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DTM: Schafft BMW den Turn-Around am Lausitzring? Lucas Auer zuversichtlich

Lucas Auer im BMW M4 DTM ©BMW

Am Wochenende steigt auf dem Lausitzring der erste von insgesamt drei Double-Headern in der kompakten DTM-Saison 2020.

Nach dem überlegenen Auftaktsieg von Audi- jeweils zwei Fünffacherfolge- bleibt die spannende Frage, ob BMW der Turn-Around gelingt?

„Nach dem Saisonauftakt in Spa-Francorchamps, bei dem wir deutlich hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben sind, blicken wir nun nach vorn“, so BMW-Motorsportboss Jens Marquardt.

„Wir haben die Themen analysiert und arbeiten intensiv daran, unser Gesamtpaket weiter zu verbessern. Wir konnten in Spa-Francorchamps sehen, dass wir in den Bereichen Zuverlässigkeit und Topspeed sehr gut aufgestellt sind.

Nun geht es darum, die Pace insgesamt zu steigern, sowohl im Qualifying als auch über die Renndistanz. Wir werden alles geben, das Potenzial unseres BMW M4 DTM in die entsprechenden Ergebnisse umzusetzen. Auf dem Lausitzring werden die Karten neu gemischt, und unser Ziel ist, das Blatt dort zu wenden“, hofft der 53-jährige in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Man darf gespannt sein, ob die Münchner in den vierzehn Tagen seit Spa etwas gefunden haben, Audi mehr entgegenzusetzen. Besonders das Reifenmanagement machte BMW gehörig zu schaffen. Mit neuen frischen Reifen waren die Münchner in einer Runde bei der Musik dabei, doch auf die Gesamtdistanz im Rennen gesehen bauten sie im BMW M4 DTM zu stark ab. Audi war hier deutlich im Vorteil.

Ob es am Lausitzring besser wird? Da der EuroSpeedway verschiedene Streckenvarianten bietet, können die beiden Rennwochenenden auf unterschiedlichen Layouts gefahren werden. Zunächst gehen Audi und BMW auf dem 3,478 Kilometer langen Sprintkurs auf die Strecke. Die dritte Saisonveranstaltung eine Woche später (21. bis 23. August) wird dann auf der 4,570 Kilometer langen Variante gefahren.

Zwischen den beiden Rennwochenenden bleiben beide BMW-Teams RBM und RMG am Lausitzring. Sie nehmen dann direkt vor Ort die nach jeder Veranstaltung nötige Revision an den BMW M4 DTM vor.

Lucas Auer BMW M 4 DTM ©BMW

Lucas Auer: Der Durchbruch in der Lausitz

Ein ganz besonderes Rennen wird der Lausitzring für BMW-Neuzugang Lucas Auer. Der Tiroler schaffte auf dem Euro Speedway den Durchbruch in der DTM, gewann 2016 sein erstes Rennen mit Mercedes. „Ja, ich kann dort wieder gewinnen“, sagte Auer gegenüber ‚bildpresse2010.blog‘. „Selbst in meinen früheren Jahren gab es immer jemanden, der das erste Wochenende dominiert hat. Die Dinge können sich bereits zum zweiten Wochenende hin oder über die Saison recht schnell ändern.

Obwohl die Lücke in Spa sehr groß war, haben wir uns jetzt aussortiert und fahren dorthin, um zu gewinnen. Das ist meine Motivation und in Spa lief es für mich persönlich ganz gut, mit jeder Runde komme ich zurück in den Rhythmus.“

Übrigens zählte der Lausitzring in der Vergangenheit nicht gerade zu den Lieblingsstrecken von BMW. Lediglich einen einzigen Sieg (2012 durch Bruno Spengler) konnten die Münchner seit ihrem DTM-Wiedereinstieg 2012 in der Lausitz verbuchen. Alle anderen zwölf Siege teilten sich Audi und Mercedes gemeinschaftlich. Seit August 2019, also genau ein Jahr, ist Audi in der DTM ungeschlagen. Es wird daher höchste Zeit, dass BMW ihre Statistik aufbessert.

Hier die Stimmen der BMW-Fahrer und Verantwortlichen vor dem Double-Header:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor):
„Auf dem Lausitzring starten wir in den ersten Double-Header der DTM-Saison 2020. Mit der Kombination aus Sprintkurs am ersten und der längeren Streckenvariante am zweiten Wochenende warten dabei zwei unterschiedliche Layouts auf uns. Das wird eine interessante Herausforderung, wie es sie in der DTM bisher nicht gegeben hat.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„Auf uns warten zwei intensive und arbeitsreiche Wochen in der Lausitz. Logistisch gesehen ist es – angesichts der vielen Rennen, die wir in diesem Jahr in kurzer Zeit fahren – eine große Hilfe für uns, zwei Veranstaltungen nacheinander auf derselben Rennstrecke zu haben.

