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Formel E: Maximilian Günther gewinnt „Race at Home Challenge“

Max Günther BMW ©BMW

Maximilian Günther ist im virtuellen Formel-E-Rennen nicht zu schlagen. Nach seinem Erfolg im Testrennen in Monaco gewann der deutsche BMW-Pilot auch das erste offizielle Rennen der „Race at Home Challenge“ auf den Strassen von Hongkong vor Virgin-Ersatzpilot Nick Cassidy und den Deutschen Pascal Wehrlein im Mahindra.

„Das war wieder ein super Rennen, und ich freue mich sehr über die ersten 25 Punkte der Saison“, zeigte sich Günther erfreut.

„Stoffel Vandoorne hat vor mir offenbar einen Fehler gemacht, so konnte ich die Führung übernehmen und sie dann sicher ins Ziel bringen. Wir als Racer wollen immer gewinnen, wenn wir gegeneinander antreten. Das ist im Sim-Racing nicht anders als im echten Rennen. Ich denke, wir Fahrer haben in dieser Zeit, in der wir nicht an der Rennstrecke sein können, bei diesen Events sehr viel Spaß. Ich hoffe, den Fans geht es genauso“, so der 22-jährige Allgäuer.

Günther hatte sich für das 15 Runden lange Rennen der Formel-E-Fahrer den dritten Starplatz gesichert und sich früh im Rennen auf Position zwei verbessert. Nach einem Fahrfehler von Stoffel Vandoorne übernahm er die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Mit 25 Zählern führt Günther die Fahrerwertung nach einem von acht Saisonrennen an.

Doch weil das Siegen so schön war, legte der Deutsche nur wenige Stunden nach seinem virtuellen Formel-E-Sieg einen drauf.  Beim „THE RACE All-Star Cup“ sicherte sich Günther den Sieg im Gesamtklassement der Pro-Driver . Vor dem Grand Final lag Günther punktgleich mit Mike Epps auf Platz eins. In einem spannenden Rennen auf dem virtuellen Nürburgring setzte er sich jedoch als Sechster direkt vor seinem Konkurrenten durch und sicherte sich das Preisgeld in Höhe von 30.000 Dollar, das er zu Gunsten benachteiligter und traumatisierter Kinder spendet.

„Was für ein Tag“, sagte Günther. „Ich kam direkt vom Formel-E-Rennen und hatte kaum Zeit, für das Finale des ‚THE RACE All-Star Cups’ zu trainieren. Ich lag im Grand Final zunächst auf Platz acht, konnte dann aber von den Fehlern meiner Vorderleute profitieren. Ich freue mich sehr, dass ich die Saison als bester Pro-Driver und insgesamt auf Platz drei der Gesamtwertung beendet habe. Besonders glücklich bin ich natürlich, dass ich die 30.000 Dollar an die Stiftung von Verena Januschke zu Gunsten benachteiligter und traumatisierter Kinder gewonnen habe“, so der erfolgreiche BMW-Pilot.

Andre Lotterer Porsche ©Porsche

Für Porsche-Pilot Andre Lotterer verlief die virtuelle Premiere der Formel E enttäuschend. Der Deutsche musste das Rennen im Porsche 99X Electric nach der dritten Rennrunde wegen technischer Probleme (Internet-Verbindungsprobleme) beenden. Er war von der neunten Startposition ins Rennen gegangen. „Das Qualifying ist nicht so gut gelaufen wie am vergangenen Samstag beim Testrennen in Monaco“, sagte Lotterer. „Ich ging von der neunten Position ins Rennen und konnte mich aus dem Startgedränge gut heraushalten. Dann musste ich aufgrund technischer Probleme am Simulator leider aufgeben. Das ist natürlich schade, auch weil ich in den vergangenen Tagen viel trainiert habe“, so der Porsche-Pilot.

Teamkollege Neel Jani aus der Schweiz Platz kam auf Platz zwölf. Von Position elf gestartet zeigte der Porsche-Werksfahrer auf dem digitalen Kurs von Hongkong im virtuellen Porsche 99X Electric ein durchweg gutes Tempo. Mehrere unverschuldete Berührungen mit anderen Fahrzeugen in der ersten Kurve verhinderten jedoch ein besseres Ergebnis. „„Im Qualifying hatte ich eigentlich eine gute Runde, ehe sich António Félix da Costa vor mir gedreht hat, so dass ich ausweichen musste“, sagte Jani. „Das war etwas schade, da ich dadurch ziemlich viel Zeit verloren habe. Im Rennen wurde ich leider in der ersten Kurve mehrmals getroffen.

Dabei wurde nicht nur mein Auto beschädigt, sondern ich habe auch einige Plätze verloren. Danach konnte ich zwar wieder ein paar Positionen aufholen. Allerdings bereitete mir vor allem meine beschädigte Lenkung Probleme. Somit kann ich mit dem zwölften Platz fast noch zufrieden sein. Schade ist es am Ende dennoch, denn ich denke, mit der Pace wäre eine deutlich bessere Platzierung möglich gewesen“, fasste Jani seine virtuelle Formel-E-Premiere zusammen.

Weitere Stimmen:

Audi-Pilot Daniel Abt konnte mit Platz 15 keine Akzente setzen, Teamkollege Lucas di Grassi nahm erst gar nicht am Wettbewerb teil.

Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne, der die Pole holte, kam auf Platz Fünf, Teamkollege Nyck de Vries schied früh im Rennen aus.

Hier haben wir weitere Stimmen eingeholt. Nio-Pilot Oliver Turvey kam auf einen respektablen siebten Platz und zeugte sich anschließend happy. „Ich hatte einen guten Start von Platz 8 und konnte mich in den ersten Runden nach vorne bewegen“, so Turvey. „Es war ein hartes Rennen, denn die Strecke von Hongkong ist sehr eng und anspruchsvoll, genau wie in der Realität. Ich war froh, ein sauberes Rennen fahren zu können und in der ersten Runde auf Platz 7 zu liegen und einige Punkte zu holen“, sagte der Brite.

Nissan-Pilot Oliver Rowland, der als Sechster das Ziel erreichte, sagte: „Es war ein interessantes Rennen. Ich hatte nach dem Start viel Schaden und habe in den Kurven eins und zwei Fehler gemacht. Aber ich kam auf den sechsten Platz zurück. Wir haben noch einiges zu tun, um zu den Jungs vorne aufzuschließen, aber es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf das nächste Rennen.“

Challenger-Rennen: Sieg für Porsche

Im separaten Starterfeld der Simracer feierte der Austraslier Joshua Rogers in einem weiteren digitalen Porsche 99X Electric seinen ersten Rennsieg. Der aktuelle Champion des Porsche TAG Heuer Esports Supercup war im Qualifying auf den fünften Rang gekommen. Beim Start fuhr Rogers auf Platz zwei vor, ehe der 20-jährige Australier eine Runde vor Schluss des sehenswerten Rennens die Spitzenposition vor Nio-Pilot Petar Brljak übernahm. Diese gab Rogers nicht mehr ab und sicherte sich damit 25 Punkte in der Fahrerwertung. Dritter wurde BMW-Pilot Kevin Siggy. Im Challenge Race kämpfen Top-Sim-Racer im Saisonverlauf unter anderem um einen Startplatz bei der BMW SIM LIVE 2020, die Ende Dezember beim großen Finale in München antreten.

 

 

 

 

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