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DTM: Audi-Festspiele in Assen, Local Hero Robin Frijns feiert Premierensieg

Robin Frijns siegt in Assen ©DTM ran

Lokalmatador Robin Frijns feierte endlich seinen Premierensieg in der DTM. In Assen gewann der Niederländer vor seinen Audi-Markenkollegen Loic Duval und Nico Müller.

Dahinter komplettierten Mike Rockenfeller und Rene Rast den Audi-Fünfacherfolg. Bester BMW-Pilot wurde Jonathan Aberdein als Sechster.

„So happy“, jubelte Frijns. Der 28-jährige Abt-Pilot hat es geschafft und vor heimischer Kulissen seinen ersten Sieg eingefahren.

Was für Audi-Festspiele in Assen. Gleich fünf Auto aus Ingolstadt belegten die Plätze eins bis fünf. „Wie sahen fantastisches Rennen da draußen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass nach dem dritten Fünffacherfolg von Audi in dieser Saison.

BMW war irgenwo im Niemansland, konnte in keiner Rennphase vorne mitfahren.

Held des Tages war zweifellos Robin Frijns. „Ich habe mich die ersten zwei, drei Runden schwer getan. Es war nicht einfach, ich freue mich sehr über den Sieg“ sagte Frijns ins SAT.1-Mikrophon.

Sechs Runden vor Rennende setzte Frijns, der von Startplatz zwei ins Rennen ging, zum entscheidenden Manöver an. Mit Zusatzleistung schnappte sich der Abt-Pilot Pole-Setter Duval und gab trotz heftiger Gegenwehr des Franzosen den Sieg nicht mehr her.

Aufregung am Start

Schon zu Startbeginn gab es große Aufregung im Audi-Lager. Jamie Green hatte technische Probleme, kam bei der Einführungsrunde gar nicht erst vom Fleck. Was für ein Pech für den Briten.

Start Assen DTM mit Green Problemen ©DTM, ran

Greens Arbeitsgerät, der Audi RS 5 DTM, konnte nicht rechtzeitig von der Startlinie weggeschoben werden, die Rennleitung entschied sich für eine weitere Einführungsrunde.

Pole-Setter Duval erwischte einen glänzenden Start, bog als Erster in die erste Kurve ein. Dahinter verzeichnete WRT-Pilot Ferdianand Habsburg einen Raketenstart, ging an Frijns und Nico Müller vorbei auf Position zwei. Dahinter konnte Rast, der von Platz sechs ins Rennen ging, zwei Plätze gutmachen, ging an Mike Rockenfeller und Nico Müller vorbei auf Platz drei.

Frijns holte sich in Runde zwei P2 zurück, ging mühelos an den Österreicher Habsburg vorbei.

Fabio Scherer: Durchfahrtsstrafe nach Wittmann-Kollision

In Runde sechs bekam WRT-Pilot Fabio Scherer eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Der Schweizer ‚küsste‘ das Heck des zweifachen DTM-Champions Marco Wittmann, der sich daraufhin drehte- ein gebrauchter Arbeitstag für den BMW-Piloten.

Während Scherer seine Strafe absolvierte, ging Titelverteidiger Rene Rast vorbei an Habsburg auf P3. Zu diesen zeitpunkt war Philipp Eng bester BMW-Pilot, konnte aber nach vorne nichts ausrichten.

Tabellenführer Nico Müller, der mit Babyaufkleber auf seinen Audi RS 5 DTM ins Rennen ging, schnappte sich P5 in Runde acht, als er Habsburg passierte. Drei Runden später ging auch Rockenfeller an den Salzburger vorbei.

Und BMW? Die Münchner waren weit weg von der Musik. Jonathan Aberdein lag nach zwölf Runden als bester BMW-Pilot auf Platz sieben.

Während es Jamie Green noch einmal auf die Strecke wagte, um seinen Audi für morgen zum zweiten Rennen vorzubereiten, gingen die ersten Pflichtboxenstopps los.

Als Erster ging die BMW-Armada um Eng, Lausitzring-Sieger Lucas Auer und Timo Glock in die Box, um neue Reifen zu holen. Einziger Audi-Pilot war Harrison Newey, derbenfalls an die Box kam.

Der Führende Duval bog in Runde 17 von der Spitzengruppe als Erster in die Box, die Reifen des Franzosen waren ziemlich verschlissen-Blistering setzte ein.

Eine Runde später reagierten auch Müller und Rast, die gleichzeitig in die Abt- bzw. Rosberg-Box einbogen. Dabei hatte der Tabellenführer Glück, denn mit durchdrehenden Rädern blieb er eine Spur vor Rast, ein mögliches Unsafe Release wurde von der Rennleitung verneint.

Frijns kam wiederum eine Runde später zum Reifenwechsel. Als Letzter des Spitzenquintetts holte sich Rockenfeller neue Reifen ab, die ihm im Schlussspurt noch P4 einbrachten.

Im Mittelfeld gab es einen internen österreichischen Dreikampf mit Habsburg, Eng und Auer um P7. Gegen Rennende wurde aus dem Vier- ein Fünfkampf um die Podiumsplätze. Mit frischeren reifen ging Frijns an den Führenden Duval vorbei, der sich zwei Runden lang vehement wehrte, seinerseits den Premierensieg herzugeben.

Frijns machte immer wieder die Lücke zu und ließ Duval trotz Überholhilfen mit DRS und Push-to-Pass nicht die Möglichkeit zum entscheidenen Angriff.

Während Frijns seinen ersten DTM-Sieg entgegensteuerte, musste Rast mit abbauenden Reifew noch Rockenfeller ziehen lassen. P5 am Ende für den Titelverteidiger.

Tabellenführer Müller sah sich das Duell um den Sieg aus P3 an, 15 sichere Meisterschaftspunkte waren dem Schweizer lieber, als nochmals um den Sieg einzugreifen.

Robert Kubica: erster DTM-Punkt

Für BMW war es nach dem Sieg von Auer am Lausitzring ein Rückfall in Assen. Immerhin schaffte Aberdein als bester BMW-Pilot P7, doch die Audi-Dominanz war erdrückend. So musster sich Sheldon van der Linde und Timo Glock mit den Plätzen acht und neun zufriedengeben.

Lichtblick bei Robert Kubica, der im Kunden-BMW mit P10 seinen ersten DTM-Punkt erzielte.

„Sportlich konnten wir leider nicht an unsere Leistung vom Lausitzring anknüpfen“, sagte Rudolf Dittrich, BMW-Verantwortlicher. „Bereits im Qualifying hatten wir nicht die Pace, die wir erwartet hatten.
Im Rennen haben wir dann nach den Erfahrungen aus den Trainings zu Beginn sehr stark auf die Reifen aufgepasst. Wir müssen nun analysieren, ob wir eventuell sogar zu vorsichtig waren. Leider ist es uns nicht gelungen, uns wie im bisherigen Saisonverlauf im Rennen deutlich zu steigern. Mit Blick auf morgen müssen wir zusehen, bereits im Qualifying besser dazustehen. Glückwunsch an Robin Frijns zum Sieg“, so Dittrich.
Meisterschaft: klare Audi-Angelegenheit
In der Meisterschaft führt Müller mit 149 Punkten vor Frijns mit 119 Punkten, der Titelverteidiger Rast mit 107 Zählern überholt hat. Platz vier hat Duval mit 57 Punkten übernommen, Glock als bester BMW-Pilot mit 54 Punkten liegt auf Position fünf.

Ergebnis 7.Lauf Assen:

Ergebnis Assen R1 2020 ©DTM

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