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FE: Vandoorne nach Premierensieg: „Was für ein unglaubliches Rennen“, die Stimmen zum Finale

Stoffel Vandoorne Mercedes©Mercedes,LAT Images

Der Doppelsieg durch Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries beschert dem Mercedes-Team zum Abschluss der Debütsaison die Vizemeisterschaft. Vandoorne feierte beim letzten Saisonrennen in Berlin seinen Premierensieg in der Formel E.

„Was für ein unglaubliches Rennen“, jubelte der Belgier. „Ich bin überglücklich über meinen ersten Sieg in der Formel E. Sebastien (Buemi) war immer nah dran, aber wir hatten ihn unter Kontrolle“, sagte der Mercedes-Premierengewinner.

De Vries setzte für Mercedes einen drauf und feierte mit Platz zwei seinen ersten Podiumsplatz in der Elektro-Rennserie.

Stoffel Vandoorne:
„Unsere erste Saison mit einem Doppelsieg abzuschließen ist einfach fantastisch, mehr hätten wir uns nicht wünschen können“, so Vandoorne, der in der Meisterschaft noch den entthronten Champion Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) abfing und Vizechampion wurde.

„Der zweite Platz in der Fahrerwertung ist ein schöner Bonus für mich. Wir wussten, dass wir eine gute Rennpace hatten, das haben wir bei den zurückliegenden Rennen hier bewiesen. Aber das Rennen von der Spitze zu gewinnen ist ein ganz besonderes Gefühl.

Vielen Dank an das gesamte Team für die großartige Arbeit. Wir hatten in der Finalwoche ein paar Schwierigkeiten im Qualifying, aber heute lief alles absolut perfekt. Ich hatte Vertrauen ins Auto, bin gute Runden im Qualifying gefahren und bin mit dem Rennen super happy. Von außen sah es vielleicht unkompliziert aus, aber es war harte Arbeit.

Wir haben die Saison mit zwei unerwarteten Podestplätzen begonnen und erlebten danach ein Auf und Ab, konnten das Potential nicht immer voll ausschöpfen und hatten manchmal auch etwas Pech. Heute wurden wir für den unermüdlichen Einsatz des Teams belohnt. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns, um uns im nächsten Jahr weiter zu steigern“ lautete das Fazit des Belgiers.

Stoffel Vandoorne Mercedes©Mercedes,LAT Images

Mercedes: Platz drei in der Teammeisterschaft

Mercedes hat mit dem ersten Doppelerfolg auch einen Sprung in der Teammeisterschaft gemacht. Am Ende sprang Platz drei hinter DS Techeetah und Nissan heraus.

Während Vandoorne seinen ersten Formel-E-Sieg überschwenglich feierte, zeigte sich Teamkollege de Vries ebenfalls happy. „Das ist eine echte Erleichterung, mir ist bei der Zieldurchfahrt ein Stein vom Herzen gefallen“, so der Niederländer.

„Ich war oft nah dran an einem Podestplatz, aber bisher hat es leider nie sollen sein. Umso schöner ist es, dass es mir jetzt am Ende dieses langen und anstrengenden Marathons endlich gelungen ist. Unser Energiemanagement war sehr gut und ich konnte den Rückstand auf Stoffel gegen Rennende immer weiter schließen. Hier hat sich unsere Strategie ausgezahlt.

Auf diesem Streckenlayout ist es schwieriger zu überholen als auf den ersten beiden, die wir hier gefahren sind. Deshalb sahen wir eine Chance auf Platz zwei und dieser Plan ist zum Glück aufgegangen. Ich war in dieser Woche nicht fehlerfrei, deshalb ist es ein sehr gutes Gefühl, mich heute mit so einem Rennen zurückzumelden.

Die Saison war für mich eine kleine Achterbahnfahrt, entsprechend ist es schön, sie mit meinem ersten Podestplatz, unserem ersten Doppelsieg und P3 in der Teammeisterschaft zu beenden. Ich glaube, dieses Ergebnis haben wir uns verdient und freue mich sehr für die gesamte Mannschaft. Einen besseren Saisonabschluss hätten wir uns vor dem Finale nicht wünschen können“, so de Vries.

