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DTM: BMW mit Rückenwind nach Assen- Triple-Header grosse Herausforderung

Auer vor Glock am Lausitzring ©BMW

Am Wochenende gastiert die DTM in Assen. BMW kommt nach dem Sieg durch Lucas Auer auf dem Lausitzring mit viel Rückenwind in die Niederlanden. Danach folgen zwei Rennwochenenden hintereinander am Nürburgring- der erste Triple-Header der DTM überhaupt.

Geschuldet dem engen Terminkalender auf Grund der Covid-19-Pandemie. Viel Zeit zum Luftholen bleibt den DTM-Akteuren also nicht. „Speziell nach dem Erfolg am Lausitzring freue ich mich nun riesig auf den Triple-Header“, so Auer.

„Assen wird in der DTM Neuland für mich, aber ich denke, dass es eine richtig coole Show wird. Das Reifenmanagement wird wieder eine Herausforderung.

Es ist klasse, dass wir dort Fans vor Ort haben können, und ich hoffe, dass wir ihnen zwei spektakuläre Rennen bieten können. Der Nürburgring ist sowieso eine meiner Lieblingsstrecken. Vor allem auf der langen Variante sollten wir tolle Rennen erwarten. Der Triple-Header wird eine Challenge, aber als Rennfahrer sitzt du am liebsten im Auto, und das kann ich in den nächsten Wochen machen“, fügt der Kufsteiner hinzu.

Drei Wochenenden, drei Rennveranstaltungen – das kommt auch nicht alle Tage vor. In Assen können erstmals in dieser Saison Fans die Rennen live von den Tribünen aus erleben. Je Renntag sind 10.000 Zuschauer an der Rennstrecke zugelassen.

Mammutprogramm für Wittmann, Eng, Auer und van der Linde

Für die vier BMW-Fahrer Marco Wittmann, Philipp Eng, Lucas Auer und Sheldon van der Linde geht es nach dem DTM-Triple-Header ohne Pause gleich weiter: sie sind direkt eine Woche später beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings (26./27. September) im GT-Auto für BMW im Einsatz.

Marco Wittmann Sieg 2019 Assen ©BMW

„Jetzt haben wir jede Woche Rennen, da bist du tatsächlich sehr beschäftigt“, sagt Wittmann auf Nachfrage von ‚bildpresse.blog‘ ob des Mammutprogramms in den kommenden Wochen. „Es ist tatsächlich die Leidenschaft, die wir so lieben- Rennen zu fahren. Es ist für mich wirklich kein großes Problem, vom DTM- ins GT-Auto zu springen“, erklärt der Fürther.

Mit dem legendären „TT Circuit“ in Assen kommt eine Strecke, auf der BMW im Vorjahr eine gute Figur abgab. Dabei sorgte vor allem Wittmann für Aufsehen. Am Samstag holte er die Poleposition und den Sieg, am Sonntag fuhr er mit einer beeindruckenden Aufholjagd vom letzten Startplatz aus als Zweiter auf das Podium.

„Die Vorfreude auf den Triple-Header ist natürlich groß“, so Wittmann. „Das ist etwas Besonderes, denn drei aufeinanderfolgende Rennwochenenden hatten wir in der DTM noch nie.

Assen war im vergangenen Jahr mit den Plätzen eins und zwei mein stärkstes Wochenende, und ich habe die erste DTM-Pole und den ersten DTM-Sieg in Assen überhaupt geholt. Es ist eine Strecke mit schnellen Kurven, also genau das, was mir sehr entgegenkommt und gut gefällt.

Dann zweimal Heimrennen für mein BMW Team RMG, auf zwei verschiedenen Streckenvarianten, das ist auch etwas ganz Besonderes, und wir haben dort auch schon in der Vergangenheit Heimsiege eingefahren. Ich hoffe, dass wir den Schwung vom Lausitzring mitnehmen, auch wenn es für mich persönlich dort am zweiten Sonntag nicht ganz so gut lief.

Doch für BMW war es ein Erfolgserlebnis, und das möchten wir in den anstehenden Triple-Header mitnehmen. Hoffen wir auf gute Ergebnisse und viele Punkte“, so der zweifache DTM-Champion.

Für BMW gilt es, den Aufschwung vom Lausitzring mitzunehmen und weiter näher an Audi herasnzukommen. Dazu müssen im Qualifying einfach bessere Ergebnisse kommen.

Jens Marquardt BMW ©BMW

„In Assen starten wir in intensive Wochen in der DTM“, sagt BMW-Boss Jens Marquardt. „Nach dem Double-Header auf dem Lausitzring erwartet uns nun zum ersten Mal ein Triple-Header mit drei Events an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden in Assen und auf dem Nürburgring.

Der Doppelsieg mit Lucas Auer und Timo Glock am zweiten Lausitzring-Sonntag war für uns alle nach dem schwierigen Saisonstart sehr wichtig. Dennoch wissen wir, dass wir weiter hart arbeiten müssen, um die Lücke zu Audi ganz zu schließen.

Dies gilt vor allem in Sachen Qualifying-Performance. Das Ziel lautet, von den Plätzen ganz vorn in die Rennen zu gehen und diese Ausgangslage dann in Siege und Podiumsplätze umzusetzen.

Wir freuen uns sehr, dass in Assen zum ersten Mal in dieser Saison Zuschauer auf den Tribünen mitfiebern können. Die Fans machen die Atmosphäre in der DTM aus, und wir danken allen Beteiligten, die dies möglich gemacht haben“, sagt Marquardt.

