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FE/DTM: Großveranstaltungen bis 31. August untersagt- gibt es ein Geisterrennen in Berlin? Norisring vor dem Aus

Berlin E-Prix 2019 ©EHirsch

Gestern Nachmittag beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Minister in Berlin, Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie zu untersagen.

Direkt betroffen von dieser Entscheidung steht der Motorsport in Deutschland, insbesondere die DTM und die Formel E.

Wie konkret die Maßnahmen im Hinblick auf die Größe von Veranstaltungen umzusetzen sind, bleibt den 16 Bundesländern allein überlassen.

Im Klartext bedeutet es, dass das einzige deutsche Gastspiel der Formel E in Berlin auf der Kippe steht. In die deutsche Bundeshauptstadt strömen jährlich 20.000 bis 30.000 Besucher zum Formel-E-Rennen nach Tempelhof. Es ist davon auszugehen, dass der Berlin E-Prix zu Großveranstaltungen zählt. Die Formel E hat sich zu den neuesten Entwicklungen noch nicht geäußert, laut CEO Jamie Reigle soll es weitere Infos darüber in den kommenden zwei Wochen geben, wie ‚e-formel.de‘ berichtet.

Eine Quelle eines deutschen Formel-E-Rennstalls geht davon aus, dass das Rennen in Berlin als ‚Geisterrennen‘ ohne Zuschauer wie geplant am 21.Juni stattfindet. Eine Anfrage an die Formel E blieb bisher unbeantwortet.

Trotz Ausschluß der Öffentlichkeit wäre ein Rennen in Berlin durchaus denkbar, da die Formel E nicht wie andere Veranstalter abhängig von den Ticketverkäufen sind. „Der große Vorteil unseres Geschäftsmodells ist, dass wir nicht auf Ticketverkäufe angewiesen sind. Wir können also Rennen ohne Zuschauer austragen. Wir sind sozusagen flexibel und können an Orte gehen, wo keine Menschen sind. Das werden wir vielleicht auch tun“, sagte Seriengründer Alejandro Agag gestern gegenüber ‚motorsport-total.com‘.

DTM: Norisring vor der Absage

Keine guten Karten hat hingegen der Norisring. Der DTM-Auftakt, geplant für den 10. Juli bis 12. Juli, steht vor dem endgültigen Aus. Da der Veranstalter, der Motorsportclub Nürnberg (MCN), anders als die Formel E, auf die Ticketverkäufe wegen des kostenintensiven Aufbaus des DTM-Areals am Dutzenteich angewiesen ist, dürfte eine Absage unmittelbar bevorstehen. Denn ein Geisterrennen käme auch für DTM-Boss Gerhard Berger nicht in Frage.

Motorsports / DTM: german touring cars championship 2013, 5. Race at Nuernberg, Norisring (c)ikMedia

Bayern ist in Deutschland am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen, eine Austragung in der Größenordnung von ca 130.000 Besuchern kommt daher im Juli höchstwahrscheinlich nicht in Betracht. Zumal sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gegenüber Großveranstaltungen skeptisch geäußert hat. „Generell gelte es, den Weg besonnen und vorsichtig fortzusetzen“, sagte Söder gegenüber ‚BR24.de‘.

Selbst das weltberühmte Oktoberfest in München stehe laut Söder auf der Kippe. Ob das abgesagte Norisring-Rennen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird, ist eher unwahrscheinlich. Die Veranstaltungsdichte in Nürnberg rund um das Frankenstadion erlauben eine Durchführung des DTM-Klassikers nicht.

Die anderen drei deutschen Austragungsorte der DTM (Nürburgring, Lausitzring und Hockenheimring) gehen erst von September bis November über die Bühne, stehen daher aktuell nicht zur Debatte.

 

 

 

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