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FE: „Elektro-Schumi“ Max Günther gewinnt dramatisches Rennen in Berlin

Max Günther, BMW,2020 Berlin E-prix ©BMW,Andrew Ferraro

Maximilian Günther (BMW) hat das achte Saisonrennen in Berlin gewonnen. Der „Elektro-Schumi“ feierte seinen zweiten Saisonsieg vor Robin Frijns (Audi) und den amtierenden Champion Jean-Eric Vergne (DS Techeetah).

„Es war wichtig in der ersten Reihe zu stehen“, sagte Günther im Siegerinterview. Am Start habe ich einen Platz verloren, dann habe ich das Rennen gut gemanagt, um den Move an Vergne zu machen“, so der Allgäuer nach seinem Heimsieg.

„Robin Frijns hat mich zum Schluss nochmals unter Druck gesetzt, ich bin unheimlich glücklich, das Heimrennen gewonnen zu haben“, freute sich der BMW-Pilot.

Antonio Felix da Costa schaffte nach einer famosen Aufholjagd Platz vier und kann den Sekt für den Formel-E-Titel schon mal kaltstellen.

Hinter dem designierten Champion erreichte Porsche-Pilot Andre Lotterer Platz fünf, danach folgten Oliver Rowland (Nissan), Jerome d’Ambrosio (Mahindra) und Audi-Pilot Lucas di Grassi auf die Plätze sechs bis acht.

Jaguar-Pilot Mitch Evans kam nach einer sehenswerten Aufholjagd noch auf Platz neun und Günthers Teamkollege Alexander Sims holte sich mit Platz zehn den letzten Meisterschaftspunkt.

Mann des Rennens: Maximilian Günther

Nach bisher zwei enttäuschenden Rennen in Berlin schlug Günther rechtzeitig zurück. Schon im Qualifying setzte der BMW-Pilot ein Ausrufezeichen, als er sich in der Superpole nur Vergne geschlagen geben musste-Platz zwei

Am Start blieb Pole-Setter Vergne noch an der Spitze, Günther verlor eine Position an d’Ambrosio, doch wenig später eroberte sich Günther Platz zwei zurück.

In der Folgezeit setzten sich Vergne und Günther ein wenig von der Konkurrenz ab, der 23-jährige Günther jagte den Franzosen vor sich her.

In Runde elf die erste Aufregung. Eine heftige Kollision, die Dragon-Pilot Sette Camara auslöste, beendete das Rennen von Neel Jani (Porsche) und wenig später James Calado (Jaguar). In den TV-Bildern war nicht erkennbar, wie es zu den Drehern des Schweizers und des Briten kam. Das Safety-Car musste raus, Pech für Audi-Pilot Lucas di Grassi, der sich zuvor noch den Attack-Mode abholte.

Nach drei Runden hinter dem Safety-Car wurde das Rennen wieder freigegeben. Günther holte sich seinen ersten Attack-Mode ab, fiel dadurch zuerst auf Platz fünf zurück, doch mit der Zusatzpower lag er bald wieder auf Platz zwei.

Aus für Vandoorne

Zu diesem Zeitpunkt war für Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne das Rennen bereits vorbei-technischer Ausfall.

Während vorne Vergne und Günther sich ein Duell um die Führung lieferten, gab es im Mittelfeld einen spannenden Dreikampf um die Plätze sieben bis neun. Alex Lynn (Mahindra), Felix da Costa und Lotterer kämpfdten mit all ihren Waffen um die Positionen.

Als Günther in Runde 22 seinen zweiten Attack-Mode abholte, konnte er kurz Vergne die Führung abluchsen,doch der Franzose spielte seine ganze Routine aus und eroberte sich die Führung zurück.

Günther knackt Vergne

In Runde 30 war es dann soweit. Günther legte sich Vergne zurecht und konnte an dem amtierenden Champion vorbeigehen- das war der Sieg. Da bei Vergne die Energieleistung nachließ, schlüpfte auch noch Virgin-Pilot Frijns an Vergne vorbei-Platz zwei für den Niederländer.

Günther rettete mit letzter Energie seinen zweiten Saisonsieg über die Ziellinie. Frijns versuchte nochmals den Deutschen zu düpieren, doch der Versuch schlug fehl.

Günther machte mit seinem zweiten Saisonsieg ein mächtigen Sprung in der Tabelle und verbesserte sich auf Platz zwei mit insgesamt 69 Punkten. Unangefochten führt Felix da Costa die Meisterschaft mit 137 Punkten an.

Porsche: Andre Lotterer mit starker Leistung Platz fünf

Ein gutes Rennen gelang Porsche-Pilot Andre Lotterer, der nach Startplatz sieben sich sehenswerte Duelle mit Lynn, Felix da Costa, Evans und d’Ambrosio lieferte. Im weiteren Rennverlauf kam noch Nissan-Pilot Oliver Rowland dazu, den Lotterer in Schach halten konnte.

Audi: Lucas di Grassi in den Top Ten, Rene Rast ausgeschieden

Pech hatte Audi-Pilot Luca di Grassi, der sich ebenfalls in den Top 8 vorarbeitete, doch ein unnötiger Rempler seines Landsmanns Felipe Massa (Venturi), machte die Aufholjagd des Audi-Piloten zunichte. Massa bekam eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, di Grassi schaffte am Ende noch Platz acht.

Rene Rast hatte kein Glück, der DTM-Champion musste das Rennen kurz vor Rennende an Position 12 liegend aufgeben.

Mercedes: keinen Punkte

Enttäuschung bei Mercedes. Ohne Punkte beendeten die Schwaben das Rennen.

Vandoorne musste schon früh sein Auto in der Box abstellen, Teamkollege Nyck de Vries kam lediglich auf Platz 16.

Morgen geht es in Berlin schon weiter mit Rennen Nummer neun.

Ergebnis Rennen 8 in Berlin:

R8 Resultat ©alkamel

 

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