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DTM: BMW: „Spa würdiger Rahmen für den Saisonauftakt 2020“

Augusto Farfus im BMW M4 DTM in Spa-Francorchamps, Herstellertest ©BMW

Die DTM-Saison 2020 wird endlich gestartet. Am kommenden Wochenende (1./2. August) heulen die Turbo-Motoren von Audi und BMW zum Auftakt in Spa-Francorchamps. Die Vorfreude bei den BMW DTM-Teams steigt. Ziel ist es, Titelverteidiger Audi zu enthronen.

Das BMW Team RMG und das BMW Team RBM setzen insgesamt sechs BMW M4 DTM, die von je zwei deutschen Fahrern Marco Wittmann und Timo Glock, zwei Österreicher Piloten Philipp Eng und Neuzugang Lukas Auer sowie zwei Südafrikaner Sheldon van der Linde sowie Neuzugang Jonathan Aberdein pilotiert werden. Dazu gibt im BMW-DTM-Kundenauto Robert Kubica sein Debüt in der Tourenwagenserie.

„Die Traditionsstrecke von Spa-Francorchamps ist ein würdiger Rahmen für den Saisonauftakt 2020“, sagt BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt.

Spa-Francorchamps bildet den Auftakt für einen kompakten Rennkalender mit insgesamt neun Veranstaltungen in drei Monaten. Weitere Austragungsorte sind der Lausitzring als Doubleheader,  Assen, der Nürburgring und Zolder je als Doubleheader und das traditionelle Saisonfinale in Hockenheim.

Während die BMW DTM-Werksfahrer die Ardennen-Achterbahn von Spa-Francorchamps aus anderen Rennserien kennen, ist sie für den BMW M4 DTM Neuland.

Zuletzt gastierte die DTM 2005 auf dem belgischen Kurs. Eine weitere Herausforderung ist der Zeitplan des Auftakt-Wochenendes. Die Zwei-Tages-Veranstaltung beginnt am Samstagmorgen mit einem freien Training, danach geht es um 10.55 Uhr Ortszeit direkt in die erste Qualifikation des Jahres.

Kommentator Edgar Mielke im Interview ©Mielke

DTM im Free-TV

DTM-Fernsehsender Sat.1 überträgt live den Saisonauftakt aus Spa-Francorchamps am Samstag und Sonntag jeweils ab 12.55 Uhr im Free-TV. Lauf eins wird am Samstag um 13.33 Uhr gestartet. Am Sonntag folgen um 10.45 Uhr das zweite Qualifying und um 13.33 Uhr Lauf zwei.

Spa und BMW: Eine besondere Beziehung

Spa-Francorchamps ist mit der Geschichte von BMW im Motorsport eng verbunden. So ist BMW mit bisher 24 Erfolgen Rekordsieger beim berühmten 24-Stunden-Rennen auf der belgischen Strecke. Auch für das BMW Team RBM mit Sitz im belgischen Mechelen ist es mehr als das erste Heimrennen der Saison.

Teamchef Bart Mampaey und seine Familie feierten seit den 1970er-Jahren Siege beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps sowie weitere Erfolge in der FIA European Touring Car Championship und der FIA World Touring Car Championship.

Premiere für das BMW-Kundenteam ART Grand Prix

Zum ersten Mal geht in der DTM ein privates Kundenteam mit BMW Turbo-Power an den Start und bringt zugleich einen prominenten Piloten zurück in ein BMW Cockpit. In einem BMW M4 DTM des französischen Teams ART Grand Prix bestreitet der Pole Robert Kubica seine Debütsaison in der DTM, der 2019 nach langer verletzungsbedingter Pause noch einmal in der Formel 1 angetreten war.

„Er ist ein echter Gewinn für die DTM“, bringt es BMW-Boss Marquardt auf den Punkt.

Für ART Grand Prix ist es ein Comeback in der DTM. Das 2005 gegründete Team um Teamchef Sébastien Philippe, das sich auch in verschiedenen Formelserien bis hin zur GP2 und der Formel 2 einen Namen gemacht hat, war bereits in den Jahren 2015 und 2016 in der DTM am Start – damals noch mit Mercedes-Triebwerken- und hatte dabei insgesamt vier Podiumsplätze gefeiert.