Vom Saisonauftakt auf unserer Heimstrecke in Spa-Francorchamps hatten wir uns natürlich mehr erwartet. Unsere Fahrer und das Team haben einen wirklich guten Job gemacht, aber wir waren insgesamt nicht so stark wie unsere Mitbewerber. Doch das ist abgehakt, nun blicken wir nach vorn und werden hart dafür arbeiten, in der Lausitz einen erfolgreichen Double-Header zu haben.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Wir sind schon sehr gespannt auf den Double-Header in der Lausitz. Zwei direkt aufeinander folgende Rennwochenenden auf derselben Rennstrecke sind in der DTM etwas Neues für uns. Doch in dieser dicht getakteten Saison ist es eine Entlastung für uns, wenn wir vor Ort bleiben und die Zeit für den Auf- und den Abbau sowie für die Reise sparen können.

Wir sind zuversichtlich, dass wir uns auf dem Lausitzring stärker präsentieren können als beim Auftakt in Spa-Francorchamps. Die Fahrer und das Team haben dort das Maximum herausgeholt, aber unsere Pace hat einfach nicht gepasst. Das möchten wir nun ändern. In den beiden freien Trainings am Freitag gilt es, die optimale Abstimmung zu erarbeiten.“

Marco Wittmann:
„Es ist toll, dass es in der DTM jetzt Schlag auf Schlag geht. Vor allem, wenn man wie wir am ersten Wochenende ein paar Schwierigkeiten hatte, möchte man direkt weitermachen und ins nächste Wochenende gehen.

Wir hoffen, auf dem Lausitzring eine konkurrenzfähigere Pace zu haben und zurückschlagen können. Es hat seinen Reiz, einen Double-Header am Lausitzring mit zwei verschiedenen Layouts zu haben. Darauf musst du dich ein bisschen spezieller vorbereiten, zum einen auf die kurze Variante, aber eben auch auf die längere Version.

Es ist eine klasse Entscheidung, auf zwei verschiedenen Layouts zu fahren. Insgesamt haben wir nach dem Auftakt in Spa etwas gutzumachen, wir wollen auf Audi aufschließen und natürlich auch den TV-Zuschauern einen tollen Kampf bieten. Wir werden unser Bestmögliches tun, um dort stark aufzutreten.“

Timo Glock:
„Ich freue mich auf den Lausitzring, speziell auf den Double-Header, den wir dort in diesem Jahr fahren. Wir hoffen natürlich, dass wir uns am Lausitzring deutlich besser präsentieren können, als wir das in Spa-Francorchamps getan haben.

Das muss das Ziel sein. Wir haben dort mehr Erfahrung, und ich bin zuversichtlich, dass uns das dabei hilft, zu einer besseren Performance zurückzukehren.“

Lucas Auer:
„An die kurze Variante des Lausitzrings, die wir am ersten Wochenende fahren, habe ich definitiv meine bis jetzt schönste DTM-Erinnerung. Mein erster Sieg dort war etwas Unglaubliches. Das war mein Durchbruch in der DTM.

Auch die lange Strecke, die wir am zweiten Wochenende fahren, macht irrsinnig viel Spaß. Sie bietet vielleicht ein paar Überholmöglichkeiten mehr, und auch an dieses Layout habe ich gute Erinnerungen. Der Lausitzring ist für mich generell ein gutes Pflaster und ich freue mich riesig darauf.“

Philipp Eng:
„Auf dem Lausitzring habe ich 2018 meine erste Poleposition, meinen ersten Start aus der ersten Reihe und mein erstes Podium in der DTM gefeiert. Das war an meinem zweiten Rennwochenende in der Serie, von daher verbinde ich die Strecke immer mit guten Erinnerungen.

Der Lausitzring ist eine coole Strecke. Er ist sehr technisch und vollkommen anders als Spa. Es gibt keine Highspeedkurven, sondern nur Medium- und Slowspeedkurven. Doch für uns Fahrer ist es eine große Herausforderung, dort im Qualifying die optimale Runde zusammenzubringen. Ich freue mich darauf und hoffe, dass wir näher an der Spitze sind als beim letzten Mal.“

Jonathan Aberdein, BMW©BMW

Jonathan Aberdein:
„Das erste Rennwochenende der Saison in Spa ist absolviert. Es war für alle BMWs ein schwieriger Auftakt, aber wir haben uns fest vorgenommen, uns beim Double-Header auf dem Lausitzring zurückzukämpfen.

Mir persönlich liegt die Strecke sehr gut, ich habe dort in der Vergangenheit schon einige Male gewonnen. Ich bin also zuversichtlich, und ich denke, dass alle optimistisch sind, an den nächsten Wochenenden den Kampf gegen Audi aufnehmen zu können.“

Sheldon van der Linde:
„Für mich persönlich ist das Wochenende in Spa sehr positiv verlaufen, aber es hat uns im Vergleich zu Audi noch an Pace gefehlt. Nach Spa haben wir sehr hart gearbeitet, um an unserem Paket zu feilen, denn wir wollen Audi in der Meisterschaft einholen.

Wir versuchen, weiter Druck zu machen, und sind optimistisch. Wir werden sehen, wie es läuft. Ich bin sehr zuversichtlich, denn positives Denken ist im Moment sehr wichtig für uns, wir müssen weiter pushen, und die Saison ist noch sehr lang.

Ich denke, dass die kurze Version des Lausitzrings weniger Überholmöglichkeiten bieten wird, während es auf der langen Variante ein paar mehr gibt, wenn auch nicht allzu viele. Deshalb ist das Qualifying wie immer sehr wichtig, und ich denke, dass wir vorn dabei sein sollten.“

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