Ian James und Nyck de ries, Mercedes ©Mercedes, LAT Images

Auch für Mercedes-Teamchef Ian James geht eine lange und erfolfreiche Debütsaison zu Ende, der sich mit seinen beiden Schützlingen mehr als zufrieden gab. „“Was für ein fantastisches Ergebnis zum Abschluss eines einzigartigen Events“, so James.

„Herzlichen Glückwunsch an Stoffel zu seinem ersten Sieg, mit dem wir gleichzeitig endlich den ersten vollelektrischen Sieg von Mercedes-Benz Motorsport feiern können. Meine Gratulation geht natürlich auch an Nyck zu seinem zweiten Platz.

Diese beiden Leistungen brachte uns im Endspurt die dritte Position in der Teammeisterschaft und Stoffel den zweiten Platz in der Fahrerwertung ein. Nach all der harten Arbeit und den fordernden Momenten der vergangenen Tage ist dies ein großartiges Ergebnis. Das Team hat sehr hart für die Plätze eins und zwei gearbeitet und diese absolut verdient“, so der Brite.

Toto Wolff: DS Techeetah hat Messlatte gelegt

Mercedes-Motorsportboss Toto Wolff zeigte sich dann auch über das Abschneiden seines Teams im Premierenjahr zufrieden. „Die Formel E ist eine schwierige und sehr hart umkämpfte Rennserie. Das Format macht es jedem Team schwer, von Wochenende zu Wochenende konstante Leistungen abzuliefern. Das gilt umso mehr für ein Team in seiner ersten Saison.

Wir sind zum Saisonstart mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben und unser Ziel war es, uns von Rennwochenende zu Rennwochenende zu steigern und eine solide Performance in der Meisterschaft abzuliefern. Im Laufe der Saison wurde das Team einige Male auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und wir lernten einige schmerzhafte Lektionen. Aber ich glaube, dass wir unser Ziel erreicht haben, uns stetig zu verbessern. Das bestätigt auch unsere Performance bei diesem letzten Saisonrennen, das mit einem Doppelsieg für Stoffel und Nyck endete.

Alles in allem können wir mit unserem Saisonabschluss und unseren finalen Platzierungen in der Meisterschaft zufrieden sein. Aber es ist auch klar, dass wir in der Saison 7 weitere Fortschritte erzielen müssen, um die Lücke zur Spitze zu schließen. Zum Abschluss möchte ich DS Techeetah und Antonio Felix da Costa herzlich zum Gewinn der beiden Titel gratulieren: in dieser Saison haben sie die Messlatte gelegt, die sich jeder zum Ziel gesetzt hat“, resümierte der Österreicher.

Audi Sport ABT Schaeffler: Starker Saisonabschluss mit P4 und P6

René Rast, Audi e-tron FE06 ©Audi

Im letzten Saisonrennen der Formel E ist Audi Sport ABT Schaeffler mit beiden Autos in die Top sechs gefahren. Besonders Neuzugang Rene Rast stach mit Platz vier heraus, der bereits am Mittwoch mit Platz 3 sein erstes Podiumsergebnis feierte. Teamkollege Lucas di Grassi erreichte Platz sechs.

„Ich bin im Rennen früh von Nyck de Vries überholt worden“, sagte Rast.

„Danach ging es darum, mir die Energie so gut wie möglich einzuteilen. Das ist mir gut gelungen. Ich bin am Ende ganz dicht an Sebastien Buemi herangekommen – leider nicht nahe genug, um ihn zu überholen. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich in diesen sechs Rennen gelernt habe. Das Podium gestern und der vierte Platz heute waren ein toller Abschluss“, resümierte der der Formel-E-Rookie. Der Wechsel von Daniel Abt zu Rene Rast hat sich für die Ingolstädter ausgezahlt.

Mit dieser Vorstellung könnte der zweifache DTM-Champion Rast das vakante Audi-Cockpit auch in Saison sieben sicher haben, der nach dem DTM-Ausstieg von Audi zu Jahresende eine neue Beschäftigung sucht.