Hier die Stimmen vor dem Saisonauftakt in Spa-Francorchamps:

Jonathan Aberdein (BMW Team RBM / Teamwertung BMW Team RMR): „Ich freue mich riesig darauf, wieder Rennen zu fahren, da seit unserem letzten DTM-Rennen so viele Monate vergangen sind. Es ist also wieder an der Zeit. Ich bin auch gespannt darauf, die Entwicklung zu sehen, die wir mit dem BMW M4 DTM gemacht haben.

Die Jungs haben im Winter und bei den Tests richtig hart gearbeitet, und ich denke, dass es eine sehr gute Saison wird, in der wir sehr konkurrenzfähig sein werden. Wir alle gehen also mit hohen Erwartungen und großen Hoffnungen in die Saison und sich gespannt, wo wir stehen.“

Lucas Auer BMW ©BMW

Lucas Auer (BMW Team RMG / Teamwertung BMW Team RMR): „Die Vorfreude ist riesig, in die Saison zu starten, vor allem in Spa-Francorchamps. Das wird ein echtes Highlight dieses Jahres.

Mit den Höhenunterschieden und den Highspeed-Kurven ist die Strecke in Spa etwas ganz Besonderes. Speziell mit neuen Reifen dort eine schnelle Runde hinzulegen, ist fantastisch und darauf freue ich mich riesig. Was meine Zielsetzung für die ersten Rennen angeht: Ich denke, für mich ist zunächst das Wichtigste, in den DTM-Rhythmus zurückzukommen und gut mit dem Team zusammenzuarbeiten.

Beim offiziellen Test auf dem Nürburgring haben wir schon einiges gesehen und gelernt, und das werden wir jetzt in Spa direkt umsetzen.“

Timo Glock (BMW Team RMG): „Ich freue mich, dass wir nach der langen Wartezeit und der Corona-Pause endlich wieder das machen können, was uns allen Spaß macht, nämlich Rennen fahren.

Es ist natürlich schade, dass es erst einmal ohne Zuschauer stattfindet, aber trotzdem freue ich mich speziell auf Spa. Es ist ein Highlight, mit einem DTM-Auto in Spa zu fahren, und ich bin sehr gespannt, wie das erste Rennwochenende ablaufen wird.

Das Ziel ist relativ klar: beide Rennen so gut wie möglich zu beenden, und ich hoffe, dass wir um das Podium mitkämpfen können.“

Philipp Eng ( BMW Team RBM): „Ich freue mich sehr, dass es jetzt wieder losgeht. Ich freue mich auch sehr darauf, mein Team wiederzusehen und wieder im BMW M4 DTM zu fahren. Und das gleich auch noch in Spa – das ist ein riesen Highlight.

An Spa habe ich mit den beiden Siegen im BMW M6 GT3 beim 24-Stunden-Rennen sehr gute Erinnerungen. Und ich hoffe natürlich, dass ich meine Sieges- und Erfolgsquote beibehalten kann.“

Philipp Eng BMW ©BMW

Marco Wittmann (BMW Team RMG): „Die Vorfreude ist natürlich riesig, nach dem langen, Corona-bedingten Warten wieder Rennen fahren zu können. Ich denke, dass es definitiv ein toller Saisonauftakt wird.

Spa-Francorchamps ist eine einmalige und ganz besondere Rennstrecke. Zudem ist es für uns alle das erste Mal, dass wir dort mit der DTM fahren. Ich freue mich darauf, auch wenn natürlich ein bisschen Wehmut dabei ist, weil wir keine Fans vor Ort haben können, die uns unterstützen.

Daher hoffe ich natürlich, dass ganz viele vor dem Fernseher dabei sind und uns die Daumen drücken. Ich werde versuchen, für die Zuschauer eine richtig gute Show hinzulegen und hoffe auf einen erfolgreichen Saisonstart in Spa.“

Sheldon van der Linde (BMW Team RBM): „Ich freue mich wirklich auf meine ersten DTM-Rennen seit neun oder zehn Monaten, denn das letzte Rennen war im vergangenen Jahr in Hockenheim.

Es war also eine lange Zeit, aber ich denke, es ist wie beim Fahrradfahren: Man findet schnell in seinen Rhythmus zurück. Spa-Francorchamps ist eine fantastische Strecke. Sie gehört zu meinen persönlichen Top-3-Rennstrecken, auf denen ich bisher gefahren bin.

Deshalb freue ich mich schon sehr darauf. Ich denke, dass wir in Spa mit den langen Geraden und DRS eine Menge Überholmöglichkeiten haben. Das wird definitiv für spannende, enge Rennen sorgen. Dennoch wird ein gutes Qualifying wichtig sein, denn man muss an den Jungs an der Spitze dranbleiben, wenn man am Ende ein gutes Ergebnis holen will. Ich denke, dass wir ein wirklich gutes Auto haben, wir haben über den Winter große Fortschritte gemacht und hatten Anfang des Monats mit Augusto Farfus in Spa einen sehr guten Test. Wir sind also optimistisch, dass wir ein gutes Ergebnis holen können.“

Bart Mampaey,BMW Team RBM ©BMW

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM): „Der Saisonauftakt in Spa-Francorchamps ist aus mehreren Gründen etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil wir nach der langen Pause nun endlich Rennen fahren können.

Zum anderen, weil ich, meine Familie und das Team seit Jahrzehnten eng mit diesem Traditionskurs verbunden sind. Es ist großartig, dass wir unsere Spa-Francorchamps-Geschichte nun um das Kapitel DTM erweitern können.

Beim Test Anfang Juli haben wir erste Eindrücke gewonnen, und es war einfach spektakulär, den BMW M4 DTM mit Vollgas durch die Eau Rouge fahren zu sehen. Ich denke, dass wir mit den PS-starken DTM-Autos mit ihrer hohen Downforce auf dieser schnellen und flüssigen ‚Achterbahn’ fantastische Rennen erleben werden.

Das Zwei-Tages-Event zum Auftakt wird eine Herausforderung, doch wir haben alles getan, um bestmöglich vorbereitet in die ersten Rennen und in die kompakte Saison zu gehen.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG): „Das gesamte Team fiebert dem Saisonstart entgegen. Wir sind Racer und freuen uns darauf, auf der Rennstrecke wieder um Erfolge zu kämpfen. Natürlich wird 2020 schon allein wegen der Dichte der aufeinanderfolgenden Rennen eine Herausforderung, doch darauf haben wir uns vorbereitet und wir stellen uns ihr gern.

Es ist großartig, dass die DTM nach 15 Jahren nach Spa-Francorchamps zurückkehrt. Dies ist ein fantastischer Kurs mit einem ganz eigenen Charakter. Wir sind sehr gespannt darauf, dort mit dem BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen.

Am Rennwochenende selbst bleibt uns mit einem freien Training am Samstagmorgen nicht viel Zeit für die finale Vorbereitung auf Qualifying und Rennen. Doch auch dafür sind gerüstet. In den vergangenen Monaten haben wir auf den Moment hingearbeitet, wenn zum ersten Mal in diesem Jahr wieder die Startampeln ausgehen. Nun können wir es kaum erwarten, bis es am Samstag endlich soweit ist.“

Jens Marquardt BMW ©BMW

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor): „Wir haben lange darauf gewartet, und nun können wir in Spa-Francorchamps endlich in die DTM-Saison 2020 starten. Wir danken Gerhard Berger und der ITR für ihre unermüdlichen Bemühungen in diesen schwierigen Zeiten.

Die Veranstaltungen werden anders sein, als wir es gewohnt sind, aber die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten haben für uns alle weiter höchste Priorität. Es ist großartig, nun den BMW M4 DTM in weltberühmten Kurven wie der Eau Rouge oder der Blanchimont zu sehen.

Wir haben uns im Rahmen der Möglichkeiten, die wir in den vergangenen Monaten hatten, bestmöglich auf die neue Saison vorbereitet. Der BMW M4 DTM wurde weiter optimiert, um sein Potenzial in die entsprechenden Rennergebnisse umzusetzen, und mit vier bewährten Fahrern und zwei starken Neuzugängen sind wir fahrerseitig bestens aufgestellt.“

 

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