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Formel E: „Race At Home Challenge“- Pascal Wehrlein siegt in Hongkong

Wehrlein siegt in Hongkong ©FIAFormulaE

Deutscher Führungswechsel in der virtuellen Formel-E-Serie „Race At Home Challenge“. Pascal Wehrlein siegt bei der Hongkong-Neuauflage zum zweiten Mal en suite und übernimmt die Tabellenführung von Maximilian Günther.

Der Mahindra-Pilot hat den vierten Lauf der E-Sport-Serie, die in Zusammenarbeit mit Unicef zur Sammlung von Spendengeldern im Kampf gegen Corona veranstaltet wird, überlegen mit über vier Sekunden vor Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne und James Calado (Jaguar) entschieden.

„Der heutige Tag war mit dem Qualifying und den nassen Bedingungen etwas Besonderes, so dass es für alle unerwartet war“, sagte Wehrlein, der wie seine 23 Fahrerkollegen erstmals in dieser Saison im Qualiyfing bei Regen auf Zeitenjagd ging.

„Das Rennen war zu Beginn chaotisch und mein Auto wurde am Ende leicht beschädigt – die Lenkung war nach links gerichtet – aber ich konnte unter diesen Bedingungen schnell sein und habe es nach Hause gebracht“, freute sich der 25-jährige Deutsche über seinen zweiten Saisonsieg, der damit auch die Meisterschaftsführung übernahm.

Massencrash nach dem Start Formel E ©BMW

Auf der nassen virtuellen Strecke von Hongkong, das bereits den Saisonauftakt der virtuellen Formel-E-Serie bildete, setzte Venturi-Pilot Edoardo Mortara im Qualifying die Bestzeit. Pole-Setter Mortara erwischte nach dem  Start, das unter trockenen Bedingungen über die Bühne ging, als Erster die Kurve. Dahinter ereignete sich allerdings eine virtuelle Massenkarambologe wie schon eine Woche zuvor in Monaco.

Profiteure des Massencrash waren Jaguar-Pilot James Calado und Nyck de Vries (Mercedes), die auf die Plätze Zwei und Drei vorrückten. Wehrlein, der als Zweiter ins Rennen ging, fiel um zwei Plätze auf Platz Vier zurück. Das gleiche Schicksal ereilte Stoffel Vandoorne (Mercedes), der auf Platz Fünf liegend die Jagd auf die Spitze eröffnete.

Der bisherige souveräne Tabellenführer Maximilian Günther, der sich als Vierter für das Rennen qualifizierte, leistete sich im Rennen mehrere Fehler und schied vorzeitig aus. Der 22-jährige BMW-Pilot, der bisher zwei Rennen für sich entscheiden konnte, leistete sich einen Frühstart, stoppte daraufhin wieder kurz ab und kam entsprechend schlecht weg.

R4 Hongkong Günther und Rowland ©BMW

Die Rennleitung brummte dem Deutschen eine Durchfahrtstrafe für den Frühstart auf, der aus den Top Ten herausfiel. Kurze Zeit später baute Günther in der Schikane einen Unfall, damit war das Rennen für den jungen Allgäuer gelaufen. Erstmals keine Punkte für Günther, der die Tabellenführung an seinen deutschen Landsmann Wehrlein abgeben musste.

„Es ist natürlich schade, beim ersten Mal, dass ich es in dieser Saison nicht aufs Podium geschafft habe, gleich ganz ohne Punkte zu bleiben“, ärgert sich Günther. „Leider habe ich am Start einen Fehler gemacht und bin zu früh losgerollt. In der ersten Kurve wurde es dann chaotisch, aber ich bin irgendwie durchgekommen. Nach meiner Durchfahrtstrafe war ich dann so weit hinten, dass ich alles riskieren musste, um vielleicht doch noch Punkte zu holen. Dabei habe ich die Mauer getroffen und musste das Rennen in der Folge beenden“, resümierte der BMW-Pilot.

Spitzenreiter Mortara leistete sich in der sechsten von insgesamt 15 Runden eine Fahrfehler, der wie Günther in der Schikane die Mauer „küsste“ und nach einem Dreher auf Platz Fünf durchgereicht wurde.

Verfolger Wehrlein sagte ‚Danke‘ und übernahm die Führung, die er bis zum Schwenken der Zielflagge nicht mehr hergab. Dahinter komplettierten Vandoorne und Calado das Siegerpodium. De Vries bog als Vierter ins Ziel, dahinter belegten Pole-Setter Mortara, DS Techeetah-Pilot Antonio Felix da Costa, Robin Frijns (Virgin), Oliver Turvey (NIO) die Plätze Fünf bis Acht. Die letzten Punkte holten sich die beiden Nissan-Piloten Sebastien Buemi und Oliver Rowland.

Keine Punkte gab es für die beiden anderen deutschen Teams. Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) kam auf Platz 13, Teamkollege Lucas di Grassi musste gar mit Platz 21 vorliebnehmen.

Die beiden Porsche-Fahrer Andre Lotterer und Neel Jani brachte das Startchaos um mögliche Punkte. Am Ende reichte es für das Porsche-Duo für die Plätze 15 und 16. „Heute wären wieder Punkte möglich gewesen“, sagte Jani. „Leider hat es nicht geklappt. Es war ein schwieriges Qualifying. Platz zehn ging bei diesen Bedingungen in Ordnung. Der Start verlief noch nach Plan. Ausgangs Kurve eins hat mich dann jedoch jemand gedreht. Nun konzentriere ich mich auf das nächste Rennen am kommenden Samstag“, so der Schweizer.

„Im Qualifying hatte ich trotz der schwierigen Bedingungen ein gutes Gefühl“, meinte Lotterer. „Daher muss ich genau analysieren, wo ich Zeit verloren habe. Nach dem Start ging es in Kurve eins recht chaotisch zu. Ich konnte nicht viel machen und bin auf den letzten Platz zurückgefallen. Das Auto war zumindest noch fahrbar. So konnte ich mich noch ein paar Plätze nach vorn kämpfen“, resümierte der 38-jährige Deutsche.

In der Meisterschaft übernahm Wehrlein die Führung mit 71 Punkten, sechs Punkte dahinter liegt Günther in Lauerstellung. Platz drei belegt Vandoorne mit 58 Zählern.

Im Challenger-Rennen der Sim-Racer gewann mit Lucas Müller ebenfalls ein Mahindra-Pilot. Das Siegerpodium komplettierten Joshua Rogers (Porsche) und Tabellenführer Kevin Siggy (BMW). Übrigens traten als Gastfahrer die Deutsche Sophia Flörsch und der Schwede Joel Eriksson an, der bei Dragon als Ersatzpilot fungiert.

Endergebnis vierter Lauf Hongkong:

1. Pascal Wehrlein (Mahindra)

2. Stoffel Vandoorne (Mercedes)

3. James Calado (Jaguar)

4. Nyck de Vries (Mercedes)

5. Edoardo Mortara (Venturi)

6. Antonio Felix da Costa (DS Techeetah)

7. Robin Frijns (Virgin)

8. Oliver Turvey (NIO)

9. Sebastien Buemi (Nissan)

10. Oliver Rowland (Nissan)

 

 

 

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