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FE: Sorgt BMW für den Knalleffekt in Berlin? Intakte Titelchancen für Sims und Günther

Alexander Sims BME iFE.20 ©BMW

Das Team BMW i Andretti Motorsport könnte beim Saisonfinale der Formel E ab morgen (19:00 Uhr) in Berlin für einen Knalleffekt sorgen.

Der deutsch-amerikanische Rennstall hat mit Alexander Sims und Maximilian Günther zwei heiße Eisen im Feuer, die ein gehöriges Wörtchen bei der Vergabe der Meisterschaft mitspielen. Beide Fahrer kommen mit guten Titelchancen in der Team- und Fahrerwertung in die deutsche Bundeshauptstadt.

„Ich freue mich nach so einer langen Pause natürlich sehr darauf, wieder Formel-E-Rennen zu bestreiten“, sagt Sims vor dem ersten Auftritt am Mittwoch Abend.

„Ich denke, die unterschiedlichen Layouts der Strecke sehen aufregend aus. Man erkennt deutliche Unterschiede. Daher wird es sich nicht danach anfühlen, sechs Rennen am gleichen Ort zu bestreiten.

Im vergangenen Jahr ist es für uns in Berlin ganz gut gelaufen. Hoffentlich werden wir diesmal eine ähnlich starke Pace haben und diese in saubere Rennen ohne Zwischenfälle ummünzen. Unser Hauptziel muss sein, gute Ergebnisse in den Punkterängen zu erzielen und um den Titel zu kämpfen. Ich kann es kaum erwarten“, fiebert der 32-jährige Brite dem Showdown der Formel E heftig entgegen.

Sims liegt vor dem Sixpack in Berlin mit 46 Punkten auf Platz drei, der Rückstand auf seinen ehemaligen Teamkollegen Antonio Felix da Costa, der in Führung liegt, beträgt lediglich 21 Punkte- aufholbar. Der Brite gewann diese Saison das zweite Rennen in Diriyah.

Berlin war bisher kein schlechtes Pflaster für Sims, der im Vorjahr auf Platz sieben kam. Zum Saisonende dreht der aktuell Tabellendritte, der übrigens in der Geburtsstadt von William Shakespeare im britischen Stratford­-upon­-Avon lebt, besonders gern auf, wie er im Vorjahr bewies. Beim Saisonfinale in New York kam Sims auf die Plätze vier und zwei und schaffte damit den Turnaround nach einer bis dahin schwachen Saison.

Dem Briten ist mit seiner ruhigen Art und Vorgehensweise durchaus zuzutrauen, den Titel nach München zu holen. In der Teamwertung hat BMW i Andretti Motorsport als Zweiter mit 90 Punkten lediglich acht Zähler Rückstand auf die Spitze, die DS Techeetah innehat.

Maximilian Günther iFE20 ©BMW

Maximilian Günther: Entdeckung des Jahres

Für die intakten Titelchancen sorgt bei den Münchnern auch Maximilian Günther, der jetzt schon zu den Gewinnern dieser ungewöhnlichen Saison zählt. Der Allgäuer feierte in Santiago seinen Premierensieg und stand beim bis dato letzten Rennen am 29. Februar in Marrakesch als Zweiter auf dem Podium.

Wenn man bedenkt, dass Günther beim zweiten Rennen in Diriyah Platz zwei erst nachträglich verlor und auf Platz elf zurückfiel-nach Meinung der Rennleitung hatte der BMW-Pilot in einer Safety-Car-Phase überholt, das eine 24-Sekunden-Zeitstrafe nach sich zog, würde Günther auf Platz zwei in der Meisterschaft auftauchen.

Doch der 23-jährige Deutsche ließ sich dadurch nicht verrückt machen, blieb ruhig und zeigte in den darauffolgenden Rennen sein großes Potential. Mit 44 Punkte liegt Günther auf Platz vier in der Meisterschaft, in Schlagdistanz zum Tabellenführer.

„Nach der langen Pause ist die Vorfreude darauf, wieder Rennen zu fahren, unheimlich groß – vor allem jetzt so geballt mit den sechs Rennen in neun Tagen“, freut sich Günther auf sein Heimspiel. „In Berlin, leider nicht vor heimischem Publikum, aber zumindest im Heimatland zu fahren und die zweite Saisonhälfte zu beenden, ist etwas ganz Besonderes. Wir sind nach der langen Pause unheimlich motiviert.

Wir wissen auch, dass wir eine gute erste Saisonhälfte mit starken Ergebnissen hatten, aber jetzt beginnt alles wieder bei null. Ich denke, wir werden wie bisher auch immer versuchen, uns auf uns selbst zu konzentrieren und das Beste aus unserem Auto und uns als Team herauszuholen. Es wird große Herausforderungen geben, aber wir sind sehr gut gerüstet, wir haben die letzten Monate gut genutzt und ich freue mich jetzt einfach nur, dass es weitergeht“, so der Allgäuer.

Berlin-Sixpack eine gewaltige Herausforderung

Mit sechs Rennen in neun Tagen steht den 12 Teams vor dem mit Abstand außergewöhnlichsten Saisonfinale, das die Formel E  jemals gesehen hat. Austragungsort aller Rennen ist das ehemalige Flughafengelände in Berlin-Tempelhof. Dort bietet sich die Möglichkeit, drei verschiedene Streckenvarianten anzubieten und die sechs Rennen dadurch deutlich abwechslungsreicher zu gestalten. Die ersten beiden Rennen werden auf dem traditionellen Layout in umgekehrter Richtung gefahren (Reverse), die nächsten beiden auf dem traditionellen Layout und die letzten beiden auf einem neuen Layout.

Zu den Schlüsselfaktoren in Berlin zählen Energie-Management, mechanischer Grip, Reifenverschleiß und die Steigerungsfähigkeit zwischen den Rennen einer Variante. Der wellige Streckenbelag sollte für ein mittleres bis hohes Gripniveau sorgen, dass kaum Nachteile für Qualifying-Gruppe 1, in der auch Sims und Günther starten, bietet.

Die Streckenlänge der sechs Rennen umfasst jeweils 2,355 Kilometer, beim ersten ‚Doubleheader‘ wird im Uhrzeigersinn gefahren. Das Berlin-Layout sorgt für alle 24 Piloten für sehr gute Überholmöglichkeiten, da die Strecke sehr breit ausgelegt ist. Reifenflüsterer sind gefragt, denn der Reifenverschleiß ist sehr hoch, insbesondere auf der Hinterachse. Es bleibt spannend, ob BMW i Andretti für einen Knalleffekt bei ihren Heimrennen sorgen kann…

 

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