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DTM: Philipp Eng erobert Platz 2 auf der virtuellen Nürburgring-Nordschleife

VCO-Rennen Nürburgring ©BMW

Sim-Racing ist in diesen Tagen angesagt. Da an realen Motorsport aktuell nicht zu denken ist, nimmt die virtuelle Rennsaison weiter an Fahrt auf.

Am Wochenende wurde der zweite Lauf der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO ausgetragen. Bei dem 3-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife gewann das Williams Esports Team mit Sami-Matti Trogen und Dominik Staib in ihrem Audi R8 LMS GT3 von der Pole-Position. DTM-Pilot Philipp Eng erreichte Platz Zwei und damit den Sprung auf das Podium. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Alexander Voß und Laurin Heinrich holte er im BMW Z4 GT3 die erste Podiumsplatzierung für das Team BS+COMPETITION.

In der aktuellen Situation gewinnt das Simulator-Racing immer mehr an Popularität. Entsprechend stark besetzt war der zweite Lauf der DNLS powered by VCO. Zahlreiche Profirennfahrer aus den verschiedensten Rennserien gingen an den Start, darunter neben Eng auch die ehemaligen BMW-DTM-Piloten Bruno Spengler und Martin Tomczyk.

Die Fahrer sitzen bei Sim-Rennen jeweils bei sich zuhause an ihren Rennsimulatoren. Beim virtuellen Fahrerwechsel übergibt der Fahrer das Fahrzeug also an seinen Teamkollegen, der in einer anderen Stadt, einem anderen Land oder gar auf einem anderen Kontinent sitzt. Die körperlichen Anforderungen sind – abgesehen von den g-Kräften – nahezu so hoch wie im realen Rennwagen. Im Falle eines Unfalls muss das Fahrzeug zur Reparatur an die Box und dann eine dem Schaden entsprechende Zeit warten, bis es wieder auf die Strecke gehen kann. Auch Zeitstrafen können von der Rennleitung ausgesprochen werden.

BMW Z4 GT3 ©BMW

Zu den Besonderheiten des Sim-Racings gehört, dass Profi-Rennfahrer aus dem realen Motorsport gemeinsam mit professionellen Sim-Racern an den Start gehen können. Und auch die Nähe zu den Fans ist sehr groß. Sie können das Geschehen live über das Internet und über verschiedene Social-Media-Kanäle verfolgen, zum Beispiel über den Facebook-Kanal von BMW Motorsport. Auch die Fahrer lassen ihre Fans über ihre „Social Channels“ teilhaben – zum Beispiel zeigte Eng bei Instagram, wie er das Podium zuhause feierte und auf der Terrasse Sekt versprühte. Über die verschiedenen Kanäle waren beim zweiten Lauf der DNLS powered by VCO tausende Fans aus der ganzen Welt dabei.

Die Virtual Competition Organisation (VCO) bot während des Rennens einen einzigartigen Fotoservice. Jeder einzelne Teilnehmer erhielt Bild- und Videomaterial. Gleichzeitig konnten die Fahrer und Teams die VCO Media Cloud nutzen, um eigenes Bild- und Videomaterial hochzuladen. So entstand eine im Rennsport bislang einzigartige Austauschplattform zwischen Veranstalter und Teams. Im Anschluss an das Rennen standen zudem alle Klassensieger im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz für Fragen zur Verfügung.

Das Renngeschehen.

Im Qualifying holte Eng im BMW Z4 GT3 den dritten Platz in der virtuellen Startaufstellung. Als Startfahrer machte er schnell eine Position gut, und das Team von BS+COMPETITION lag auf Rang zwei, als Voß von Eng übernahm. Diese Platzierung hielt die Mannschaft ungefährdet, bis Heinrich den BMW Z4 GT3 nach etwas mehr als drei Rennstunden über die Ziellinie steuerte. Der Sieg ging an die Mannschaft von Williams Esports.