Lucas di Grassi schaffte mit Platz sechs auch in der Fahrerwertung den sechsten Platz. „Meine Qualifying-Runde war nicht die allerbeste“, sagte di Grassi. „Saison sechs ist damit Geschichte. Platz sechs in der Fahrerwertung, Platz sechs in der Teamwertung: Es ist klar, dass wir uns verbessern müssen“, weiß der Brasilianer.

Audi-Teamchef Allan McNish: Hatten höhere Erwartungen

„Nur ein Team hat heute mehr Punkte geholt und wir haben die Saison mit einem starken Rennen beendet“, sagte Teamchef Allan McNish. „Die Strategie hat gepasst, beide Fahrer waren stark. Rene hat mit Platz vier nur knapp sein zweites Podium in Folge verpasst.

Lucas haben wir auf Platz sechs nach vorn gebracht. Natürlich hatten wir höhere Erwartungen, aber das Team darf stolz darauf sein, was es zum Ende der Saison in diesen ‚Berlin Six‘ erreicht hat. Wir werden hart arbeiten, um nächstes Jahr wieder weiter vorne zu sein“, so der Schotte.

Die Entwicklung des Nachfolgemodells FE07 bei Audi läuft bereits auf Hochtouren, der in Saison sieben zum Einsatz kommen soll.

Porsche:

Für den zweiten deutschen Neueinsteiger Porsche gab es zum Saisonabschluss keine Punkte mehr. Andre Lotterer kam auf Platz 1, einen Platz dahinter rangierte Neel Jani auf Platz 15. Denoch gaben sich die Zuffenhausener zufriden mit ihrer ersten Saison in der Formel E.

Fritz Enzinger, Porsche ©Porsche

Für uns ist in Berlin heute eine in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Saison in der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft zu Ende gegangen“, sagte Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport. „Wir haben unsere Premiere im rein-elektrischen Rennsport gefeiert – und aus dem Stand Erfolge errungen. Gleich beim Saisonauftakt stand André Lotterer als Zweiter auf dem Podium. Es folgte ein weiterer Podestplatz in Berlin. Bei acht von elf Events haben wir mit dem TAG Heuer Porsche Formel-E-Team Punkte gesammelt. Diese Bilanz ist für einen Neuling in der Formel E herausragend.

Wir kamen ohne Erfahrungswerte aus einem Partner- oder Kundenteam in diese Meisterschaft und haben uns jedes einzelne Erfolgserlebnis gemeinsam erarbeitet. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team – ganz gleich, ob an der Strecke oder in Weissach. Mein großer Dank geht auch an die Fahrer Neel Jani und André Lotterer sowie an unsere Partner, ohne die all das nicht möglich gewesen wäre.

Außergewöhnlich war die Saison natürlich auch wegen ihres unerwarteten Verlaufs aufgrund der Corona-Pandemie. Kompliment an die Formel E, dass sie trotz allem ein derart spannendes Finale in Berlin auf die Beine gestellt hat. Als Team haben wir auch in der langen Pause die Spannung gehalten, um dann noch einmal alles zu geben. Das wurde mit guten Resultaten belohnt.

Ab sofort gilt unsere volle Konzentration der Vorbereitung auf die kommende Saison. Wir haben viele Erfahrungen gesammelt, die uns für die bevorstehenden Aufgaben noch stärker machen werden. Fest steht: Porsche fühlt sich in der Formel E wohl. Unser Ziel für die neue Saison sind Siege“, sagte der Österreicher.

Neel Jani konnte zumindest am Mittwoch erstmals in der Formel E mit Platz sechs punkten. „Im Vergleich zu gestern hat uns diesmal die Pace gefehlt. Unter dem Strich hätte ich natürlich gerne mehr Punkte für Porsche gesammelt. Aber bei manchen Rennen hat mir etwas das nötige Glück gefehlt. Dennoch denke ich, dass wir als Team sehr zufrieden sein können. Wir haben viel dazugelernt und wichtige Erfahrungen gesammelt“, so der Schweizer.

Neel Jani Porsche ©Porsche

Teamkollege Lotterer war mit seiner Vorstellung beim Finale nicht zufrieden. „„Im Qualifying hing ich leider hinter einem Auto fest, somit musste ich vom 20. Platz starten. Dennoch war ich für das Rennen optimistisch und hatte gehofft, wieder eine Aufholjagd zeigen zu können.

