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DTM: Marco Wittmann nach P3: „Um den Titel zu kämpfen, davon sind wir aktuell weit entfernt.“

Marco Wittmann BMW Podium ©BMW

Jubiläum für BMW. Marco Wittmann hat im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring einen Podiumsplatz mit P3 erreicht. Es war zugleich das 300. Podium für BMW in der DTM-Historie.

Wittmann musste sich nur Rene Rast und Nico Müller geschlagen geben. Der Franke verbesserte sich durch einen starken Start im BMW M4 DTM und ein spätes Überholmanöver gegen Robin Frijns (Audi) von Position sieben bis auf den dritten Rang. 

„Ich hatte einen extrem guten Start und eine super erste Runde, in der ich schon auf Platz drei war. Dann habe ich mit Robin Frijns und René Rast um die Führung gekämpft“, sagte Wittmann.

In der vorletzten Runde bin ich schließlich noch an Robin vorbeigekommen. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass die Lücke zu den Audis im Qualifying und auch im Rennen sehr groß ist. Platz drei ist ein versöhnliches Ergebnis.

Aber unser Anspruch ist, um den Titel zu kämpfen, und davon sind wir aktuell weit entfernt. Wir müssen hart daran arbeiten, diese Lücke zu schließen“, übt Wittmann doch Kritik an dem fehlenden Gesamtpaket des BMW M4 DTM gegenüber Audi.

Wittmann fuhr ein cleveres Rennen und zeigte zum Rennende seine Klasse mit der Überholung an Frijns.

Marco Wittmann BMW Podium ©BMW

Bei heißen Bedingungen und hohem Reifenverschleiß in der Lausitz hatten sich die BMW DTM-Teams beim Set-up mehr auf das Rennen konzentriert.

Das hatte zur Folge, dass sie im Qualifying nicht an die Leistung vom Samstag anknüpfen konnten und von weiter hinten ins Rennen starten mussten. Wittmann auf Startplatz 7, Glock auf 12, Eng auf elf, da war es für die Münchner sehr schwierig, Audi mehr entgegenzusetzen.

Strategie ging nicht auf: Sheldon van der Linde

Sheldon van der Linde konnte seine bärenstarke Leistung mit P2 vom Samstag nicht wiederholen. Das Qualifying mit P10 lief nicht ganz so nach dem Geschmack des Südafrikaners. Im Rennen pilotierte van der Linde bereits nach acht Runden sein Arbeitsgerät in die Box, um neue Reifen zu holen.

„Wir haben heute eine riskante Strategie gewählt und sind schon in der achten Runde zum Reifenwechsel gekommen“, sagte van der Linde.“Das hat mich zunächst weit nach vorn gebracht und nach außen vielleicht ganz gut ausgesehen.

Aber letztlich hat sich unser Risiko nicht ausgezahlt. In den letzten Runden hatte ich den Konkurrenten, die von hinten kamen, nichts mehr entgegenzusetzen. Aber so ist es nun mal. Ich nehme die positiven Erlebnisse von gestern mit ins nächste Rennwochenende“, fasste der 21-Jährige zusammen, der letztendlich Platz 15 belegte.

In den Top Ten: Timo Glock , Philipp Eng und Jonathan Aberdein

Die Audi-Dominanz durchbrachen immerhin neben Wittmann drei weitere BMW-Piloten. Timo Glock , Philipp Eng und Jonathan Aberdein zeigten im Rennen ebenfalls deutlich verbessert und belegten die Plätze sechs, sieben und neun.

„Nach dem Qualifying heute, in dem alle BMW-Fahrer Probleme mit dem Auto hatten, fällt mein Fazit definitiv positiv aus“, sgate Timo Glock nach Platz sechs, der sich bereits am Samstag mit Platz fünf positiv in Szene setzen konnte.

„Im Rennen war die Balance wieder gut. Ich bin wirklich gut durch die erste Runde gekommen und bin die Top-10 vorgekommen.

