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DTM: BMW-Pilot Philipp Eng: ‚Saison im Sommer durchfahren‘

Philipp Eng (AUT), BMW Team RMR,DTM Hockenheim 5.5.2019 ©BMW

Die Coronaviruspandemie und dessen Folgen wirbelt die Sportwelt gehörig durcheinander. Die Fussball-EM wurde um ein Jahr verschoben, im Motorsport legt die Formel E zwangsweise eine zweimonatige Saisonpause ein und auch die Formel 1 konnte ihre Motoren für den Saisonauftakt noch nicht zünden. Die Sommerpause in der Formel 1 wird vorgezogen.

Gestern wurde der weltberühmte Formel 1 Grand Prix von Monaco, der seit 1954 ununterbrochen im Rennkalender der Königsklasse auftaucht, endgültig abgesagt – kein Rennen im Fürstentum im Jahr 2020.

DTM Fan Village ©DTM

Das weltberühmte 24 Stunden-Rennen von Le Mans wurde auf den Herbst verlegt, der Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf Mitte Mai verschoben und auch die japanische Super GT musste ihre ersten Rennen absagen.

Die derzeitige Unsicherheit macht den Organisatoren der diversen Rennserien schwer zu schaffen. Die DTM-Dachorganisation ITR hält offiziell den Saisonauftakt im belgischen Zolder (24 bis 26. April) noch aufrecht, Verschiebungen oder Rennabsagen gibt es bisher nicht.

Doch der Saisonauftakt in Belgien ist kaum mehr zu halten. In Belgien wurde gestern eine Ausgangssperre wegen des sich grassierenden Coronavirus und dessen Eindämmung verhängt. Die weiteren Rennen im Mai auf dem Lausitzring und in St. Petersburg sind ebenfalls kaum zu realisieren. „Zuerst ist es aber mal wichtig, dass wir alle gesund bleiben. Das ist so wichtig wie noch nie“, betont der Österreicher Philipp Eng.

Eine Lösung, die DTM-Saison doch noch zu retten, wäre die Sommerpause vorzuziehen.

„Da könnte man die Formel 1 als Vorbild nehmen oder die Formel E, in der in den nächsten zwei Monaten gar nichts passiert, und alles in die Sommerpause schieben“, sagt der  BMW-Pilot Eng gegenüber ‚motorsport.com‘. „Dass man also sagt: Wir machen jetzt Sommerpause und fahren dann den Sommer durch.“

Philippe Eng (c)BMW

Die DTM hat zwischen den Rennen am Norisring (10. bis 12. Juli) und der Traditionsstrecke in Brands Hatch (24. bis 26. August) eine sechswöchige Sommerpause geplant – der Fussball-EM zuliebe. In dieser rennfreien Zeit wären jetzt Rennen möglich, da die UEFA die Fusbball-EM auf 2021 verschoben hat.

Doch so einfach ist das nicht realisierbar, schließlich bestehen gültige Verträge mit den Veranstaltern. „Da müsste man schauen, wie es mit der Rennstreckenverfügbarkeit aussieht, denn auf die Idee kommen nicht nur Formel 1 und DTM“, weiß auch Eng.

Andere Rennserien sind ebenso auf den Trichter gekommen, Rennen in die Sommerpause zu verlewgen. Womöglich sind Strecken gar nicht mehr buchbar.

Nacholtermin ITR-Test?

Die DTM steht vor einer Herkulesaufgabe, den Rennkalender entsprechend anzupassen. Der letzte ITR-Test wurde bekanntlich komplett gecancelt. Weder in Monza noch in Hockenheim gab es die Möglichkeit für Eng und seine dreizehn Fahrerkollegen die Autos zu bewegen. Gehen die 14 DTM-Piloten ohne Feinschliff in die Saison 2020?

„Ein Test wäre schon gut, weil seit dem letzten Rennen so viel Zeit vergangen ist“, hofft der Österreicher Eng auf einen Nachholtermin. „Mein Renningenieur war bei allen Tests dabei, aber er war nicht an meinem Auto aktiv. Es wäre schon wichtig, dass wir alle in einen Rhythmus kommen. Und die neuen Fahrer müssen das Auto vor dem ersten Rennen einmal gefahren sein“, betont Eng.

Gerhard Berger,DTM Hockenheim ©DTM

Eng verweist auf seine Landsleute Lucas Auer (BMW) und Ferdinand Habsburg (Audi), aber auch auf BMW-Neuling Jonathan Aberdein, Robert Kubica (beide BMW) und die beiden Audi-Rookies Ed Jones und Fabio Scherer, die ihre neuen Arbeitsgeräte noch nicht intensiv testen konnten.

Doch Eng gibt sich zuversichtlich, dass ITR-Boss Gerhard Berger und sein Team eine Lösung zur Kalenderanpassung finden können. „In diesen Positionen sitzen weitaus klügere Menschen als ich, die sich über das Thema sicher schon lange Gedanken machen“, so der Salzburger. „Ich bin sicher, es wird für alles eine Lösung geben“, gibt sich Eng optimistisch.

 

 

 

 

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