Nach den Läufen in Assen reisen die BMW-Teams direkt weiter an den Nürburgring. Dort wird, wie bereits am Lausitzring, auf zwei verschiedenen Streckenvarianten gefahren. Die fünfte Runde der DTM-Saison 2020 wird auf dem 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs ausgetragen, Runde sechs eine Woche später auf der 3,629 Kilometer langen Kurzanbindung.

Hier weitere Stimmen aus dem BMW-Lager:

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Nach dem Doppelsieg mit Lucas Auer und Timo Glock am zweiten Sonntag auf dem Lausitzring starten wir mit Rückenwind in den anstehenden Triple-Header. Los geht es in Assen, wo Marco Wittmann im vergangenen Jahr sehr erfolgreich war.

Danach freuen wir uns auf unser doppeltes Heimspiel auf dem Nürburgring. Ein Triple-Header auf zwei verschiedenen Rennstrecken ist logistisch eine Herausforderung, und auf unser Team warten arbeitsreiche und anstrengende Wochen. Doch wir sind bereit dafür und möchten dort weitermachen, wo wir auf dem Lausitzring aufgehört haben.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„Ein Triple-Header auf zwei verschiedenen Rennstrecken – das ist für uns in der DTM etwas Neues und eine spannende Herausforderung. Zum einen logistisch, denn uns bleibt nicht viel Zeit für den Abbau, die Reise von Assen an den Nürburgring und den folgenden Aufbau dort.

Zum anderen hat das Team zwischen den einzelnen Veranstaltungen kaum Gelegenheit zum Durchatmen. Doch für uns als Racer macht genau das den Reiz aus. Die spannende Frage ist auch, welche Bedingungen uns erwarten werden. Denn sowohl Assen als auch der Nürburgring sind bekannt für wechselhaftes Wetter.

Unser Ziel ist, mit unseren drei Fahrern Philipp Eng, Sheldon van der Linde und Jonathan Aberdein bei allen Bedingungen gut gerüstet zu sein. Wir möchten an Sheldons Podiumsplatz in der Lausitz anknüpfen und arbeiten hart, um allen drei Fahrern zu ermöglichen, um die vordersten Plätze zu kämpfen.“

Timo Glock (c)BMW

Timo Glock:
„Der Triple-Header in der DTM ist etwas Einzigartiges. Ich freue mich schon sehr darauf, weil das bedeutet, dass wir viel Zeit im BMW M4 DTM verbringen werden. Gleichzeitig sind es aber auch drei wichtige Wochenenden, die wahrscheinlich generell für die Richtung in der Meisterschaft entscheidend sein werden.

Ich freue mich aber auch auf die Herausforderung mit drei Rennwochenenden auf drei speziellen Rennstrecken. Assen mit den vielen Highspeedkurven, sehr schnell, herausfordernd. Zudem weiß man auch nie so richtig, was das Wetter dort macht – wie auch am Nürburgring. Dort fahren wir dann auf beiden Streckenvarianten, einmal lang und einmal kurz.

Für mich ist es das erste Mal im DTM-Auto auf dem Grand-Prix-Kurs. Ich freue mich darauf und bin sehr gespannt, wie wir die drei Wochenenden meistern werden. Ich hoffe, dass wir an das Positive vom Lausitzring anknüpfen können, vom Speed her dabei sind und einen weiteren Schritt nach vorn machen.“

Philipp Eng:
„Der Triple-Header wird sehr aufregend. Wir werden sehr viel unterwegs sein, aber ich freue mich auf die Herausforderung. Wir haben uns beim Test auf dem Nürburgring sehr gut vorbereitet, und in Assen waren wir im vergangenen Jahr auch ganz gut dabei.

Ich bin guter Dinge, obwohl mein letztes Rennwochenende am Lausitzring nicht so gut war. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns stark präsentieren werden.“

Jonathan Aberdein:
„Wir kommen gerade aus dem Double-Header auf dem Lausitzring, wo BMW insgesamt eine gute Pace hatte und gute Ergebnisse eingefahren hat, vor allem am zweiten Wochenende mit Platz eins und zwei am Sonntag.

Daher gehen wir also mit der Zuversicht in den anstehenden Triple-Header, dass wir auf den BMW Ergebnissen vom Lausitzring aufbauen können. Ich persönlich bin auch optimistisch für Assen und die beiden Events auf dem Nürburgring, da am zweiten Lausitzring-Wochenende meine Pace im Trockenen recht stark war.

Ich freue mich also schon sehr darauf. Ich glaube, es ist überhaupt der erste Triple-Header in der DTM. Es wird eine Herausforderung, aber ich bin auch schon sehr aufgeregt.“

Sheldon van der Linde:
„Ich denke, dass wir am Lausitzring zwei sehr positive Wochenenden hatten, inklusive meines ersten DTM-Podiums. Leider ist es uns am zweiten Wochenende nicht gelungen, unsere starke Performance in die entsprechenden Ergebnisse umzusetzen, aber das ändert nichts an meiner Motivation.

Nun bin ich mehr als bereit für Assen, was neben Spa zu meinen Lieblingsstrecken im Kalender gehört. Als Fahrer kann ich es kaum erwarten, dorthin zurückzukehren. Und ich kann es auch kaum erwarten, die Fans wieder mit dabei zu haben. Das wird etwas ganz Besonderes, und ich denke, dass uns das realisieren lässt, wie sehr wir sie vermisst haben und welche Rolle sie für unseren Erfolg spielen.

Ich hoffe, dass wir ein paar Podiumsplätze mit ihnen teilen können, das wird unser Ziel sein. Ich möchte viele weitere Punkte einfahren, das Auto ist jetzt konkurrenzfähig, und wir machen Fortschritte. Ich hoffe, dass wir das an den kommenden Wochenenden fortsetzen und auf das Podium fahren können.“

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