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Formel E: Fährt Daniel Abt doch in Berlin? Nio 333 sucht Piloten

Ma Qinghua (CHN), NIO 333, NIO FE-005 © courtesy by FormulaE

Der Nächste, bitte. Daniel Abt könnte womöglich doch beim Sixpack in Berlin an den Start gehen.

Der Ex-Audi-Pilot steht bei Nio 333 in engerer Auswahl, den Chinesen Ma Qing beim Saisonfinale in Berlin zu ersetzen. Starke Konkurrenz droht allerdings vom früheren Formel-E-Champion Nelson Piquet jr., wie ‚The Race‘ meldet, der ebenfalls auf der Wunschliste des chinesischen Teams steht.

Wechselspiele scheinen beim Transfermarkt der Formel E in Zeiten von Corona in Mode zu kommen.

Die deutschen Fahrer schreiben vor dem Heimspiel in Berlin die Schlagzeilen in der Elektro-Rennserie. Daniel Abt bei Audi rausgeworfen, als der 28-jährige Allgäuer einen heftig diskutierten Race-at-Home-Skandal auslöste. Pascal Wehrlein bei Mahindra Racing durch den Briten Alex Lynn ersetzt, dem Deutschen wird ein Wechsel zu Porsche nachgesagt. Und zu guter letzt das Berlin-Comeback des DTM-Champions Rene Rast, der bei Audi Abt ersetzt.

Ma Qinghua (CHN), NIO 333 ©courtesy by FormulaE

Ma vor dem Aus

Beim Team NIO 333 steht der bisherige Stammpilot Ma Qing vor dem Aus, der 32-jährige fokussiert sich offenbar auf die WTCR-Saison mit dem Team Lynk & Co, die am 12. September am Salzburgring ihre neue Saison in Angriff nimmt. Die Erfolge von Ma in der Formel E sind überschaulich, offenbar sucht Nio 333 einen schlagkräftigeren Teamkollegen für Oliver Turvey.

Wie ‚The Race‘ meldet, stehen mit Daniel Abt und Nelson Piquet jr. zwei potentielle Nachfolger für Ma bereit. Dazu kommt der Franzose Tom Dillmann, der bereits in der letzten Saison für Nio an den Start ging und in der aktuellen Saison durch Ma ersetzt wurde. Doch Dillmann werden nur Außenseiterchancen für das Cockpit eingeräumt.

Abt und Berlin: eine Erfolgsgeschichte

Abt werden für seine Rückkehr nach Berlin gute Karten eingeräumt. Gespräche mit Nio gab es bereits für Abt und Piquet jr.

Doch der Ex-Audi-Pilot hat nicht nur den Heimvorteil als gutes Argument, der vor dem heimischen Fans mit großer Unterstützung rechnen darf- gerade auch nach der teils kontrovers diskutierten Vorgehensweise des Rauswurfs bei Audi.

Insbesondere in Berlin zeigte Abt immer ganz herausragende Leistungen. Schöne Erinnerungen werden wach, als Abt im Audi 2018 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof den bislang einzigen „Clean Sweep“ der Formel-E-Geschichte erzielte. Sieg, Pole-Position, schnellste Rennrunde und dazu jede Runde in Führung gingen auf das Konto des Deutschen.

In der letzten Saison erreichte Abt Platz sechs bei seinem Heimspiel. Abt sammelte von allen drei möglichen Nio-Kandidaten die meisten Erfahrungen im Umgang mit dem aktuellen Gen-2-Auto, ein Pluspunkt für den Deutschen.

Kommt Nelson Piquet jr zurück ?

Doch nicht nur Abt schielt auf das Cockpit bei Nio 333, auch der erste Formel-E-Champion Nelson Piquet jr. hofft auf eine Rückkehr zurück in den Formel-E-Zirkus. Der Brasilianer feierte seine großen Erfolge beim chinesichen Team, das damals noch unter  China Racing firmierte. 2015 holte Piquet jr. im Battersea Park in London den Premierentitel der Formel E. Zwei weitere Saisons war der Brasilianer für die Chinesen im Einsatz, die Erfolge blieben jedoch aus. Dem Ex-Champion werden weiterhin gute Kontakte zu Nio 333 nachgesagt, von daher wäre Piquet jr. die logische Wahl.

Nach seinem Abschied bei den Chinesen wanderte Piquet jr. zum Jaguar-Rennstall ab. Dort wurde der in Heidelberg geborene Brasilianer jedoch nie glücklich, die Erfolge beim britischen Team blieben aus. Die logische Folge: Ab dem Rom E-Prix 2019 ersetzte Aley Lynn den Brasilianer bei Jaguar.

Nio 333: Schlechtestes Formel-E-Team der laufenden Saison

Für das Nio 333-Team wird die Aufgabe in Berlin nicht gerade einfach werden, etwas Zählbares aus der deutschen Bundeshauptstadt mitzunehmen. Denn bisher blieben die Chinesen in der laufenden Saison noch ohne Punkte, belegen den letzten Platz in der Herstellerwertung.

Obwohl mit Oliver Turvey ein schlagkräftiger Pilot ans Steuer des Nio FE-005 geht, spielen die Chinesen eine untergeordnete Rolle im Kampf um Top Ten-Plätze. Ein zwölfter Platz von Turvey in Santiago war das bisher beste Resulat in der laufenden Saison. Ob Abt, Piquet jr. oder Dillmann die Kastanien aus dem Feuer holen können und für Nio 333 endlich Punkte erzielen, bleibt abzuwarten.

 

 

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