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DTM: Wetterchaos in Assen: Sensationssieg von van der Linde

Van der Linde P2 am Lausitzring ©BMW

Sensationssieg in Assen. BMW-Pilot Sheldon van der Linde feierte beim Wetterchaos in den Niederlanden seinen Premierensieg vor den beiden Audi-Piloten Robin Frijns und Nico Müller. Es ist der erste DTM-Sieg eines Südafrikaners.

„Ja Wahnsinn“, jubelte van der Linde. „Es ist unglaublich, der erste DTM-Sieg ein unglaubliches Gefühl. Wer hätte das gedacht“, so der 21-jährige Südafrikaner.

Regen sorgte in Assen für Casino. Van der Linde ging schon nach zehn Runden zum Boxenstopp, der Schlüssel zum Erfolg.

Assen im Nassen war nichts für schwache Nerven. Ein Regenkrimi, den BMW überraschend für sich entschied. Denn Samstagssieger Robin Frijns sah schon wie der sichere Sieger aus, ein Vorsprung von über elf Sekunden für den Niederländer über weite Strecken des Rennens sahen den Abt-Piloten erneut ganz oben auf dem Siegerpodest.

Doch völlig unbemerkt und mit einer perfekten Strategie gelang es van der Linde, den Audi-Piloten die Suppe zu versalzen.

Start: Duval vor Frijns

Es schüttete aus Eimern in Assen, ein Regenrennen war angesagt. Pole-Setter Rene Rast vergeigte den stehenden Start, Loic Duval und Robin Frijns gingen an den Titelverteidiger in der ersten Kurve vorbei.

Ferdinand Habsburg erwischte erneut einen Raketenstart, setzte sich vor Tabellenführer Nico Müller auf Plartz vier.

BMW-Pilot Robert Kubica war der erste Fahrer, der in Runde sieben bereits zum Pflichtboxenstopp hereinkam- am Ende gab es nur Platz 14 für den Polen.

Während Müller an Habsburg in der Anfangsphase festhing, wechselte van der Linde schon nach zehn Runden seine Reifen. Das sollte sich später auszahlen.

In der Zwischenzeit übernahm Frijns die Führung, der Duval auf der Start-Ziel-Geraden locker vorbeiging. Müller vollzog das Gleiche mit Habsburg-Platz vier.

Während Frijns auf und davon flog und sich dem Verfolgerfeld entledigte, brannte BMW-Pilot Timo Glock ein Feuerwerk mit Regenreifen ab.

Der Deutsche konnte im Dreikampf zwischen Duval, Rast und Müller eingreifen und lag nach 16 Runden auf Platz vier.

Duval: Wollte Slicks

Eine Runde später eine kuriose Szene beim Boxenstopp von Duval. Der Franzose wollte trotz Regenwarnung Slicks, schimpfte ins Live-Mikrophon bei SAT.1. Seine Mechaniker zogen ihm dennoch Regenreifen auf- wiesich später herausstellte, die richtige Entscheidung. Am Ende durfte sich Duval über Platz vier freuen.

Nach 20 Runden sah das Zwischenergebnis wie folgt aus. Frijns hatte einen komfortablen Vorsprung von über elf Sekunden Vorsprung herausgefahren, Dahinter passierte Glock Tabellenführer Müller und lag überraschend auf Platz zwei.

Vom Spitzertrio ging zuerst Müller an die Box für neue Regenreifen, kurz danach folgten auch Frijns, Glock und Rast. Das grösste Risiko ging Mike Rockenfeller ein, der auf Slicks setzte- der Phoenix-Pilot verzockte sich damit.

Doch in Führung lag plötzlich van der Linde, der die Gunst der Stunde nutzte.

Safety-Car nach Scherer-Abflug

Auch die beiden WRT-Piloten Fabio Scherer und Harrison Newey setzten aufs falsche Pferd, sprich Reifen. Beide liesen sich Slicks aufziehen, mit fatalen Folgen. Scherer krachte in den Reifenstapel, sein Auto war völlig ruiniert. Das Safety-Car musste ausrücken.

Elf Minuten vor Rennende zeigte die Rennleitung Rote Flagge. Das verunfallte Scherer-Auto musste erst sicher geborgen werden. Beim Restart ließ sich van der Linde nicht beirren und brachte den Sieg sicher vor Frijns und Müller nach hause.

Was für ein großer Tag für den Südafrikaner und BMW.

Ergebnis Rennen 2 in Assen:

Result Assen R2 ©dtm, wige

 

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