Aus welchem Grund auch immer hat sich das Fahrzeug heute nicht so gut verhalten. Es ist etwas enttäuschend, das Jahr ohne Punkte zu beenden. Unter dem Strich war es aber dennoch eine gute erste Saison für uns. Wir hatten zwei zweite Plätze, einige starke Rennen und wenige nicht so gute. Es gibt noch immer viel über diese Serie zu lernen. Trotzdem war das ein vielversprechender Start. Ich denke, dass wir im nächsten Jahr noch stärker sein werden“, fasste der Deutsche zusammen, der in der Meisterschaft Platz sieben belegte.

Porsches Einsatzleiter Amiel Lindesay war über den Saisonverlauf zufrieden, der Neueinsteiger erreichte in der Teammeisterschaft Platz acht.

Das war zum Abschluss noch mal ein schwieriger Tag“, so Lindesay. „Bei beiden Autos hatten wir mit der Balance zu kämpfen. So endete unsere erste Saison in der Formel E ohne weitere Punkte. Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden.

Wir wussten, dass der Einstieg für uns als komplett neues Team eine große Herausforderung sein würde. Aber wir haben sie gemeistert. Der zweite Platz zum Auftakt in Diriyah hat uns gleich zu Beginn einen großen Motivationsschub gegeben. Mindestens genauso wichtig waren die Erkenntnisse, die wir die gesamte Saison über gewonnen haben und von denen wir zukünftig profitieren werden.

Die sechs Rennen innerhalb von neun Tagen in Berlin waren sehr intensiv, haben uns aber als Team noch stärker zusammengeschweißt. Wir freuen uns jetzt schon auf die neue Saison“, sagte der Franzose.

BMW i Andretti: Neuzugang Max Günther mit sehr guten Debütjahr

BMW i Andretti Motorsport verpasste zum Finale eine Top Ten-Platzierung. Maximilian Günther und Alexander Sims kamen als Zwölfter und 13. ins Ziel-knapp vorbei an den Punkterängen. Das deutsche-US-Team blickt auf insgesamt drei Siege und einen weiteren Podestplatz zurück und beendet seine zweite Saison auf Platz fünf in der Teamwertung.

Mit zwei Siegen war Neuzugang Maximilian Günther einer der Entdeckungen des Jahres. In der Fahrermeisterschaft kam der Allgäuer auf Platz neun. Teamkollege Alexander Sims wurde 13. BMW-Motorsportboss Jens Marquardt hatte sich ein besseres Ergebnis erhofft,zumal die Münchner vor dem Berlin Sixpack reelle Titelchancen besaßen.

„Die sechs Rennen in neun Tagen in Berlin waren der außergewöhnliche Abschluss einer ebenso außergewöhnlichen Formel-E-Saison“, sagte BMW-Motorsportboss Jens Marquardt. „Glückwunsch an Antonio Felix da Costa und das DS Techeetah Team zu ihren verdienten Titelgewinnen. Als wir im November 2019 in Diriyah mit einem Sieg und zwei Polepositions für Alexander Sims fantastisch in Saison 6 gestartet sind, konnten wir noch nicht ahnen, welche weltweiten Konsequenzen die COVID-19-Pandemie haben würde.

Wir sind froh, dass wir die Saison auf der Rennstrecke abschließen konnten, wenn auch leider ohne unsere Fans. Für BMW i Andretti Motorsport stehen am Ende drei Siege, ein zweiter Platz und Rang fünf in der Teamwertung zu Buche. Schade, dass es trotz der guten Arbeit des Teams nicht zu einem besseren Resultat gereicht hat.

Alexander Sims hatte den bereits erwähnten erfolgreichen Saisonstart, an den er vor allem in den Rennen in Berlin leider nicht anknüpfen konnte. Maximilian Günther hat ein sehr gutes Debütjahr in unserem Team hinter sich. Seine Siege in Santiago und Berlin waren echte Highlights. Was uns letztlich gefehlt hat, um bis zum Schluss im Titelrennen eine Hauptrolle zu spielen, war in erster Linie Konstanz.

