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Formel E: „Race at Home Challenge“- Oliver Rowland gewinnt in Berlin

 Oliver Rowland siegt in Berlin ©Nissan,Lou Johnson

Oliver Rowland heißt der Sieger des fünften Rennens der virtuellen Formel-E-Serie „Race at Home Challenge“.

Der Nissan e.dams-Pilot feierte seinen Premierensieg in einem sehr spannenden Rennen auf dem deutschen Kurs Berlin-Tempelhof vor Stoffel Vandoorne (Mercedes) und Daniel Abt (Audi).

„Endlich darf ich die Siegermütze tragen“, strahlte der Brite nach seinem Sieg in der digitalen Serie, die in Zusammenarbeit mit Unicef Spendengelder im Kampf gegen Corona sammelt.

„Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel Mühe in mein Sim-Renntraining gesteckt, deshalb ist es schön, heute ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nach dem letzten Rennen in Hongkong war ich enttäuscht, und heute gab es großen Druck von dem Fahrer hinter mir, aber es war ein gutes Rennen. Ich habe es wirklich genossen, so nervenaufreibend es auch war – und das alles für einen so guten Zweck“, so Rowland.

Oliver Rowland ©Nissan

Pascal Wehrlein (Mahindra) verfehlte nach zwei vorhergehenden Siegen den Hattrick beim Heimspiel in Berlin. Der deutsche verteidigte mit Platz 4 immerhin seine Führung in der Meisterschaft, doch Mercedes-Pilot Vandoorne sitzt dem Mahindra-Piloten mit nur noch 4 Punkten Rückstand dicht im Nacken.

Maximilian Günther, der nach einer Kollision mit Wehrlein die Mauer „küsste“, erreichte Platz 7. Porsche-Pilot Andre Lotterer kam hinter Günther auf Platz 8.

Vandoorne schaffte es wieder nicht, seine insgesamt dritte Pole-Position in einem Sieg umzumünzen. Der Belgier lag nach dem Start zwar noch in Führung, doch Audi-Pilot Daniel Abt knöpfte ihm diese noch auf der Gegengeraden ab. Rowland, der als Dritter ins Rennen ging, konnte ebenfalls an den Mercedes-Piloten durchschlüpfen und übernahm Platz 2.

Während Abt sich in Führung liegend zunächst etwas absetzten konnte, duellierten sich Rowland und Vandoorne ein ums andere Mal mit harten Bandagen. Nachdem Vandoorne erneut zu Abt aufschließen konnte und kurzzeitig sogar die Führung übernahm, konterte Abt erneut- doch nicht lange.

Lachender Dritter war letztendlich Rowland, der das Führungsduo düpierte und plötzlich in Führung lag. Der Brite gab den Sieg nicht mehr aus den Händen, nach 15 Runden stand der Nissan e.dams-Pilot ganz oben auf dem Siegespodest.

Vandoorne musste sich Rowland knapp geschlagen geben, konnte dafür mit Platz 2 in der Meisterschaft Boden gutmachen. Der Belgier überholte BMW-Pilot Maximilian Günther und liegt nun auf Platz 2. Auf Platz 3 lief Abt ein, der die ersten Punkte überhaupt für Audi einfuhr.

Hinter dem viertplatzierten Wehrlein kamen Venturi-Pilot Edoardo Mortara und Nico Müller (Dragon) ins Ziel. Platz 7 ging an Günther, der in einem harten Zweikampf  ausgerechnet mit Landsmann Wehrlein kollidierte. Günther wurde in die Mauer gedrückt und drehte sich. Der BMW-Pilot fiel zunächst auf Rang 8 zurück und kam letztlich als Siebter ins Ziel.

„Eigentlich hatte ich nach dem Qualifying und dem Start eine gute Ausgangsposition, um aufs Podium zu fahren“, so Günther. „Doch dann hat mich eine aus meiner Sicht überharte Aktion das Rennen gekostet. Ich hätte mich bei der Kollision mit Pascal Wehrlein fast überschlagen, und mein Auto war danach stark beschädigt. Mit Platz sieben habe ich dann noch das Beste daraus gemacht, einige Punkte für die Meisterschaft geholt und damit Schadensbegrenzung betrieben“, resümierte Günther.

Günther in der Mauer in Berlin ©BMW

Hinter Günther komplettierten Lotterer (Porsche), Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) und Mitch Evans (Jaguar) die Top Ten.

In der Meisterschaft liegt drei Rennen vor Saisonende Wehrlein mit 82 Punkten in Führung vor Vandoorne (78 Punkte) und Günther (71 Punkte).

Ergebnis Rennen 5 in Berlin-Tempelhof:

1. Oliver Rowland (Nissan e.dams)

2. Stoffel Vandoorne (Mercedes)

3. Daniel Abt (Audi)

4. Pascal Wehrlein (Mahindra)

5. Edoardo Mortara (Venturi)

6. Nico Müller (Dragon)

7. Maximilian Günther (BMW)

8. Andre Lotterer (Porsche)

9. Antonio Felix da Costa (DS Techeetah)

10. Mitch Evans (Jaguar)

Challenger-Rennen: 2. Saisonsieg Kevin Siggy

Im Challenger-Rennen der Sim-Profis glänzte Kevin Siggy (BMW), der seinen zweiten Saisonsieg feierte. Siggy fuhr einen souveränen Sieg von der Poleposition und baute damit seine Führung in der Fahrerwertung aus. Platz 2 ging an Petar Brljak (Jaguar) vor Lucas Müller (Mahindra).

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