stoffel Vandoorne)/Nyck de Vries) und Porsche (AndreLotterer/Pascal Wehrlein) sind die Cockpits für die neue Saison bereits fix vergeben, im Hause Audi und BMW geht die interne Suche nach einem Piloten los.

Maximilian Günther fährt nach seinem erfolgreichen Premierenjahr bei BMW ein weiteres Jahr für die Münchner. Doch wer beerbt Alexander Sims? Der Brite wechselte nach zwei Formel-E-Saisons bei BMW zum indischen Rennstall Mahindra.

Bekommt Günther, der die deutsch-österreichische Doppelstaatsbürgerschaft besitzt, einen Landsmann als Teamkollegen? Mit Lucas Auer und Philipp Eng positionieren sich schon mal zwei heiße Anwärter für den vakanten Sitz im BMW-Cockpit.

Die beiden Österreicher zählen als Werkspiloten zum fixen BMW-Aufgebot in der DTM.

Lucas Auer: ein DTM-Saisonsieg für BMW

Nach der Rettung der DTM mit neuem GT3-Reglement bieten sich gleich mehrere Optionen für den 26-jährigen Kufsteiner an. „Es gibt noch keine Diskussionen darüber“, lässt sich Auer gegenüber ‚bildpresse2010.blog‘ nicht aus der Reserve locken.

„Ich habe mit niemanden gesprochen, da es noch eine ganze Reihe von Fragezeichen gibt. Es ist kein Geheimnis, dass ich BMW vertraue und ich glaube, dass wir einen guten Weg für uns beide finden werden“, sagt Auer.

Fakt ist: der Tiroler fungierte beim Formel-E-Saisonfinale in Berlin als Ersatzfahrer für BMW.  Ein Engagement in der Elektro-Rennserie wäre Auer nicht abgeneigt. „Wenn es die Formel E wird, sage ich ‚Ja‘, wenn es etwas anderes wird, ist es auch gut, solange ich auf einen hohen professionellen Niveau Rennen fahre“, sagt der Österreicher.

In der DTM feierte Auer in seinem Premierenjahr für BMW bisher ein gelungenes Comeback. Der Sieg am Lausitzring war das Highlight in dieser Saison und dürfte seine Chancen auf ein Formel-E-Cockpit sicherlich fördern. Weitere Siege anhand der dominierenden Audi-Konkurrenz scheinen schwierig, aber nicht unmöglich. „Lucas hat in seinem ersten Jahr bei uns als neuen Hersteller ziemlich gut abgeschnitten“, erteilt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt dem Tiroler ein Sonderlob.

Philipp Eng: seit Jahren Formel-E-Fan

Doch Auer bekommt Konkurrenz im eigenen DTM-Lager. Landsmann Philipp Eng schielt ebenfalls auf den vakanten BMW-Sitz. „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich mich wirklich sehr für die Formel E interessiere“, sagt Eng auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘.

Philipp Eng (AUT), BMW,DTM Nürburgring 2019 ©BMW

„Ich finde sie eine großartige Serie, ich mag die Wettbewerbsfähigkeit, vergleichbar mit der DTM. Mich fasziniert die Technologie, die dahintersteckt. Das weiß auch BMW“, so der 30-jährige Mondseer.

Eng würde sich der Herausforderung Formel E stellen, der Österreicher verfolgt die Serie schon seit längerem. „In diesen Zeiten muss man für alles offen sein und ich war immer ein Fan der Formel E“, sagt Eng. „Zu 100 Prozent bin ich daran interessiert, nächstes Jahr Rennen in der Formel E zu fahren. Ob das passiert oder nicht, weiß ich nicht. Ich kann es nicht kommentieren. Die Formel E steht aber definitiv auf meinem Radar, nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren“, erklärt der gebürtige Salzburger.

In der aktuellen DTM-Saison wartet Eng immer noch auf seinen ersten Saisonsieg. Mit Platz vier zuletzt am Nürburgring erzielte der gebürtige Salzburger sein bisher bestes Saisonergebnis.

BMW-Motorsport Jens Marquardt: Sommerurlaub in Österreich

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt lässt sich nicht in Karten schauen, wer das begehrte Cockpit ergattert. „Ich kann noch nicht sagen, wer neben Max Günther an den Start geht“, sagt Marquardt gegenüber ‚bildpresse20120.blog‘.

„Wir werden die Entscheidung definitiv nicht überstürzen. Unsere beiden österreichischen Piloten Auer und Eng fahren noch in der DTM und haben dort einen Job. Wir müssen in dieser Saison noch etwas beweisen und ich zähle in dieser Hinsicht auch sehr auf beide Fahrer.

Wir versuchen definitiv, die beste Lösung zu finden, aber gleichzeitig sollten sich die Fahrer, die an Programmen wie dem jetzigen beteiligt sind, eindeutig auf diese Programme konzentrieren. Dann sehen wir, was die Zeit bringt“, so der Schwabe.

Jens Marquardt BMW ©BMW

Im Klartext: sowohl Auer als auch Eng sollen in der DTM für Furore sorgen. Marquardt verrät, dass beide Österreicher in Testfahrten für die Formel E eingebunden sind. „Beide Fahrer haben bereits getestet, und wir haben sie zudem im Simulator testen lassen, aber das haben auch Wittmann und andere Fahrer getan“, so Marquardt.

Eine Entscheidung für das freie BMW-Cockpit ist noch nicht gefallen, aber offenbar kommen mehrere BMW-Fahrer ins hauseigene Auswahlverfahren. „Jeder Fahrer, der sich in unserem Raster befindet, hat eine Chance. Wir suchen nach der insgesamt besten Lösung. Die Fahrer-Entscheidung wird getroffen, wenn es wirklich soweit ist“, lässt der 53-jährige BMW-Verantwortliche wissen.

Jedenfalls zeigt sich Marquardt mit beiden österreichischen Fahrern zufrieden. „Philipp kommt jetzt auch viel besser auf Touren“, so Marquardt. Und noch eine Besonderheit spricht für einen weiteren österreichischen Formel-E-Piloten bei BMW. „Ich leistete meinen persönlichen Beitrag dazu, indem ich meine einzige Woche Sommerferien in Österreich verbrachte“, verrät Marquardt schmunzelnd. Tu felix Austria…

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