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Formel E: ‚Race at Home Challenge‘- Vandoorne segelt in New York zum Sieg

Stoffel Vandoorne © courtesy by FormulaE

Stoffel Vandoorne hat die vorletzte Station der virtuellen Formel-E-Serie „Race At Home Challenge“ in New York gewonnen.

Der Belgier segelt um den Brooklyn Cruise Terminal in New York zu seinem ersten Saisonsieg und fischte sich damit die Tabellenführung.

Vandoorne siegte vor dem Deutschen Pascal Wehrlein (Mahindra) und Nissan-Pilot Oliver Rowland.

„Es hat eine Weile gedauert, bis wir hierher gekommen sind, um ein Rennen zu gewinnen“, freute sich der Mercedes-Pilot. „Heute war ein perfektes Ergebnis- Pole-Position, Rennsieg und auch die schnellste Runde, es war also ein guter Tag im Büro. Es hat lange auf uns gewartet, heute waren wir einfach schneller und hatten keine Probleme. Das war zu 99 Prozent die geleistete Arbeit“, so Vandoorne über sein Kunststück, die volle Punkteausbeute im virtuellen ‚Big Apple‘ abzustauben.

New York Rennen 6 ©courtesy by Formula E

Gespannt wartete die Szene, welchen Fahrer Audi nach dem Rauswurf von Daniel Abt nachnominieren würde, doch dazu kam es gar nicht. Für die Ingolstädter trat Lucas di Grassi als einziger Fahrer an, somit gingen nur 23 Piloten an den Start.

Vandoorne setzte bereits zum vierten Mal in sechs Rennen die Bestzeit im Qualifying – Pole Position. Und endlich feierte der Belgier einen Start-Ziel-Sieg in eindrucksvoller Manier.

Pech hatte der bisherige Tabellenführer Pascal Wehrlein, der nach zweitschnellster Trainingszeit im Qualifying nur von Startplatz 7 ins Rennen gehen konnte. Grund: der Mahindra-Pilot bekam für seine verursachte Kollision mit Titelkonkurrent Maximilian Günther (BMW) beim letzen Berlin-Rennen eine Strafe in Form einer Rückversetzung um fünf Plätze aufgebrummt.

Doch Wehrlein klämpfte tapfer weiter und beendete das Rennen auf einen starken zweiten Tabellenplatz. Zwar verlor der Deutsche die Tabellenführung an Vandoorne, doch der Rückstand auf den Mercedes-Piloten beträgt vor dem „Grande Finale“ nur zwei Punkte.

Günther wird in New York abgeräumt ©BMW

Während Vandoorne vorne ganz locker davoneilte und das Rennen dominierte, entwickelte sich dahinter die erste Massenkarambolage, in der Günther, Neel Jani (Porsche) und Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) verwickelt waren. Günther drehte sich in der ersten Kurve, nachdem er von Jani am Heck getroffen worden war. Der Deutsche, der zu Beginn der virtuellen Formel-E-Serie in Führung lag, musste daraufhin das komplette Feld passieren lassen. Danach kämpfte sich der BMW-Pilort zwar noch auf Platz zwölf zurück, blieb aber ohne Punkte.

„Nach einem so guten Qualifying und einem guten Start dann in der ersten Kurve so von hinten abgeräumt zu werden, ist natürlich sehr schade“, ärgerte sich Günther. „Leider war es nicht das erste Mal in den vergangenen Rennen, dass ich in aussichtsreicher Position von Konkurrenten getroffen wurde. Aber ich werde nicht aufgeben.

Am Finalwochenende greife ich wieder an und gebe alles, um noch einmal ein paar gute Resultate einzufahren. Heute hatte ich nach dem Unfall keine Chance mehr. Mein Fahrzeug war so stark beschädigt, dass mein Lenkrad total schief stand. Mehr als Platz zwölf war nicht mehr drin“, fasste der Allgäuer sein punkteloses Rennen zusammen.

Jani sah es aus seiner Sicht so: „Es war dann in Kurve 1 sehr eng. Ich wurde eingeklemmt, konnte aber trotzdem auf die zweite Position vorfahren.“

Die Rennleitung brummte nach Rennende dem Porsche-Piloten eine Strafe auf, ähnlich wie die Strafe für Wehrlein. Jani wird beim Saisonfinale in New York um 5 Startplätze rückversetzt.

Der Schweizer bot insgesamt erneut ein klasse Leistung, Platz 3 im Qualifying war der verdiente Lohn für die stetige Weiterentwicklung des Porsche-Piloten. Lange fuhr Jani einem Podestplatz entgegen, ehe es in der Schlussphase noch einmal turbulent wurde.

In Runde elf büßte der Schweizer zwei Positionen ein, musste Wehrlein und Rowland passieren lassen. In der letzten Rennrunde schlüpfte auch noch Felix da Costa an Jani nach einem Dreher vorbei.

So kam Jani schließlich als Fünfter ins Ziel. Teamkollege Lotterer erwischte von Platz zehn ebenfalls einen guten Start und verbesserte sich um einen Rang. Im weiteren Verlauf verlor er diese Position wieder und beendete das Rennen als Zehnter.

„Mit dem Qualifying war ich sehr zufrieden und hatte dann einen guten Start ins Rennen“, zeigte sich Jani zufrieden. „Anschließend habe ich mich auf mein Rennen konzentriert und war dort mit einer sehr guten Pace dabei.

Um das Podium wurde dann hart gekämpft. In der letzten Runde habe ich mich leider gedreht, so dass ich noch auf den fünften Platz zurückgefallen bin. Es ist schade, denn so nah war ich einem Podestplatz bisher noch nicht. Trotzdem haben wir gute Punkte gesammelt und gehen insgesamt zuversichtlich ins Finalwochenende der Saison“, resümierte der Schweizer, der immer besser in Form kommt.

Am kommenden Wochenende steht das große Finale der „Race at Home Challenge“ mit zwei Wertungsläufen auf dem Programm. In den beiden abschließenden Rennen wird jeweils die doppelte Punktzahl vergeben. Das Rennen am Samstag wird erneut auf der virtuellen Strecke in New York ausgetragen, das große Finale am Sonntag in Berlin-Tempelhof.

Vandoorne geht als neuer Tabellenführer in das Finalwochenende mit 105 Punkten vor Wehrlein, der 103 Punkte auf seinem Konto hat. Auf Platz 3 lauert Günther mit 73 Punkten.

Challenger-Rennen:

BMW-Pilot Kevin Siggy war beim Challenger-Rennen erneut das Maß der Dinge und gewann souverän vor Jan von der Heyde (Nissan e.dams) und Porsche-Pilot Joshua Rogers.

Als Gaststarterin kam übrigens Drifterin Verena Mei zum Einsatz, die mit Platz 24 Letzte wurde.

Ergebnis:  Lauf 6 in New York

1. Stoffel Vandoorne (Mercedes)

2. Pascal Wehrlein (Mahindra)

3. Oliver Rowland (Nissan e.dams)

4. Antonio Felix da Costa (DS Techeetah)

5. Neel Jani (Porsche)

6. Mitch Evans (Jaguar)

7. James Calado (Jaguar)

8. Sebastien Buemi ((Nissan e.dams)

9. Oliver Turvey (NIO)

10. Andre Lotterer (Porsche)

 

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