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Formel E: Homestory BMW-Pilot Max Günther und virtuelle Formel E: ‚Fans zuhause eine tolle Show bieten‘

Homestory Max Günther_BMW ©BMW

Die Formel E hat wie der globale Motorsport wegen der Coronakrise eine Vollbremsung hingelegt. Bis mindestens Ende Juni ruht die laufende Saison der Elektro-Rennserie, doch Not macht erfinderisch.

Sim-Racing ist das Gebot der Stunde. Weltweit werden die Simulatoren zu Hause ausgepackt, messen sich die Profi-Rennfahrer mit den weltbesten Sim-Racern.

Heute startet die neunwöchige  „ABB Formula E Race at Home Challenge“ mit einem ersten Testrennen. Die Formel E hat eine neue neue virtuelle Rennserie ins Leben gerufen. Für das Team BMW i Andretti Motorsport gehen Maximilian Günther und Alexander Sims in der digitalen Formel E an den Start.

Der 22-jährige Günther, der sich in der realen Formel-E-Saison mit dem Sieg in Santiago de Chile am 18. Januar 2020 als jüngster Formel-E-Sieger aller Zeiten kürte, freut sich schon sehr auf die virtuelle Auftaktveranstaltung von zu Hause aus.

Wie alle anderen Rennfahrer kann der Allgäuer in der aktuellen Lage nur abwarten, wie sich die Situation entwickelt und wann der Allgäuer wieder in seinen BMW iFE.20 steigen kann. Immerhin hat er ab dem kommenden Wochenende virtuell die Chance, wieder Formel-E-Luft zu schnuppern.

Anlässlich der Veröffentlichung seiner Homestory spricht Günther im Interview über die virtuelle Formel E, Sim-Racing generell, seine bisherige Saisonbilanz und darüber, wie er mit der aktuellen Situation umgeht.

Maximilian, in Ihrer Homestory sehen wir Sie in den Bergen, auf dem Golfplatz, beim Fitnesstraining, in Ihrer Wohnung und auf der Rennstrecke. Was davon können Sie im Moment noch tun?

Maximilian Günther: „Natürlich bin ich in meinen Trainingsmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Aber das ist im Vergleich zu dem, was gerade in der Welt geschieht, natürlich eine winzige Einschränkung. Ich denke, dort wo ich lebe, kann ich mit der Situation im Vergleich zu sehr vielen anderen Menschen wirklich gut umgehen.

Ich bin bei meinen Eltern in Rettenberg im Allgäu. Dort kann ich im Rahmen der aktuell geltenden Bestimmungen in Bayern zum Sport und für Spaziergänge im engsten Familienkreis raus in die Natur gehen. Das ist mir extrem wichtig. Zu Hause in den Bergen lade ich meine Batterien wieder auf. Mein Indoor-Fitnesstraining kann ich im Haus meiner Eltern auch sehr viel besser absolvieren als in meiner Wohnung in Kempten.

In diesem Punkt habe ich es in meiner Heimat also noch vergleichsweise gut, wofür ich sehr dankbar bin. Über das Fitnesstraining hinaus nutze ich wie viele andere auch die moderne Kommunikation, um engen Kontakt zum Team zu halten. Wir sprechen sehr viel miteinander, denn auch wenn wir nicht auf der Rennstrecke sind, heißt es nicht, dass die Entwicklung stillsteht.“

Max Guenther Sim-Racing ©BMW

Heute treten Sie für BMW i Andretti Motorsport bei der Test Round der virtuellen Formel E an. Was halten Sie davon, dass nun auch die Formel E in den virtuellen Rennsport einsteigt?

Günther: „Ich freue mich sehr auf das erste virtuelle Formel-E-Rennen. Das ist im Moment die einzige Möglichkeit, die wir haben, wirklich Rennen zu fahren.

Für mich war das Sim-Racing völliges Neuland, denn die einzigen Simulatoren, die ich kannte, waren professionelle Rennsimulatoren wie der bei BMW Motorsport. Vor wenigen Wochen bin ich dann ganz spontan mein erstes Sim-Rennen gefahren und dabei auf den Geschmack gekommen.

Es läuft seitdem gut, macht wirklich Spaß und hält mich in der Tat im Rennmodus. Nun werde ich alles geben, um auch im virtuellen BMW iFE.20 den Fans zuhause eine tolle Show zu bieten.“

Homestory Max Günther_BMW ©BMW

Wie blicken Sie in der aktuellen Zwangspause auf die bisherige Formel-E-Saison zurück?

Günther: „Ich fühle mich sehr wohl im BMW i Andretti Motorsport Team. Wir haben einen fantastischen Start in die Saison hingelegt. Der Speed war von den Testfahrten an sehr gut. Und mit dem Sieg in Santiago und dem zweiten Platz direkt vor der Pause in Marrakesch haben wir auch schon großartige Ergebnisse eingefahren.

Natürlich würde ich gerne so bald wie möglich wieder zurück auf die Rennstrecke, um an diese Leistungen anzuknüpfen. Aber das liegt nicht in unserer Hand. Im Moment gibt es einfach viel Wichtigeres als Rennsport. Alles, was wir tun können ist, uns so gut wie möglich auf den Moment vorzubereiten, in dem die Saison weitergeht.“

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