Zum Inhalt springen

FE: Antonio Felix da Costa nicht zu bremsen-Auftaktsieg in Berlin, die Stimmen

Antonio Felix da Costa ©FIA FormulaE

Wer soll Antonio Felix da Costa stoppen? Der DS Techeetah-Pilot gewann das Auftaktrennen des Berliner Saisonfinales in beeindruckender Manier und baute seine Tabellenführung komfortabel aus.

Hinter den Portugiesen bescherte Andre Lotterer dem Porsche-Team beim Heimrennen einen starken zweiten Platz, Platz drei ging an Sam Bird (Virgin).

„Jetzt mit Platz zwei auf dem Podium zu stehen, fühlt sich fantastisch an. Heute haben wir gezeigt, dass wir im Rennen sehr stark sein können“, sagte Lotterer. „Das macht mich fast noch glücklicher als das Ergebnis an sich“, so der Deutsche.

„Der Start war nicht perfekt, aber ich konnte meine Position halten“, sagte Lotterer, der nach Einzug in die Superpole von Platz drei ins Rennen ging.

„In den ersten Runden war die Pace nicht ganz so gut. So war ich viel damit beschäftigt, mich zu verteidigen. Dann habe ich aber einen guten Rhythmus gefunden. Beim Versuch, meinen ‚Attack Mode‘ zu aktivieren, ist mir ein Fehler unterlaufen“, so der Porsche-Pilot.

Teamkollege Neel Jani verpasste als Elfter knapp seinen ersten Meisterschaftspunkt.

Mann des Rennens: Antonio Felix da Costa

Mann des Tages war zweifelslos Felix da Costa. Der Pole-Setter lieferte ein fehlerfreies Rennen ab und war auch durch Safety-Car und Full-Course-Yellow-Phasen nicht aufzuhalten. In dieser Form geht der Titel nur über den Portugiesen.

„Da wir sechs Rennen vor uns haben, geht der Kampf um den Titel weiter, und der Druck steigt“, ist sich Felix da Costa sicher. „Ich will wirklich gewinnen, und wenn wir so weitermachen wie heute, haben wir eine gute Chance. Hut ab vor der Mannschaft, nicht nur für das, was sie heute getan hat, sondern auch für die harte Arbeit, die sie in den Aufbau bis zu diesem Moment gesteckt hat“, so Felix da Costa.

Sein Wechsel von BMW zu DS Techeetah scheint sich immer mehr auszuzahlen. Zwei Siege und zwei zweite Plätze gehen bisher auf das Konto des 28-Jährigen, der sich anschickt, Titelverteidiger und Teamkollegen Jean Eric Vergne zu entthronen.

Ich bin hierher gekommen, weil ich ein schnelleres Auto wollte, denn ich möchte mich in die Lage versetzen, Rennen zu gewinnen“, zeigte sich der Tabellenführer zufrieden.

Vergne schien lange Zeit den Doppelsieg von DS Techeetah perfekt zu machen, doch gegen Rennende ging dem amtierenden Formel-E-Champion die Luft aus. Zudem drehte sich der Franzose nach einem Schubster von di Grassi in der Schlussrunde und konnte das Rennen nicht mehr beenden- Ausfall.

Mercedes: Starkes Mannschaftsergebnis Platz vier und sechs

Hinter den besten Drei erzielte Mercedes-Pilot Nyck de Vries mit Platz vier sein bisher bestes Formel-E-Ergebnis, hinter dem fünftplazierten Mahindra-Piloten Jerome d’Ambrosio kam Stoffel Vandoorne im Mercedes auf Platz sechs.

„Platz vier ist ein gutes Ergebnis nach einem äußerst ereignisreichen Rennen“, freute sich de Vries. „Vielleicht wäre ein bisschen mehr drin gewesen, aber ich bin nichtsdestotrotz damit zufrieden. Außerdem hat sich Stoffel klasse nach vorne gekämpft – somit war es dank einer doppelten Punkteankunft ein guter erster Tag für das gesamte Team.

Ich bin zufrieden, gleichzeitig möchte ich aber noch ein bisschen mehr und bin heiß auf meinen ersten Podestplatz. Das Rennen war sehr ereignisreich und schwierig, weil ich viele harte Zweikämpfe bestreiten musste“, fasste der Niederländer zusammen.

