Zum Inhalt springen

Formel E: Wachablösung beim Batterie- und Reifenausstatter

Hankook Regenreifen ©EHirsch

Die Entscheidung der FIA kam dann doch überraschend. Der südkoreanische Reifenhersteller Hankook hat das große Los gezogen und rüstet die Formel E mit Einführung der Gen3-Autos ab der Saison 2022/2023 exklusiv mit Allwetterreifen aus.

Ein alter Bekannter kehrt hingegen in den Formel-E-Zirkus zurück. Williams Advanced Engineering (WAE) zeichnet mit der dritten Generation der Elektro-Boliden für die Batterie verantwortlich.

Kontinuität hingegen heißt es weiter beim Chassis-Hersteller. Spark Racing Technolgy darf das Gen3-Einheitschassis einschließlich des vorderen Antriebsstrang-Pakets weiterhin produzieren. Das französische Unternehmen war schon für die erste (Sport SRT_01E)  und zweite Generation (Spark SRT_05e) der Elektro-Boliden verantwortlich.

Vorausgegangen war der Neuvergabe von Chassis, Reifen und Batterien ein Ausschreibungsverfahren der FIA und die Genehmigung durch das FIA World Motor Sport Council. Technische, ökologische, kommerzielle und finanziellen Anforderungen waren für die Neuverteilung der Einheitsbauteile ausschlaggebend, wie die FIA in einer Pressemitteilung erklärte.

Wie schon bei den ersten beiden Generationen erstreckt sich die Vergabe im Vierjahreszyklus der Formel E. Mehr Effizienz und Nachhaltigkeit erhoffen sich die Entscheidungsträger mit der dritten Generation der Formel-E-Flitzer.

Michelin: Achtjähriges Intermezzo beendet

Bisher zeichnet der französische Reifenhersteller Michelin für die 18-Zoll-Einheitsreifen der Elektro-Rennserie verantwortlich.

Michelin Reifen FE ©Michelin,Jérôme Cambier/Michelin/2EP

Michelin zählt zum Gründungspartner der Formel E und hat seit der ersten Saison 2014/2015 als exklusiver Reifenausrüster die Serie mit dem ‚Schwarzen Gold‘ ausgerüstet. Immerhin bleiben die Franzosen der Formel E bis zum Ende der achten Saison (2021/2022) erhalten.

„Michelin ist stolz auf seine Vorreiterrolle als Gründungspartner der FIA Formel E-Meisterschaft“, sagt Matthieu Bonardel, Direktor von Michelin Motorsport. „Wir haben einen großen Beitrag zum Erfolg der Disziplin geleistet, die heute auf dem Engagement von zehn Automobilherstellern beruht. Bis 2022 bleiben wir mit der Formel E eng verbunden“, so der Michelin-Verantwortliche.

Newcomer im Formel-E-Zirkus: Hankook

Die Wachablösung in Saison 9 erfolgt durch den südkoreanischen Reifenhersteller Hankook. Hierzulande ist Hankook als langjähriger Reifenausrüster (seit 2011) der DTM bestens bekannt.

„Unser Unternehmen stimmt mit der Bewegung der Formel E hin zu mehr Nachhaltigkeit völlig überein, und wir freuen uns, diesen Weg als Gen3-Technikpartner begleiten zu dürfen“, zeigt sich Sooil Lee, Präsident von Hankook Tire & Technology sehr erfreut ob dieser Entscheidung zugunsten Hankooks.

Dazu entwickelt Hankook speziell designte Reifen für die Formel E, darüberhinaus stellen die Südkoreaner technische Expertise zur Verfügung.

Wie Hankook gestern in einer Pressemitteilung erklärte, sollen umweltfreundliche und natürliche Materialien nachhaltigen Ursprungs, beispielsweise nachhaltiger Gummi, für die neuen Pneus verwendet werden. Damit soll laut Unternehmen ein sehr niedriger Rollwiderstand und eine sehr lange Haltbarkeit gewährleistet werden.

Akku-Power:

In Sachen Batterietechnik feiert der britische Hersteller Williams Advanced Engineering (WAE) ein Comeback. WAE zeichnete bereits die ersten vier Jahre der Formel E für den Power unter der Haube verantwortlich. Damals war noch ein Fahrerwechsel zu Rennhälfte notwendig, die Akkuleistung reichte einfach noch nicht aus, um ein komplettes Rennen mit nur einer Akkuladung zu beenden.

WAE ist übrigens auch Batterieausstatter der vollelektrischen Tourenwagenserie „Pure ETCR“ (siehe Foto), die ab kommenden Jahr ihre Premierensaison feiert.

ETCR LAUNCH EVENT Barcelona ©ETCR

Die aktuellen Gen2-Autos, die mittlerweile ein ganzes Rennen ohne Unterbrechung durchhalten, fahren noch mit Batterien von McLaren Applied Technologies.

Kostenreduzierung im Fokus

Festzuhalten ist, dass die Formel E insgesamt die Kosten zu reduzieren versucht. Die Coronavirus-Pandemie hat die Automobilindustrie in eine finanzielle Schieflage gebracht, die FIA hat gemeinsam mit der Formel E entsprechend darauf reagiert.

Einsparungen im Bereich Teampersonal, Homologationsprozess, Einführung neuer Fahrzeuge während des Zeitraums für Saison 7, Reifenkontinentbeschränkung wurden als Sofortmaßnahmen von der FIA eingeleitet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: