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FE: Mercedes vor Berlin-Saisonfinale: „Wollen die Gelegenheit nutzen“

Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 - Berlin ©Mercedes

Der Showdown der Formel E zum XXL-Saisonfinale läuft. Sechs Rennen innerhalb von neun Tagen fordert von den Teams eine große Herausforderung.

Mercedes geht zuversichtlich ins Berliner Sixpack. Der Neuling zeigte bislang eine gute Saisonleistung, zweimal konnte Stoffel Vandoorne bisher aufs Treppchen steigen.

„Zunächst freue ich mich wirklich sehr darauf, wieder Rennen zu fahren“, so Vandoorne.

„Es ist schon verrückt, dass wir in knapp zwei Wochen sechs Rennen hinter uns haben werden und die Meisterschaft vorbei ist. Das wird eine super intensive Zeit.

Aber noch ist alles drin. Ich blicke dem Finale optimistisch entgegen, weil wir uns während der Pause als Team sortieren und einige Details verbessern konnten. Dank dieser kleinen Fortschritte blicke ich den kommenden Rennen zuversichtlich entgegen“, strahlt der ehemalige Formel-1-Pilot Zuversicht aus.

Kann er auch, denn in der Meisterschaft liegt der Belgier mit 38 Punkten auf Platz sechs, punktgleich mit Audi-Pilot Lucas di Grassi. Die Titelchancen sind vorhaben, keine Frage, denn Vandoorne weist nur einen Rückstand auf 29 Punkten auf Leader Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) auf.

„Im vergangenen Jahr haben wir gute Ergebnisse in Berlin erzielt“, blick Vandoorne zurück, damals noch mit Mercedes-Ableger HWA in der Rookie-Saison. „Wir haben uns auf P2 qualifiziert und das Rennen auf P5 beendet. Damit haben wir eine gute Basis, auf der wir aufbauen können.

Zusammen mit den Fortschritten aus diesem Jahr sollten wir uns hoffentlich in einer guten Position befinden, um vorn mitzukämpfen. Aber warten wir es ab.

Uns erwartet eine Woche voller Emotionen, positive und vielleicht auch ein paar nicht ganz so positive, aber das ist für alle gleich und jeder muss mit diesen unterschiedlichen Szenarien klarkommen. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt“, fügt der Mercedes-Pilot hinzu.

Ian James, S6_Santiago de Chile, Donnerstag - ©Sebastian Kawka

Teamchef Ian James: „Wollen Gelegenheit nutzen“

Teamchef Ian James kann es schon gar nicht mehr erwarten, dass die Formel-E-Saison ihre Fortsetzung findet. „Das ganze Team hat dieser Woche entgegengefiebert. Einen intensiveren Abschluss für unsere Rookie-Saison kann es gar nicht geben. Wir haben die letzten Wochen damit verbracht, intensiv an allen Defiziten zu arbeiten, die wir Anfang des Jahres gesehen haben. Das ist einfach Teil der Lernkurve“, sagt James.

Der Brite weiß um die bestehende Mammutaufgabe. „Die Leidenschaft, mit der sich das ganze Team auf die kommenden Tage und die Arbeit unter den besonderen Bedingungen vorbereitet hat, macht mich stolz und zuversichtlich. Jeder Einzelne ist sich bewusst, wie groß die Herausforderung werden wird“, so James.

Der Mercedes-Boss erhofft sich, noch ein Wörtchen bei der Vergabe der Titelkrone mitreden zu können. Zumindest mit Vandoorne bestehen reelle Chancen, in der Teamwertung liegt Mercedes auf Platz fünf. Laut James kommt dem Reifenmanagement in berlin eine große Bedeutung zu.

„Wir haben mehr als die Hälfte der Saison noch vor uns. Für alle Teams ist noch alles möglich. Gerade auch, weil die Vorbereitungszeit auf die drei Streckenvarianten nur kurz war. Ein entscheidender Punkt für jedes Rennen in Berlin wird das richtige Reifenmanagement sein.

Der Bodenbelag auf dem Tempelhofer Feld verlangt den Reifen eine Menge ab. Für uns ist aber klar: Wir wollen die Gelegenheit nutzen, das eine oder andere Highlight zu setzen und einen guten Saisonabschluss hinzulegen“, so der Brite.

Nyck de Vries, ©Mercedes,LAT Images

Nyck de Vries: schöne Punkteausbeute das Ziel

Der Niederländer Nyck de Vries liegt mit 18 Punkten auf Platz 13 der Meisterschaft. Der Rückstand auf die Spitze ist schon enorm, doch bei insgesamt 180 zu vergebenen Punkten in Berlin nicht uneinholbar.

„Natürlich freue ich mich wahnsinnig darauf, wieder Rennen fahren zu können“, sagt de Vries. „Es ist schon eine Weile her, dass ich mit dem Team in der Formel E an den Start gegangen bin.

Deshalb bin ich froh darüber, dass die Verantwortlichen einen guten Kompromiss gefunden haben, um unsere Saison abzuschließen. Jetzt liegen neun intensive Tage vor uns, an denen es sehr viele Punkte zu holen gibt. Schließlich bestreiten wir in diesen Tagen mehr Rennen als bislang in dieser Saison“, ergänzt der Formel-E-Rookie, der mit Platz fünf in Santiago und Platz sechs zum Auftakt in Saudi-Arabien schon Ausrufezeichen setzen konnte.

„Ich hoffe, dass wir als Team gut darauf vorbereitet sind, aber zu einhundert Prozent ist das wahrscheinlich niemand. Denn uns erwarten sehr viele Herausforderungen und alle werden in diesen neun Tagen einige Höhen und Tiefen durchleben.

Deswegen ist es wichtig, dass wir ruhig bleiben und alles Schritt für Schritt angehen. So können wir dann hoffentlich eine schöne Punkteausbeute einfahren und die Saison mit einem guten Ergebnis beenden“, lautet das Ziel des jungen Niederländers.

Neues Personal bei Mercedes:

Mit Daniel Juncadella unterstützt das Team ein alter Bekannter. Der Spanier wird als Ersatzfahrer für das Team in Berlin dabei sein. Er saß in diesem Jahr schon beim Rookie-Test der Formel E im Anschluss an den Marrakesch E-Prix im Auto.

Dazu kommt mit Nick Chester ein neuer Technischer Direktor zu den Schwaben. Der 51-jährige Brite war zuletzt Technischer Direktor beim Renault F1 Team und bringt die Erfahrung aus drei Jahrzehnten im Motorsport mit.

Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 - Berlin ©Mercedes

Mercedes: entschlossen gegen Rassismus

Nach den jüngsten Ereignissen überall auf der Welt bekräftigt die Mercedes ihren Aufruf für Vielfalt und gegen Rassismus und jede Form von Diskriminierung. In diesem Rahmen bestreitet das Team die letzten sechs Saisonrennen mit einer schwarzen Grundlackierung und dem Aufruf „End Racism“ auf den Halos der beiden Autos von Vandoorne und de Vries.

Schon Lewis Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas fahren in der aktuellen Formel-1-Saison für Mercedes mit schwarzer Lackierung.

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