 

„Es war ein tolles Rennen“, sagte Sieger Sami-Matti Trogen. „Ich habe mich schon vorher unglaublich darauf gefreut, gegen so viele Top-Racer sowohl aus der realen als auch der virtuellen Rennsport-Welt anzutreten. Im Qualifying ist es für uns sehr gut gelaufen.

Am Start konnte ich dann Platz eins verteidigen und hatte dadurch freie Sicht nach vorne. Das hat geholfen, um einen Vorsprung herauszufahren“, so der Gewinner.

Williams ESports ©VCO

Knapp verpasste DTM-Pilot Philipp Eng den ersten Sieg auf der virtuellen Nordschleife, der über Platz 2 genauso happy war. „Ich freue mich riesig, Platz zwei und unser erstes Podium für das Team BS+COMPETITION geholt zu haben“, jubelte Eng.

„Es hat wirklich viel Spaß gemacht und ich hatte einen höheren Puls als im echten Rennwagen. Denn ich hatte noch nicht ganz so die Kontrolle wie im realen Auto, auch weil es mir noch ein bisschen an Training fehlt. Doch das Auto war super, das Set-up war perfekt, die Strategie war ebenfalls tipp-topp. Wir haben als Team perfekt zusammengearbeitet und so das Podium nach Hause gebracht“, resümierte der Salzburger.

Im charakteristisch schwarzen BMW Z4 GT3  ging der DTM-Champion von 2012 Spengler gemeinsam mit dem bekannten Sim-Racing-YouTuber Jimmy Broadbent und Nils Koch an den Start. Das Trio war gut unterwegs, verlor dann aber aufgrund einer Reparaturpause Zeit und belegte schließlich Rang 25.

BMW Z4 GT3 ©BMW

„Leider hatte ich im Qualifying mit technischen Problemen an meinem PC zu kämpfen“, sagte Bruno Spengler. „Dadurch konnte ich nur eine Runde fahren, was auf der Nordschleife natürlich etwas zu wenig ist. Von Startplatz 16 aus habe ich mich dann im Rennen bis auf Platz sechs nach vorn gekämpft.

Wir hatten ein gutes Auto und wirklich auch eine gute Pace. Auch Jimmy Broadbent hat als zweiter Fahrer eine richtig starke Leistung gezeigt. Bei Nils Koch gab es leider ebenfalls einen technischen Defekt, wodurch er in einen Unfall verwickelt wurde.

Natürlich ist das sehr viel Pech, aber ich denke, wir können auf jeden Fall unsere Lehren aus diesem Rennen ziehen. Für mich war es das erste Rennen in der DNLS und ich hoffe natürlich, dass noch weitere folgen werden“, so der Kanadier.

Das BMW-Team Green Hell mit Tomczyk, Klingmann und Kay Kaschube startete von Startplatz 16 aus eine starke Aufholjagd, fiel aber nach einem Unfall zurück und erreichte das Ziel auf Platz 27.

„Es war wieder eine tolle Veranstaltung“, sagte martin Tomczyk. „Nach dem ersten Rennen, in dem sich alle ein bisschen herangetastet haben, weiß jetzt jeder, um was es geht. Das hat man auch daran gesehen, dass die Leistungsdichte noch einmal enger geworden ist.

Der Rennstart war klasse, ich konnte gut mitschwimmen und Plätze gutmachen. Jens hat dann leider die Leitplanke touchiert, und nach elf Minuten Reparatur hatten wir an Boden eingebüßt.

Aber es hat riesigen Spaß gemacht, und es war auch schön zu sehen, wie man wie an der echten Rennstrecke mitfiebert oder sich auch ärgert wie bei einem solchen Unfall. Obwohl es nur virtuell stattfindet, bringt man als Rennfahrer wahnsinnig viel Ehrgeiz mit und spürt die entsprechenden Emotionen. Ich finde es klasse und ich freue mich schon auf das nächste Rennen“, ergänzte der Rosenheimer.

Das nächste Rennen startet am 18.April.

 

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