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DTM: Neue DTM 2021- Audi-Teams zeigen Interesse, Wittmann hofft auf Norisring-Rennen

Müller und Frijns©Audi

Die DTM stellt sich für 2021 neu auf. ITR-Boss Gerhard Berger präsentierte am Samstagnachmittag den Medienvertretern die Pläne für das kommende Jahr.

Auf der Plattform GT3 baut der Tiroler unter seiner Federführung die neue DTM auf. Kundensport lautet das neue Zauberwort der Serie.

Dabei hofft der 61-jährige Berger die aktuellen Audi-DTM-Teams Abt, Rosberg und Phoenix mit auf die Reise nehmen zu können, etablierte Rennställe wie Schnitzer oder Zakspeed könnten folgen.

Die drei Audi-Teams Abt, Rosberg und Phoenix signalisieren grundsätzlich Bereitschaft, in der DTM unter geänderten Vorraussetzungen mitzumachen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Rahmenbedingungen und das technische Reglement müssen noch genauer abgesteckt werden. Zu viele Parameter sind noch unbekannt, die Finanzierung das Hauptdilemma.

Phoenix-Team

„Wir fahren seit 20 Jahren in der DTM und wenn die DTM weitermacht, wird Phoenix sicherlich versuchen, dabei zu bleiben“, sagt Phoenix-Teamchef Ernst Moser. Die Sponsorensuche wird nicht gerade einfach in COVID-19-Zeiten.

„Wir beginnen jetzt damit“, so Moser. „Für uns alle sind die Neuigkeiten frisch, wir arbeiten zusätzlich hart am LMP-Programm für das nächste Jahr. Von jetzt an starten wir ein Paket für die DTM-Plattform  zu schnüren. Ich werde bei allen Plänen pushen, denn man weiß ja nicht, was die Zukunft in den nächsten zwei, drei Jahren bringt. Ich arbeite an allen Optionen“, so der Phoenix-Teamchef.

Mosers Schützlinge Mike Rockenfeller und Loic Duval sind jedenfalls happy, dass die DTM 2021 weiterlebt. Für einen Verbleib in der neuen GT-Pro-Plattform sei es allerdings noch zu früh. „Für mich generell positiv, es ist cool, dass es eine Zukunft der DTM gibt“, sagt Rockenfeller.

Ähnlich sieht es Teamkollege Duval, der in der Vergangenheit im GT-Sport nicht zu finden war. „Es ist die Option für alle Fahrer“, so Duval. „Ich bin bisher nie in diesen Markt gewesen. Es ist nicht etwas, das ich in den vergangenen Jahren machen konnte und das ich wirklich tun wollte. Es hängt von der Plattform ab“, so der Franzose.

Es geht um die Finanzierbarkeit der Teams und ob Fahrer auch bezahlt werden können. „95% der DTM-Fahrer werden bezahlt“, weiß Duval. „Wir müssen abwarten, wie es nächstes Jahr läuft. Wie sieht das Packet aus, das die Hersteller den privaten Teams geben werden? Wollen sie ‚Pay-Driver‘ oder Fahrer, die sie bezahlen? Selbst wenn wir Rennsport lieben, können wir es nicht umsonst machen“, gibt der Franzose zu bedenken.

Rosberg-Team:

Im Team von TItelverteidiger Rene Rast gibt es positive Tendenzen, in der DTM 2021 weiterzumachen. „Natürlich ist es eine Option, aber es gibt noch einige Fragezeichen, die mit der ITR geklärt werden müssen“, sagt Rosberg-Teamchef Kimmo Liimatainen.

„Wir müssen natürlich Gespräche mit Audi führen, was passiert. Wir sind hoffnungsvoll, dass wir die Dinge dort vorantreiben können, aber es ist noch zu früh, um dies zu sagen“, erklärt der Finne.

Beim Rosberg-Team stellt man sich vorwiegend die Frage, wie finanziert sich das Ganze.  „Fahrer müssen bezahlt werden, viel Logistikarbeit wartet auf uns, die Reifenfinanzierung bleibt noch offen“, erklärt Liimatainen, der keine genauen Zahlen nennen kann.

Abt-Team:

Abt-Teamchef Thomas Biermeier bekennt sich zur neuen DTM. „Wir sind seit 2000 Teil der DTM, wenn das Paket gut ist, wollen wir nächstes Jahr dabeisein“, sagt Biermeier.

Biermeier_Modlinger_HJ_Abt (c)ABT Sportsline

„Wir haben vollstes Vertrauen in Gerhard und sein Team, er hat hart dafür gekämpft, die DTM am Leben zu erhalten. Wenn man die Chance bekommt, wollen wir ganz klar dabei sein. Wir brauchen das richtige Pakert, die richtigen Fahrer, Partner und Sponsoren sind sowoeso klar, aber wir sind sehr interessiert“, erklärt der Abt-Teamchef auf nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘

Im Lager von BMW hat man die frohe Kunde von Gerhard Berger ebenfalls sehr positiv aufgenommen. Man sei froh, dass die DTM weitermachen kann, hieß es unisono bei den BMW-Piloten. Für deren Verbleib in der GT-Pro-Serie sei es noch zu früh, ein Engagement hat noch niemand in der Tasche.

Marco Wittmann: Hoffen auf ein Comeback des Norisring

„Wir müssen schauen, was BMW 2021 macht, ob es eine Option ist“, so der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann. „Ich muss warten, wie BMW sich entscheidet, wohin wir gehen und was wir für 2021 machen werden“, lässt der Franke seine Zukunft in der neuen DTM offen.

Marco Wittmann, SUPER GT x DTM Dream Race ©Super GT

Einen großen Wunsch hat Wittmann dann doch, der auf ein Comeback des Norisring mit der DTM setzt. „Der Norisring war immer ein großartiger Ort für coole Rennen mit den vielen Zuschauern“, sagt der 30-Jährige auf Nachfrage von ‚bildpresse2010.blog‘.

„Daher hoffe ich wirklich, dass der Norisring nächstes Jahr wiederkommen kann, denn sie haben dieses Jahr unter COVID-19 sehr gelitten, es war alles sehr, sehr schwierig.

Es war also ein bisschen schade, und ich hoffe sehr, dass der Motorsportclub Nürnberg (MCN) im nächsten Jahr wieder Rennen abhalten wird. Was auch immer ich tun werde, das ist sowieso noch nicht klar, aber falls ich nicht auf dem Norisring fahren würde, versuche ich, auf jeden Fall dabei zu sein, um wenigstens das zu unterstützen“, erklärt Wittmann, selbst Mitglied im MCN.

 

 

 

 

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