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Formel E: ‚ABB Formula E Race at Home Challenge‘- neue Esport-Serie mit Unicef gegründet

Formel E zu Hause ©courtesy by Formula E

Die Formel E hat nach der Bekanntgabe der Partnerschaft mit Unicef heute ihre erste große Fundraising-Initiative präsentiert. Die ‚ABB Formula E Race at Home Challenge‘ lautet die frisch gebackene eSport-Serie der Formel E.

Sim-Racing ist in Zeiten von Corona in aller Munde und erfreut sich steigender Beliebtheit. Ein Großteil der aktuellen Formel-E-Piloten wird sich in den kommenden neun Wochen bis zum 13. Juni 2020 neun virtuelle Rennen gegen eine Auswahl der weltbesten Sim-Racer messen. Damit sollen für Unicef Gelder im weltweiten Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gesammelt werden.

Die Spenden aus dem Wettbewerb werden von UNICEF an umfassende Notfallprojekte auf der ganzen Welt weitergeleitet. So sollen beispielsweise die Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung für medizinisches Personal und die Einrichtung von Homeschooling-Programmen für Kinder, die derzeit nicht zur Schule gehen können, garantiert werden.

Audi-Pilot Lucas di Grassi, der sich mit seiner Familie in das Hinterland von São Paulo in Brasilien zurückgezogen hat, kehrt für die Renntage zurück in seine Geburtsstadt, wo er einen Simulator nutzen kann. „Es sind gerade harte Zeiten für alle Menschen“, so di Grassi. „Schön, dass wir unseren Fans mit dieser Idee der Formel E jetzt wieder ein bisschen Action und Spaß bieten können“, sagt der Brasilianer, der sich seit 2018 als UN-Botschafter für saubere Luft engagiert. „Wir geben alles, um eine gute Show zu bieten und tun damit gleichzeitig etwas für den guten Zweck – eine perfekte Kombination.“

di-grassi-und-abt-am-rennsim (c)EHirsch

Der Gesamtsieger der Pro-Racer darf sich über eine ganz besondere Prämie freuen: er steigt nämlich vom virtuellen in ein reales Formel-E-Cockpit um und darf im Rahmen eines Rennwochenendes der Formel E eine Testfahrt auf einer realen Strecke absolvieren. Los geht es bereits am kommenden Samstag, 18. April, 14:30 Uhr deutscher Zeit, mit einem ersten Testlauf, der allerdings noch nicht in das Gesamtklassement einfließen soll.

Die virtuellen Formel-E-Rennen werden nach einem besonderen Format ‚race royal‘ abgehalten. Der langsamste Pilot scheidet nach jeder Runde aus. Die letzten zehn übrig gebliebenen Fahrer absolvieren schließlich ein Sprintrennen im Kampf um die Plätze und Punkte.

„Ich halte dies für eine fantastische Initiative der Formel E, die der Meisterschaft ein weiteres esportliches Element hinzufügt und einem Spieler die Gelegenheit in seinem Lebens bietet, sich hinter das Steuer eines echten Rennwagens zu setzen“, zeigt sich Formel-E-Tabellenführer Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) ob der neue Sim-Racing-Serie der Formel E begeistert.

„Der Motorsport ist tatsächlich eine der wenigen Sportarten mit übertragbaren Fähigkeiten sowohl in der virtuellen als auch in der realen Spielewelt. Es wird also interessant sein, zu sehen, wie wir uns an die Bedingungen gewöhnen. Als Fahrer vermissen wir natürlich den Rennsport, und ich kann es kaum erwarten, mit einem Formel-E-Auto wieder auf die Strecke zu kommen. Es ist auch schön, für einen guten Zweck Rennen zu fahren, und ich hoffe, dass die Fans es genießen werden, die Ereignisse von zu Hause aus zu verfolgen“, fiebert der Portugiese seinem Auftritt entgegen.

Mark Preston, Team Principal, DS Techeetah, and Antonio Felix da Costa (PRT), DS Techeetah, with TV Presenter Nicki Shields ©courtesy ba FormulaE

Der Wettbewerb gliedert sich in zwei separate Starterfelder. Im ersten Starterfeld gehen die Formel-E-Piloten samt ihren Teams an den Start, zu dem sich aktuell 14 Piloten gemeldet haben. In der zweiten Startgruppe steigen die weltbesten Sim-Racer und Influencer ins virtuelle Formel-E-Cockpit, die sich Woche für Woche beweisen und sich neu qualifizieren müssen. Die besten 18 Piloten davon können am darauffolgenden Rennen gegen di Grassi & Co mitmachen. Übrigens sind die drei besten Sim-Racer in der Gesamtwertung automatisch für das Rennen qualifiziert.

Exakt wie bei der realen Formel E erfolgt die Punktevergabe für die zehn schnellsten Sim-Racer. Einen weiteren Punkt können die Piloten mit jeweils einen Punkt für die Pole Position und die schnellste Rennrunde einstreichen, zum Finale am 13. Juni gibt es doppelte Punkte zu kassieren.

„Wir freuen uns, die erste große Spendeninitiative unserer Partnerschaft mit UNICEF zur Unterstützung des weltweiten Coronavirus-Aufrufs bekannt zu geben“, sagt Jamie Reigle, Formel-E-Boss. „Die Formel E ist eine Plattform mit dem Ziel, die Einführung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und den Klimawandel zu bekämpfen. Deshalb sind wir stolz darauf, angesichts der aktuellen Gesundheitskrise für eine sinnvolle Sache im Gaming-Bereich zu kämpfen. Das ‚ABB Formula E Race at Home Challenge‘ ist eine kraftvolle sportliche Manifestation der UNICEF-Partnerschaft, die unsere Spendenaktionen in der gesamten Formel E-Gemeinschaft unterstützt, unseren Fans neue Inhalte und Zuschauererlebnisse bietet und unsere Teams, Fahrer und Partner wieder an den Rennsport heranführt“, ergänzt der Kandier.

Jeder Formel-E-Pilot bekommt einen eigenen Simulator ins Haus gestellt, als Plattform kommt rFactor2 zum Einsatz. „Früher war es ein Spielzeug, jetzt ist der Simulator wie mein Rennauto“, sagt di Grassis Teamkollege Daniel Abt (Audi), der die ganze Ausrüstung in diesen Tagen zu Hause aufbaut. „Ich bin jetzt also Rennfahrer, Mechaniker und Ingenieur in einem.“

Die neuen Rennen werden im Live-Stream auf der offiziellen Formel-E-Webseite, auf den YouTube-, Facebook- und Twitch-Kanälen übertragen. Dauer der Live-Übertragung sind 90 Minuten. Hinter dem Mikrophon kommentieren Formel-E-Reporter Jack Nicholls, Formel-E-Boxenreporterin Nicki Shields und der dreimalige Gewinner der Indianapolis 500, Dario Franchitti.

 

 

 

 

 

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