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FE: Jaguar-Boss Barclay: „Priorität, Rennen wieder in Gang zu bringen“

Jaguar Teamceg James Barclay ©courtesy by FiaFormulaE, Alastair Staley/LAT/Formula E

Wann geht es mit dem Motorsport weiter? Die Corona-Krise hat die komplette Sportwelt zum Erliegen gebracht. Morgen macht in Deutschland „König Fußball“ den Anfang. Nach 66 Tagen Pause erfolgt der Re-Start der Fußball-Bundesliga.

Der Startschuss der Bundesliga könnte der Weckruf für die Rennsport-Szene sein. Die Formel 1 soll am 5. Juli 2020 in Österreich die neue Saison in Angriff nehmen- als reines TV-Event. Ein entsprechendes Sicherheitskonzept wurde eingereicht, nun wartet die Königsklasse des Motorsports hoffnungsvoll auf das Grüne Licht des österreichischen Gesundheitsministeriums.

Die Formel E befindet sich noch in der Warteschleife.

Die für Juli geplanten letzten drei Rennen in New York und London mussten coronabedingt abgesagt werden. Wann und ob die Saison fortgesetzt werden kann, steht weiter in den Sternen. Frühestens im Juli besteht die Möglichkeit, Saisonrennen 6 abzuhalten.

Das letzte Saisonrennen gab es am 29.Februar  in Marrakesch- lange her. Mindestens fünf Monate Zwangspause für die 12 Formel-E-Teams. Immerhin haben die Formel-E-Verantwortlichen den Monat Juli mit „Gelber Flagge“ gekennzeichnet. Das bedeutet im Klartext, dass ein Rennen möglich wäre.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob vor der Wiederaufnahme der Saison noch ein zusätzlicher Test anberaumt werden muss. Wohl eher nicht, wenn es nach Jaguar-Teamchef James Barclay geht.

„Die Priorität besteht darin, die Rennen wieder in Gang zu bringen“, sagt Barclay gegenüber ‚motorsport.com‘. „Natürlich haben wir zum aktuellen Zeitpunkt des Jahres nie einen Testlauf geplant. Es gab zwar jetzt eine Pause, aber sie erfordert nicht die Notwendigkeit zum Testen.

Selbst einen Test zu organisieren hat im Moment so seine Tücken. Ich denke, wir können sofort wieder mit dem Rennsport einsteigen. Ich glaube nicht, dass es im Moment einen nennenswerten Aufruf oder Bedarf von irgendjemandem [zum Testen] gibt“, ergänzt der Jaguar-Verantwortliche.

Alexander Sims ©BMW

Die 24 Piloten sind allesamt Vollprofis, das Rennfahren haben sie in der langen Pause sicherlich nicht verlernt. BMW-Pilot Alexander Sims geht davon aus, dass eine Testoption von den Fahrern in Anspruch genommen werden würde. „Wenn es die Möglichkeit gäbe, würden wahrscheinlich die meisten Fahrer [die Gelegenheit zum Testen] wahrnehmen“, so Sims, der hinzufügt: „Ich würde jetzt sofort Platz nehmen.“

Doch der Brite brennt darauf, wieder im Formel-E-Cockpit Platz nehmen zu können. Ebenso wie Jaguar-Teamchef Barclay sieht Sims keine Notwendigkeit zum Testen, würde lieber heute als morgen Rennen bestreiten.

„Aber es hat in meiner Karriere auch genug Zeiten gegeben, in denen wir eine lange Winterpause hatten und ich zwei oder drei Monate frei hatte. Als ich jung war, hat es mich irgendwie gejuckt und ich dachte: ‚Ich verliere meine Geschwindigkeit, wenn ich nicht wieder in ein Auto steige‘.

Aber wenn man nach drei Monaten wieder ins Auto steigt, ist man fünf Runden später wieder [im Rhythmus] – es fühlt sich genauso an wie sonst auch. Diese Bedenken [über mangelndes Fahren] sind für mich nicht besonders groß. Vor allem, wenn wir auf etwas breiteren Rennstrecken fahren, wird es für uns OK sein“, hofft der 32-jährige Sims auf eine baldige Rückkehr auf die reale Rennstrecke.

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