Vandoorne,Mercedes S6_Berlin, 5. August 2020 - ©Mercedes,LAT Images

Teamkollege Vandoorne konnte im Kampf um den Titel einige wichtige Punkte mitnehmen. „Wir können mit dem heutigen Ergebnis zufrieden sein“, so Vandoorne. „Wenn man bedenkt, von wo ich gestartet bin, ist Platz sechs ein gutes Ergebnis. Das Gute ist, dass wir morgen eine weitere Chance erhalten.

Dann kann ich mir das Leben hoffentlich mit einem besseren Qualifying-Ergebnis erleichtern. Danach sehen wir dann, was passiert. Alles in allem sind die Plätze vier und sechs ein gutes Mannschaftsergebnis und bedeuten viele Punkte für das Team“, so der Belgier.

Audi: Doppelt gepunktet- Rast mit starken Einstand

Platz sieben ging an Nissan-Pilot Sebstien Buemi, dahinter kam Audi-Speerspitze Lucas di Grassi auf Platz acht, der nach einem verpatzen Qualifying von Startplatz 20 insgesamt 12 Positionen gutmachte. Daher konnte der Brasilianer noch vier Punkte für die Meisterschaft mitnehmen.

„In der Formel E erreicht man nichts ohne Risiko“, sagte di Grassi. „Es war mein Fehler, für den ich mich gleich beim Team entschuldigt habe. Aber wir geben nie auf. Es war ein hartes Stück Arbeit von Platz 20 auf Platz acht. Morgen ist ein neuer Tag – da werden wir wieder angreifen!“

René Rast, Audi e-tron FE06 #66,2020 Berlin ePrix ©Audi

Einen starken Einstand feierte di Grassis Teamkollege Rene Rast, der auf Anhieb im Audi Platz zehn erreichte. „„Wie erwartet verlief mein erstes Rennen für Audi in der Formel E ziemlich chaotisch“, sagte Rast. „Safety Cars, Full Course Yellows, Unfälle vor und neben mir – ich habe heute sehr viel gelernt, Erfahrung gesammelt und gleich einen Punkt geholt. Ich hoffe, dass es morgen noch mehr werden.“

Ex-Audi-Pilot Daniel Abt blieb im NIO chancenlos und kam auf Platz 18.

BMW: nachträgliche Disqualifikation für Günther, Sims punktet

Im Sandwich zwischen di Grassi und Rast erreichte BMW-Pilot Alexander Sims Platz neun. „Auch wenn die Balance nicht perfekt war, konnte ich mich bis in die Top-10 nach vorn arbeiten. Für die kommenden Rennen müssen wir auf jeden Fall an unserer Leistung im Qualifying arbeiten“, sagte Sims.

Für dessen Teamkollegen Maximilian Günther verlief das Berliner Auftaktrennen im Hinblick auf die Meisterschaft enttäuschend.

Max Günther,2020 Berlin E-prix ©BMW

Der Allgäuer zeigte im Rennen einen guten Speed und kam als Achter ins Ziel. Punkte gab es trotzdem keine. Günther wurde nämlich nachträglich disqualifiziert, weil er mehr als die im Rennen zulässige Menge an Energie verbraucht hatte.

„Die Disqualifikation ist sehr schade, aber wir nehmen das so hin und konzentrieren uns auf das nächste Rennen“, so Günther. „Heute war unser Energiemanagement wieder sehr gut und ich konnte mich im Rennen um einige Position verbessern, obwohl ich in einigen Rennsituationen mit dem ‚Attack Mode‘  Pech hatte und an Boden verloren habe“, fasste der Bayer sein Rennen zusammen.

Meisterschaft: Felix da Costa fliegt davon

In der Meisterschaft baute Felix da Costa seine Tabellenführung komfortabel aus. Mit 97 Punkten hat der 28-Jährige mittlerweile einen komfortablen Vorsprung von 41 Punkten auf Mitch Evans (Jaguar), der mit Platz 13 punktelos blieb. Bester Deutscher bleibt Günther mit 44 Punkten auf Platz fünf.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den 24 Piloten und Team-Mitgliedern nach dem sechsten Saisonrennen nicht. Nur 24 Stunden nach dem „Restart“ der Formel E findet heute  (19:00 Uhr Eurosport live) an selber Stelle der siebte Lauf statt. Gefahren wird dabei wieder in entgegengesetzter Richtung des regulären Formel-E-Kurses in Berlin-Tempelhof.

Rennergebnis Rennen 6 Berlin:

Berlin Race 1 2020 ©FIA FormulaE

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: