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DTM: BMW und Südafrika- eine ganz besondere Beziehung

Jonathan Aberdein BMW ©BMW, Hoch Zwei

Die Start-Ampeln der DTM schalten nächstes Wochenende (1./2. August) auf Grün.

Der Saisonauftakt im belgischen Spa-Francorchamps steht unmittelbar bevor. BMW geht mit je zwei deutschen, österreichischen und südafrikanischen Piloten in die anstehende Saison.

Die beiden Südafrikaner Sheldon van der Linde und Jonathan Aberdein fahren ihre zweite DTM-Saison. Während van der Linde bereits in der abgelaufenen Saison am Steuer des BMW M4 DTM saß, wechselte Aberdein vom Audi-Kundenteam WRT zu den Münchnern.

Lange Historie: BMW und Südafrika

In der Motorsporthistorie von BMW nimmt Südafrika eine ganz besondere Rolle ein. Im abschließenden Formel-1-Rennen der Saison 1983 sicherte sich der Brasilianer Nelson Piquet in Kyalami in der Provinz Gauteng den WM-Titel. Es war gleichzeitig der erste Formel-1-Titel für BMW und der erste für ein Fahrzeug mit Turboantrieb.

Sowohl bei van der Linde als auch bei Aberdein reicht die Begeisterung für BMW zurück bis in die Kindertage.

Sheldon van der Linde: Stammt aus einer Rennfahrerfamilie

Kyalami, das ist auch die Rennstrecke, mit der van der Linde seine ersten Erinnerungen an BMW verbindet. Van der Linde kommt aus einer Rennfahrerfamilie, und bereits sein Vater Shaun war als BMW Fahrer im Tourenwagensport aktiv.

Sheldon van der Linde BMW ©BMW, Hoch Zwei

„Seit ich vier Jahre alt war, bin ich praktisch an der Rennstrecke aufgewachsen und habe meinen Vater zugesehen, wie er mit BMW Rennen gefahren ist“, erinnert sich van der Linde, der mittlerweile in Kempten wohnt. „Das ist meine erste Erinnerung an BMW, und damals hat auch für mich alles begonnen.

Seitdem blieb die Marke BMW immer in meinem Kopf, und deshalb wollte ich immer eines Tages ein BMW-Fahrer werden. Denn ich bin damit aufgewachsen, ich liebe BMW seit meiner Kindheit, und ich wollte irgendwann in meinem Leben den nächsten Schritt machen und so sein wie mein Vater. Er war mein Vorbild, und ich wollte das tun, was er tut“, erklärt der 21-jährige Südafrikaner sein Vorhaben. Dieses Ziel erreichte van der Linde zur Saison 2019, als er in den Werkskader von BMW aufgenommen wurde.

Übrigens teilt sich Sheldon van der Linde die motorsportliche Leidenschaft mit seinen drei Jahre älteren Bruder. Kelvin van der Linde geht im ADAC GT Masters 2020 an den Start, allerdings nicht mit einem Münchner Fabrikat. Bruder Kelvin sitzt am Steuer eines Audi R8 LMS.

Höhepunkt: mit Schnitzer ein Heimrennen in Kyalami

Im vergangenen Herbst erfüllte sich für van der Linde zudem ein weiterer Traum: als BMW-Werksfahrer in Südafrika ein Heimrennen zu bestreiten. Im BMW M6 GT3 vom BMW-Team Schnitzer trat er beim Finale der Intercontinental GT Challenge 2019 (IGTC) in Kyalami an.

Sheldon van der Linde BMW Motorsport Kyalami 2019 ©BMW

„Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich tatsächlich mit einem BMW in Kyalami fahren könnte – genauso wie mein Vater früher. Dies war eine ganz besondere Veranstaltung für mich und eines meiner persönlichen Highlights des vergangenen Jahres“, so van der Linde.

„Es war mein allererstes Heimrennen als BMW-Werksfahrer. Die Unterstützung der Fans und von BMW South Africa war phänomenal. Es gibt so viele leidenschaftliche BMW-Fans in Südafrika, und ich hatte das Gefühl, dass der Großteil der Fans an der Strecke uns die Daumen gedrückt hat.“

Jonathan Aberdein: Cooles Auto des Vaters

Der Vater von BMW-Werksfahrer-Kollegen Jonathan Aberdein war ebenfalls aktiver Rennfahrer. Zwar nicht auf BMW-Rennwagen, aber privat war auch er derjenige, der die Begeisterung für BMW bei seinem Sohn bereits in Kindertagen weckte.

„Eines Tages, als ich noch recht klein war, kam ich nach Hause. Und da stand dieser leuchtend rote BMW M3 E46 in der Garage, den mein Vater gerade gekauft hatte“, blickt Aberdein zurück.

„Und ich dachte, dass das bei Weitem das Coolste war, was ich in meinem Leben je gesehen habe. Es war ein richtiges High-Performance-Auto und ist noch heute eines meiner Lieblingsmodelle von BMW.“

Jonathan Aberdein ©BMW

Diese Leidenschaft für die Marke ließ auch bei Aberdein nicht mehr nach. „Mir haben immer all die BMW M3 und M4, die BMW produziert hat, sehr gut gefallen. Und als ich dann Anfang dieses Jahres meinen Vertrag als BMW- Werksfahrer unterschrieben habe, war das ein ganz besonderer Moment für mich“, so Aberdein, der in Kapstadt beheimatet ist.

Wenn die beiden südafrikanischen BMW-DTM-Piloten in Spa-Francorchamps in die Saison starten, können sie sich der Unterstützung vieler Landsleute sicher sein. Denn BMW gehört in Südafrika zu den populärsten Automobilmarken. „Ich selber sehe immer sehr viele BMW und BMW M Modelle auf den Straßen rund um Kapstadt. Sie sind bei Südafrikanern eine sehr beliebte Wahl“, erklärt Aberdein.

Und van der Linde pflichtet bei: „Die Marke ist bei uns sehr beliebt. Nicht nur, dass die Leute begeistert sind, wenn sie BMW auf der Rennstrecke erleben. Man sieht auch immer sehr viele BMW-Serienfahrzeuge auf den Straßen. Es ist ein tolles Gefühl, weil man ein Teil dieser Marke ist, für die so viele Leute eine große Leidenschaft haben.

Seit vielen Jahren hat BMW in Südafrika einen der größten Marktanteile für M Automobile weltweit. Es ist etwas Besonderes, das zu repräsentieren, dass so viele Menschen in Südafrika lieben“, sagt van der Linde.

BMW mit langer Historie in Südafrika

1973 eröffnete in Südafrika das erste Werk der BMW Group außerhalb Deutschlands. Am Standort Rosslyn nördlich von Johannesburg wurden zunächst 35 Jahre lang mehr als eine Million Einheiten des BMW 3ers produziert. Im BMW Werk Rosslyn entstand 1976 auch der BMW 530 MLE, der für viele als einer der ersten Schritte von BMW im Motorsport gilt.

Die Rennversion des BMW 530 MLE gewann dreimal in Folge die Star Modified Racing Series und wurde das weltweit erfolgreichste 5er-Modell auf der Rennstrecke. Nach einer großen Investition wurde das Werk in Rosslyn 2018 auf die Produktion des neuen BMW X3 umgerüstet. BMW Südafrika beschäftigt direkt und indirekt über 40.000 Mitarbeiter und ist einer der führenden Pkw-Exporteure des Landes.

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