Wir konnten unsere Performance vom Saisonbeginn in Berlin zu selten abrufen. Daran werden wir mit Blick auf Saison 7 intensiv arbeiten und uns im kommenden Jahr hoffentlich noch weiter steigern“, so der Schwabe.

Teamchef Roger Griffiths ärgerte sich ob der verpassten Chance, um den Titel mitmischen zu können und zumindest Platz zwei in der Teammeisterschaft zu verteidigen.

„Leider sind die letzten Rennen dieser Saison nicht so gelaufen, wie wir uns das erhofft hatten“, sagte Griffiths. “ Maximilian Günther war heute im Training unglaublich schnell. Auch im Qualifying war seine Leistung hervorragend, doch leider war er wie alle anderen in Qualifying-Gruppe eins absolut chancenlos. Trotzdem hat er sich im Rennen gut nach vorn gearbeitet. Dann wurde er leider im Duell mit Robin Frijns, der offenbar ein Problem mit seinem Fahrzeug hatte, nach außen gedrängt, und viele andere Autos konnten innen durchschlüpfen.

Auch Alexander Sims konnte leider nicht in die Punkteränge fahren. Insgesamt hinterlässt das Saisonfinale hier in Berlin einen bitteren Beigeschmack. Ja, wir haben eines der sechs Rennen gewonnen, aber wir haben ansonsten sehr viele Punkte liegen gelassen und sind vom zweiten auf den fünften Platz in der Teamwertung zurückgefallen.

Leider konnten wir hier nicht an unsere Leistungen aus der ersten Saisonhälfte anknüpfen. Als Team haben wir in dieser Saison viel gelernt und sind noch mehr zu einer Einheit geworden. Aber wenn du am Ende um Titel kämpfen willst, musst du regelmäßig Punkte holen. Das ist uns nicht gelungen. Mit Blick auf die kommende Saison werden wir genau analysieren, was wir besser machen müssen, um den nächsten Schritt in unserer Entwicklung als Team zu gehen“, so der Brite.

Günther lag aussichtsreich auf Platz acht, ehe er von Virgin-Pilot Robin Frijns in den Schlussminuten in die Mauer gedrängt wurde. „Der Ausgang des heutigen Rennens ist extrem bitter“, zeigte sich Günther enttäucht. „Ich denke, wir waren den ganzen Tag über die Schnellsten im Feld. Das hat man im Training genauso gesehen wie in meiner Qualifying-Gruppe und bei meiner Aufholjagd im Rennen. Dass es dann wenige Runden vor Schluss so ausgeht, ist sehr schade. Das muss ich aber so akzeptieren.

Insgesamt denke ich trotzdem, dass wir eine starke Saison hatten, auch wenn die Platzierung in der Meisterschaft das nicht widerspiegelt. Wir haben Siege und Podestplätze eingefahren, waren in den Qualifyings oft schnell und konnten auch in den Rennen zeigen, dass wir von hinten aufholen können, was in der Formel E sehr wichtig ist. Leider ist das zu selten auch mit guten Resultaten belohnt worden. Wichtig ist mir noch zu betonen, dass ich mich im Team vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt und die Saison sehr genossen habe. Glückwunsch an António Félix da Costa und DS Techeetah zum Titel“, fasste der Bayer sein Premierenjahr bei BMW zusammen.

Kein Happy-End gab es auch für Teamkollege Sims, der besonders in der ersten Saisonhälfte voll bei der Musik dabei war. „Es ist sehr schade, dass eine Saison, die in Diriyah so gut für mich begonnen hat, so zu Ende gegangen ist. Ich konnte hier in Berlin einfach nicht die Pace abrufen, die ich vorher in der Saison hatte.

Als wir hierhergekommen sind, dachte ich, dass wir um einen Top-3-Platz in der Fahrerwertung kämpfen könnten. Dann so weit zurückzufallen, ist ziemlich bitter. Es tut mir leid für das Team, das bis zum letzten Rennen eine hervorragende Arbeitseinstellung gezeigt hat. Vielen Dank an alle für ihren Einsatz – und Glückwunsch an meinen ehemaligen Teamkollegen António Félix da Costa zum Titelgewinn“, zeigte sich Sims enttäuscht über die Saison.

