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Hyundai-Motorsport: zurück im Alltagsbetrieb, Arbeit in Alzenau wieder aufgenommen

Hyundai Motorsport in Alzenau©Hyundai

Die Coronavirus-Pandemie hat nicht nur unser Privatleben extrem beeinflusst, auch der Motorsport wurde monatelang zum Stillstand gezwungen. Doch damit ist es jetzt vorbei.

So langsam kehrt der Motorsport-Alltag zurück in den Betrieben, erste Testfahrversuche haben die Hersteller bereits unternommen.

Das gilt auch für Hyundai Motorsport. Der koreanische Hersteller mit seiner Motorsportabteilung in seinem Werk im unterfränkischen Alzenau hat den Betrieb in den vergangenen Wochen wieder aufgenommen.

Das Unternehmen reagiert damit auf die sich ständig ändernden Zeitpläne, die durch die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie verursacht werden.

Rund die Hälfte der Belegschaft von Hyundai Motorsport arbeitet immer noch von zu Hause aus. So peu a peu findet Deutschland zur ’neuen Normalität‘ zurück. Mitarbeiter, die von der Fabrik aus arbeiten, halten sich bei der Ausübung ihres Tagesgeschäfts an strikte soziale Distanzierungs- und andere Vorsichtsmaßnahmen.

Hyundai Motorsport in Alzenau©Hyundai

„Die Pandemie ist in einigen Regionen der Welt nach wie vor kritisch, und wir preschen sicherlich nicht unüberlegt nach vorne“, sagt Hyundai Team-Direktor Andrea Adamo. „Die Situation in Europa hat es uns jedoch ermöglicht, einige unserer Aktivitäten bei Hyundai Motorsport mit Sicherheitsvorkehrungen und sozialer Distanzierung wieder aufzunehmen. Wir reagieren so gut wir können auf einen sich ständig weiterentwickelnden Zeitplan“, so Adamo.

Die Rallye-WM (WRC), die WTCR und die neue elektrische Tourenwagenserie „Pure ETCR“ gehören zum Motorsportprogramm von Hyundai Motorsport. Während es für die WRC und die ETCR noch keinen fixen Zeitplan für 2020 gibt, haben die Organisatoren der WTCR ihren überarbeitenden Rennkalender bereits bekanntgegeben.

Am 12.09./13.09 startet am Salzburgring die WTCR in die neue Saison. Neben dem amtierenden WTCR-Champion Norbert Michelisz, Nicky Catsburg, Gabriele Tarquini wird mit dem 20-jährigen Allgäuer Luca Engstler auch ein deutsches Nachwuchstalent für Hyundai am Start stehen.

Engstler und Michelisz vertreten die Hyundai-Farben aktuell bei der laufenden Pre-Season eSports WTCR-Meisterschaft im Sim-Racing, das exklusiv von 17 WTCR-Piloten gefahren wird. Der virtuelle Salzburgring war am vergangenen Sonntag Schauplatz der ersten von sechs Stationen, Sportsender Eurosport überträgt alle eSports-Events der WTCR live im Free-TV.

Ob die ETCR mit Beteiligung Hyundais einen Showrun am Salzburgring im Rahmen des WTCR-Events abhält, steht derzeit noch nicht fest. Die ETCR startet ihre Premierensaison 2021.

Hyundai Veloster N ETCR ©Austral Worldwide, Hyundai Motorsport

Kundensport im Fokus

Der Kundensport-Rennbetrieb bleibt ein wichtiger Schwerpunkt für Hyundai Motorsport, da das unterfränkische Unternehmen Autos baut und Aufträge ausführt, die aufgrund der Pandemie auf Eis gelegt wurden.

Die Entwicklung des R5 und der TCR-Fahrzeuge ist voll im Gange, wobei Tests zunächst im Juli in Deutschland und im Laufe des Sommers an weiteren europäischen Standorten geplant sind. Da immer mehr Serien ihre Aktivitäten im Zuge des COVID-19 wieder aufnehmen – einschließlich des Starts von TCR Europe auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich Ende August – ist Hyundai Motorsport weiterhin bemüht, seinen Kunden die gewohnte engagierte Unterstützung zu bieten, um sie wieder auf die Strecke zu bringen.

Andrea_Adamo_Hyundai Motorsport©Hyundai

„Außerdem wollen wir das Entwicklungstempo unserer TCR- und Kundenrennen-Aktivitäten beibehalten, wo immer dies sicher möglich ist“, so Teamdirektor Andrea Adamo. „Dies war für viele Menschen eine schwierige Zeit, aber es gibt etwas Licht am Ende des Tunnels, so dass wir weiterhin vorsichtige Schritte zurück zu unserer normalen Routine machen müssen“, ergänzt Andrea Adamo.

Rallye-Sport:

Während die Rallye-WM noch vorraussichtlich bis Herbst pausiert, engagiert sich Hyundai Motorsport bei der Rally di Roma Capitale (24. – 26. Juli), die zur Europameisterschaft zählt. Bei der in der italienischen Haupstadt Rom stattfindenden Rallye-veranstaltung kommen zwei Hyundai i20 Coupe WRC-Fahrzeuge mit Dani Sordo und dem Junior-Kundenrennfahrer Pierre-Louis Loubet zum Einsatz.

Die Rallye di Alba (31. Juli – 2. August) und die Rallye DirtFish in Estland (7.-9. August) sind weitere Einsätze mit Hyundai-Beteiligung. Am Steuer des Hyundai i20 WRC sitzen in Estland übrigens Thierry Neuville und Lokalmatador Ott Tänak, wobei Jari Huttunen erneut den R5-Testwagens pilotieren wird.

„Die kürzlichen Absagen der WRC in Finnland und Neuseeland bedeuten, dass wir über einen längeren Zeitraum keine Meisterschaften mehr bestreiten können, also haben wir geprüft, wie wir aktiv bleiben können“, erklärt Adamo.

„Wir wollen unseren Fahrern und Beifahrern die Möglichkeit geben, sich zu messen und den Fans ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wir beobachten die Umstände genau, hoffen aber, dass wir unsere i20 Coupe WRC und i20 R5 in diesem Sommer bei einer Handvoll Veranstaltungen einsetzen können“, gibt sich der Hyundai-Teamdirektor optimistisch.

 

 

 

 

 

 

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