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Formel E: Porsches Zielsetzung für Berliner Sixpack- Podestplätze

Andre Lotterer ©Porsche

Das große Formel-E-Finale ist angerichtet. Am Mittwoch steigt nach fünfmonatiger Zwangspause der erste von insgesamt drei ‚Double-Header‘ (5./6. August, 8./9. August und 12./13. August) in Berlin-Tempelhof.

Wer holt den begehrten Formel-E-Titel in der Fahrer- und Teamwertung? Alles ist noch offen.

Das deutsche Team Porsche geht mit einer klaren Zielsetzung ins Heimspiel. Podestplätze sollen her, möglichst viele.

„Mehr als die Hälfte der Rennen in der aktuellen Formel-E-Saison findet aufgrund der besonderen Situation in Berlin statt, so dass in Sachen Fahrer- und Teamwertung alles möglich ist“, sagt Porsches Einsatzleiter Formel E Amiel Lindesay ganz offen.

„Wir werden alles dafür tun, unsere erste Saison mit einer großen Punkteausbeute zu beenden. Daher ist die Zielsetzung klar: Podestplätze.“

Wie alle anderen Teams hat sich Porsche intensiv auf das große Finale vorbereitet. Ausgerechnet die Rookie-Saison der Zuffenhausener zu Hause in Berlin zu beenden, gibt zusätzliche Motivation. „Das komplette Team hat sich in den vergangenen Monaten intensiv auf das Saisonfinale vorbereitet, so dass wir optimistisch nach Berlin reisen“, sagt Lindesay.

„Wir können es alle kaum erwarten, endlich wieder an der Rennstrecke zu sein und uns dem Motorsport zu widmen – wenn auch unter speziellen Bedingungen“, so der Franzose, der hofft, dass seine beiden Schützlinge Andre Lotterer und Neel Jani nochmal alles aus dem Porsche 99X Electric rausholen.

Berlin Layouts ©Porsche

Besonderes Schmankerl des Berliner Sixpack sind die drei unterschiedlichen Strecken-Layouts. „Die drei unterschiedlichen Konfigurationen machen das Finale noch spannender als es ohnehin schon ist“, so Porsches Einsatzleiter. „

Ein Sonderlob erteilt Lindesay der Formel E für deren Organisation und Streckenführung. „Bei der normalen und umgekehrten Streckenführung ändert sich die Charakteristik komplett. Das dritte und vollkommen neue Layout begeistert uns: Hut ab für die Planung und Organisation seitens der Formel E und der FIA, die einen solchen Kurs möglich gemacht hat.

Die unterschiedlichen Strecken-Charakteristika haben uns in der Vorbereitung viel Arbeit bereitet. Aber wir sind guter Dinge und liegen voll im Plan.“

Andre Lotterer: Geben Bestes für die fehlenden Fans

Der deutsche Pilot Andre Lotterer kommt mit zusätzlicher Motivation nach Berlin, sechs Heimrennen kommen auch nicht alle Tage vor. „Ich freue mich sehr, dass es nach so einer langen Pause nun endlich wieder losgeht. Dass wir gleich sechs Heimrennen in Berlin-Tempelhof fahren werden, ist eine tolle Sache“, fiebert Lotterer dem Finale entgegen.

Der 38-jährige gebürtige Duisburger liegt aktuell mit 25 Zählern auf Platz 12 der Meisterschaft. Lotterer hat durchaus reelle Chancen unter die ersten Drei zu kommen, der Rückstand auf Tabellenführer Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) beträgt 42 Punkte.

„Auf uns warten anspruchsvolle Tage, genau wie für alle anderen Teams“, so der Deutsche. „Wir sind sehr gut vorbereitet und haben viel Zeit im Simulator verbracht.

Vor allem die drei verschiedenen Strecken-Layouts machen das Finale besonders. Es ist natürlich schade, dass in Berlin keine Fans an der Strecke sein können, aber wir werden unser Bestes geben und ein spannendes Finale abliefern“, verspricht Porsches Speerspitze, der beim Saisonauftakt in Saudi-Arabien mit Platz Zwei einen vielversprechenden Einstand bei Porsche feierte.

„Natürlich wollen wir als Team unsere Rookie-Saison bestmöglich abschließen. Mit dem zweiten Platz beim ersten Rennen und der Pole Position in Mexiko haben wir gezeigt, dass der Porsche 99X Electric die Performance hat, um ganz vorne dabei zu sein.

In der Pause konnten wir die bisher gesammelten Daten noch detaillierter analysieren, um Weiterentwicklungen voranzutreiben und Verbesserungen gezielt umzusetzen. Meine Batterien sind aufgeladen, so dass ich es nun kaum mehr erwarten kann, wieder ins Auto zu steigen. Es ist höchste Zeit an die Rennstrecke zurückzukehren und zu zeigen, wie sehr wir Motorsport lieben“, zeigt sich Lotterer vor dem Showdown in Berlin optmistisch.

Neel Jani: Gibt es die ersten Punkte?

Neel Jani ©Porsche

Teamkollege Neel Jani wartet immer noch auf seine ersten Formel-E-Punkte für Porsche. Der Schweizer möchte zum Saisonabschluß nochmals sein ganzes Können unter Beweis stellen und möglichst in die Top Ten fahren. „Das Saisonfinale ist fast eine eigene Meisterschaft. Sechs Rennen in neun Tagen hat so vermutlich noch niemand erlebt“, so Jani.

„Das kann besondere Chancen bieten. In der Meisterschaft ist alles offen, was das Ganze natürlich ausgesprochen spannend macht. Unsere Rookie-Saison war mit nur fünf Rennen bisher sehr kurz. Daher lauten meine Ziele für Berlin- weitere Erfahrungen sammeln und in allen ausstehenden Rennen Punkte einfahren“, so das erklärte Ziel des 36-Jährigen.

Jani freut sich ganz besonders auf Berlin, jeder im Team freut sich, dass die lange Zwangspause vorbei ist.

„In meiner bisherigen Motorsport-Karriere hatte ich noch nie eine so lange Pause vom Rennfahren“, sagt der Schweizer. „Deshalb ist es umso schöner, dass wir uns nun endlich wieder auf unseren Sport fokussieren können.

In Berlin haben wir die Chance, weitere wichtige Erfahrungswerte zu sammeln und diese innerhalb sehr kurzer Zeit von Rennen zu Rennen in Resultate umzusetzen. Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Herausforderung und kann es kaum erwarten, wieder im Auto zu sitzen.“

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