Hier weitere Stimmen aus Berlin:

Sebastien Buemi, Nissan P3: „Ich freue mich sehr für das Team heute mit dem zweiten Platz in der Mannschaftsmeisterschaft, das ist eine großartige Leistung. Ich hatte gehofft, in der Fahrer-Meisterschaft auf den dritten Platz zu kommen, aber der vierte Platz musste es halt sein.

Im Rennen heute haben wir die Abstimmung des Autos leicht verändert, und das hat für uns nicht ganz geklappt. Jedenfalls haben wir hart gearbeitet, wie wir es immer tun, und die Ergebnisse sind gekommen. Vielen Dank an das Team für all die harte Arbeit in dieser Saison und an die Fans für ihre leidenschaftliche Unterstützung.“

Sam Bird, Virgin P5: „Ich habe dieses Rennen wirklich genossen, und es war eine großartige Möglichkeit, die fantastischen sechs Jahre mit diesem Team zu beenden. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht ein wenig emotional war, als ich die Ziellinie überquerte. Sicherlich war es eine herausfordernde Saison, aber das Team hat einen tollen Job gemacht, und es ist toll, die Saison mit einem guten Ergebnis zu beenden.“

Jean-Eric Vergne, DS Techeetah P7: „Ich bin sehr glücklich darüber, wie das Rennen heute verlief, wir hatten keine Probleme und das Rennen verlief reibungslos. Es ist gut, den dritten Platz in der Meisterschaft gesichert zu haben, auch wenn ich mit einem Punkt nur knapp den zweiten Platz verpasst habe.

Ich möchte Antonio zu seinem Meisterschaftsgewinn gratulieren und mich bei allen in meinem Team bedanken. Sie arbeiten so unglaublich hart, und gemeinsam können wir Berge versetzen. Was die Saison anbelangt, so wird es gut sein, jetzt eine Pause zu machen. Es war eine schlechte Pause für mich, und ich brauche Zeit, um nachzudenken und aus meinen Fehlern zu lernen, damit ich in der nächsten Saison stärker zurückkehren kann. Wir sehen uns in Chile“.“

Alex Lynn, Mahindra P8: „Ich möchte dem ganzen Team einen großen Dank aussprechen. Es war für alle unglaublich schwierig, sich auf eine Veranstaltung wie diese vorzubereiten Es gab viele späte Nächte und arbeitsreiche Tage, und ich hoffe, dass es sich mit den Punkten, die wir während unserer Zeit hier in Berlin sammeln konnten, gelohnt hat.

Es waren ein paar intensive Wochen, aber ich verlasse Berlin glücklich mit dem, was wir hier erreicht haben. Es war schön, im letzten Rennen heute einen Techeetah hinter sich zu halten.“

Mitch Evans, Jaguar P11: „Es war ein gewaltiges Rennen von P23 bis auf P11. Es war ein arbeitsintensives Rennen, und ich bin jetzt ziemlich müde. Ich habe mein Bestes gegeben, wir haben unser Bestes versucht – das ist alles, was man tun kann.

Ich hätte es vorgezogen, wenn diese letzten sechs Rennen in Mexiko ausgetragen worden wären, da diese Strecke wirklich zu mir und dem Jaguar I-TYPE 4 passte. Es ist schade, nachdem ich in einer vielversprechenden Position nach Berlin gekommen bin, aber morgen werde ich das alles hinter mir lassen. Wir werden nächstes Jahr stärker zurückkommen und einen weiteren Versuch wagen.“

Felipe Massa, Venturi P16: “ Zu Beginn schien das Rennen normal zu verlaufen, und ich hielt an meiner Startposition fest. Ich verfolgte die Autos vorne, hatte aber nicht das Tempo zum Überholen, was mich in eine Pattsituation brachte.

Nachdem ich den Attack-Modus gewählt hatte, verlor ich weitere Positionen und kämpfte für den Rest des Rennens um Pace – es war ein Desaster. Es hätte höchstens P10 oder P11 werden können, aber heute war das nicht möglich.“

 

 

 

 

 

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