Timo Glock ,DTM Lausitzring 2020 ©dtm

Dann hatte ich einen guten Speed, und wir sind früh in die Box gegangen. Der zweite Stint war dadurch sehr lang, weshalb ich mir die Reifen gut einteilen musste. Das habe ich ganz gut hinbekommen, auch mit der Einteilung des DRS. Insgesamt kann man also zufrieden sein“, resümierte Glock.

Lucas Auer: ein Wochenende zum Vergessen

Bei Neuzugang Lucas Auer lief nicht viel zusammen am Wochenende. Platz 14 im Sonntagsrennen, Platz 12 am Samstag- keine Punkte für den Österreicher.

„Das war ein Wochenende zum Vergessen“, so Auer. „Wir haben im Vergleich zu gestern zwar ein paar Sachen am Auto gefunden, aber wirklich nach vorn haben die uns auch nicht gebracht.“

Dabei kam der Tiroler positiv gestimmt in die Lausitz, schaffte Auer doch mit seinem früheren Arbeitgeber Mercedes den Durchbruch in der DTM. 2016 feierte Auer seinen Premierensieg in der Lausitz.

„Wir haben einige Themen, mit denen wir aufräumen müssen, damit es am kommenden Wochenende wieder besser läuft“, hofft der Tiroler schon nächstes Wochenende an gleicher Stelle deutlich besser abzuschneiden.

DTM Lausitzring 2020 Race 2 ©dtm

Qualifying die Achillesferse von BMW

Insgesamt gilt: BMW ist wieder näher dran an Audi. Im Qualifying müssen sich die Münchner weiter vorn platzieren, dann könnte ein BMW-Sieg durchaus in Reichweite sein. Denn im Longrun macht BMW eine ausgezeichnete Figur. Man darf gespannt sein, wie sich die Münchner auf der langen Variante des Lausitzrings gegen Audi kommendes Wochenende schlagen.

Hier weitere Stimmen aus dem BMW-Lager:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor):
„Dieses Podium durch Marco Wittmann ist ein echtes Highlight, denn es ist der 300. Podestplatz für BMW in der DTM-Historie und damit ein Meilenstein in unserer langen Geschichte in dieser Rennserie.

Marco ist ein super Rennen gefahren und hat kurz vor Schluss mit viel Verstand und Souveränität das Überholmanöver gesetzt, das ihn letztlich noch auf Platz drei nach vorn gebracht hat.

Kompliment an alle, dass wir nach dem schwierigen Qualifying noch mit vier BMW M4 DTM auf die Plätze drei, sechs, sieben und neun gefahren sind.

Wir hatten uns heute von vornherein auf das Rennen konzentriert und sind dafür im Qualifying einen Kompromiss eingegangen. Diesen Kompromiss müssen wir mit Blick auf die kommende Woche besser hinbekommen, denn von Startplätzen weiter vorn wird dann natürlich auch das Rennen etwas leichter.

Leid tut es mir für Sheldon van der Linde. Wir haben ihn früh zum Boxenstopp reingeholt und dadurch weit nach vorn gebracht. Am Ende haben die Reifen leider nicht mehr durchgehalten.

Insgesamt haben wir hier im Vergleich zu Spa-Francorchamps einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Daran müssen wir kommende Woche anknüpfen. Glückwunsch an René Rast zum Sieg.“

Philipp Eng, P11:

„Ich hatte keine gute Startposition, das war das Hauptproblem. Der Start war nicht so gut. Ich hatte ein bisschen Pech in den ersten beiden Kurven, wo ich zurückgefallen bin, weil Ferdinand Habsburg zurück auf die Strecke gekommen ist.

Von da an war es ein ganz ordentliches Rennen mit vielen Zweikämpfen. Der Boxenstopp war perfekt. Es freut mich, dass wieder ein BMW auf dem Podium ist. Das ist ein super Zeichen, und ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal dran bin.“

Jonathan Aberdein, P14:

„Das war ein harter Tag für mich. Ich hatte im Qualifying einige Probleme mit der Balance meines Fahrzeugs. Im Rennen habe ich mich aber recht gut zurückgekämpft und Platz neun ins Ziel gebracht.“

 

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