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DTM: Herstellertest in Spa-Francorchamps, Hankook-Reifen gefordert

Mike Rockenfeller, Audi ©Hankook,DTM

Die DTM absolviert morgen am Donnerstag (9. Juli) einen gemeinsamen Herstellertest in Spa-Francorchamps.

Vor dem Saisonauftakt (1. bis 2. August) auf dem Traditionskurs in den Ardennen gehen Audi und BMW auf Nummer Sicher und nehmen aus Sicherheitsaspekten den 7,004 Kilometer langen Asphaltband genauer unter die Lupe.

Da kaum Erfahrungswerte für die beiden verbliebenen Hersteller vorliegen, suchen die Hersteller mit je einen DTM-Boliden das passende Set-Up speziell für diese Rennstrecke.

Eine besondere Bedeutung kommt den Reifen des Serienausrüsters Hankook beim Herstellertest zu. Nicht nur für die DTM-Autos wird Spa ein Härtetest, auch die Rennreifen vom Typ Hankook Ventus Race sind extrem gefordert.

Allerdings dürfen Rene Rast, Marco Wittmann & Co nicht selbst vorab in Spa auf die Strecke, kein aktueller DTM-Stammpilot soll mit einem Wettbewerbsvorteil in die neue Saison 2020 starten.

Daher steigt bei Audi der Franzose Benoit Treluyer ins Cockpit des Audi RS 5, bei BMW übernimmt der langjährige DTM-Werkspilot Augusto Farfus im BMW M4 die Rolle des Testpiloten.

Rennstrecke Spa-Francorchamps

Die Rennstrecke in Spa ist mit 19 Kurven konsequent auf Höchstgeschwindigkeit getrimmt, verlangt den Pneus durch hohe Kurvengeschwindigkeiten schon einiges ab. Neun Rechts- und zehn Linkskurven umfasst das einzigartige Layout.

Layout Spa-Francorchamps ©DTM

Einige Kurven wie Eau-Rouges, La Source, Les Combes und Blanchimont verlangen jeden Piloten allergrößten Respekt ab. Circa 70 Prozent der 7,004 Kilometer langen Strecke legen die Rennautos unter Volllast zurück, die viel Abtrieb durch schnelle Kurvenkombinationen wie Eau-Rouge und Pouhon benötigen. Dadurch erhöht sich zusätzlich das Stress-Level für den Hankook Rennreifen.

Für das Set-Up der DTM-Autos muss also ein Kompromiss gefunden werden, der hohen Top-Speed bei gleichzeitig maximaler Traktion möglich macht. Kein leichtes Unterfangen für die Reifeningenieure bei Hankook.

Hankook: Erfahrenes Team

„Wir haben eine sehr erfahrene Motorsport-Truppe, sehr erfahrene Ingenieure, die auf allen Rennserien weltweit gearbeitet haben“, sagt ein Hankook-Sprecher gegenüber ‚bildpresse2010.blog‘.

Beim Trackwalk gehen die Hankook-Ingenieure die rund sieben Kilometer lange Rennstrecke zu Fuß ab. Dabei betrachten die Ingenieure im Detail den Asphalt, Streckenbeschaffenheit, Bremspunkte, Fahrlinien und Höhe der Curbs. Nichts bleibt dem Zufall überlassen.

„Sie kennen die Asphaltsorten in jeder Kurve und wissen, was sie auch in Spa machen müssen. Wir fangen da nicht bei null an. Die Ingenieure haben die Verpflichtung die Streckenbegehung zu Fuß durchzuführen. Jeder Curb wird ganz genau unter die Lupe genommen, nicht nur einmal, manchmal sogar zweimal, um die Sicherheit vollständig zu gewährleisten.“

Die Belastung der Hankook-Reifen in der DTM kann mit dem entsprechenden Fahrzeug-Setup verringert werden. Jeder Fahrer stimmt sein Arbeitsgerät auf seine eigenen Bedürfnisse ab, ist also ganz extrem auf eine Person zugeschnitten. Der amtierende Champion Rene Rast fährt ein anderes Set-Up als Markenkollege Nico Müller, bei den BMW-Piloten verhält es sich genauso.

Fahrwerks-Abstimmung

In Spa, wo Treluyer und Farfus zum Einsatz kommen, geht es darum, eine entsprechende Symmetrie für die Fahrwerksabstimmung zu finden.

Der Hankook-Reifen in der DTM hat eine festgelegte Spezifikation und darf nicht verändert werden. Die Reifen werden auf Spa mit Parametern wie Vor- und Nachspur, Sturzwerten und Luftwerten von den Herstellern Audi und BMW angepasst.

DTM Misano 2019, Hankookreifen ©DTM,Hankook

Hankook gibt eine Empfehlung, was den Luftdruck betrifft. Den Mindest-Luftdruck, der zusammen mit der technischen Sachverständigenorganisation Dekra festgelegt wird, ist für alle Hersteller verbindlich. Nach oben sind die Hersteller an keine Grenzen gebunden. Der Mindest-Luftdruck ist abhängig von den örtlichen Asphaltemperaturen. Je höher die Temperaturen steigen, umso höher wird der Mindest-Luftdruck festgelegt.

Treluyer und Farfus sind Profis in ihrem Fach, sie wissen ganz genau, wie sie in Spa mit den Reifen umgehen müssen. Sie leisten Vorarbeit auf höchsten Niveau für ihre Fahrerkollegen, die am 01. August zum Saisonstart selbst auf die Strecke gehen dürfen.

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