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Formel E: Kapstadt buhlt um E-Prix, erstes Nachtrennen in Eindhoven?

CIRCUIT INTERNATIONAL AUTOMOBILE MOULAY EL HASSAN, MOROCCO - JANUARY 12: Sam Bird (GBR), Envision Virgin Racing, Audi e-tron FE05, Robin Frijns (NLD), Envision Virgin Racing, Audi e-tron FE05, and Tom Dillmann (FRA), NIO Formula E Team, NIO Sport 004, crash in the pits during the Marrakesh E-prix at Circuit International Automobile Moulay El Hassan on January 12, 2019 in Circuit International Automobile Moulay El Hassan, Morocco. (Photo by FiaFormulaE,Sam Bloxham / LAT Images)

Endlich positive Nachrichten für die Formel E. Nach der Absage der beiden Rennen in Sanya und Rom auf Grund des grassierenden Coronavirus buhlen Südafrika und die Niederlanden um einen E-Prix.

Die Hafenstadt Kapstadt an der Südwestküste Südafrikas könnte bereits in der nächsten Saison Gastgeber eines Rennens auf dem afrikanischen Kontinenent  sein. Im Februar 2021 soll es soweit sein.

Nach Marrakesch (Marokko), wo zuletzt Saisonrennen 5 über die Bühne ging, wäre Kapstadt der zweite Veranstaltungort auf dem afrikanischen Kontinent.

„Alle Diskussionen waren bisher positiv und es ist ermutigend, Kapstadt auf der Liste der Kandidaten für zukünftige Saisons zu haben“, sagte ein Formel-E-Sprecher gegenüber ‚the-race.com‘.

Hinter dem Projekt steht ein Unternehmen namens e-Movement Ltd., zusätzliche Unterstützung erfährt die Bewerbung Kapstadts durch Jaguar Südafrika. Im September 2019 führten die Formel-E-Verantwortlichen bereits eine Machbarkeitsstudie durch.

„Das Ziel der Studie war es, die Eignung Kapstadts als möglicher Austragungsort für einen Lauf der ABB FIA Formel E-Meisterschaft füre zukünftige Saisons zu beurteilen“, sagte Ian Banner, der gemeinsam mit Johann Rupert das Unternehmen e-Movement Ltd. leitet. Rund um die Heimstätte des südafrikanischen Premier Soccer League-Fussballklubs Ajax Cape Town könnte der Austragungsort sein. Das Stadion war bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika Schauplatz des Halbfinalspiels Niederlande gegen Uruguay (3:2).

„Es kristallierten sich drei mögliche Rennstrecken-Layouts heraus und wir sind nun dabei, diese Möglichkeiten mit der Stadt Kapstadt und anderen interessierten Parteien zu untersuchen“, sagt Banner, der weiter hinzufügt: „Das Hauptziel bestand darin, ein geeignetes Streckenlayout zu entwerfen, das minimale Auswirkungen auf die Stadt hat, ein Minimum an Bauarbeiten erfordert, die Öffentlichkeit und den Verkehr so wenig wie möglich stört und was entscheidend ist, ein dauerhaftes Vermächtnis hinterlässt.“

Der Stadtrat von Kapstadt Jean Pierre Smith, zugleich Mitglied des Bürgermeisterkomitees von Kapstadt, unterstützt das Vorhaben. „Die Veranstaltung ist so viel mehr als ein E-Prix – sie bietet die Gelegenheit, die Stadt Kapstadt und die Region als federführendes Zentrum für erneuerbare Energien in Südafrika zu positionieren.“

Über einen Kapstadt E-Prix würde sich sicherlich Jaguars Formel-E-Teamchef James Barclay freuen, der in Südafrika geboren wurde und aufwuchs. Große Freude dürfte auch bei Franco Chiocchetti, der bei HWA für das Mercedes-Team arbeitet, aufkommen. Der ehemalige Renningenieur von Formel-E-Champion Lucas di Grassi (Audi) ist gebürtiger Südafrikaner, der mittlerweile in Kempten beheimatet ist. „Kapstadt würde megacool sein“, sagte uns Chiocchetti. „Der beste Austragungsort bisher“, so der 46-Jährige, der sein Maschinenbau-Studium an der Universität von Kapstadt abvsolvierte.

Nachtrennen Eindhoven:

Ein weiterer Kandidat für einen E-Prix ist die niederländische Stadt Eindhoven. Und es könnte ein ganz spekatulären Rennen werden: ein Nachtrennen.

Die fünftgrößte Stadt in den Niederlanden mit 200.000 Einwohnern gilt als Technologiezentrum des Landes und wäre prädestiniert für das erste Nachrennen in der noch jungen Geschichte der Formel E. 

Hinter den Bestrebungen eines Nachtrennens steht die lokale Organisation Formula Eindhoven. Bei einem lokalen Audi-Händler stellte Peter-Paul Laumans, ein Unternehmer im Online-Geschäft, das spannende Projekt vor.

„Ich war als Firmengast eingeladen und habe mit Leuten wie Michael Andretti und Roger Penske Gespräche geführt“, sagte Laumans gegenüber ‚e-racing365‘.  „Wir sprachen über den amerikanischen Rennsport, aber alle sagten mir, dass die Formel E das nächste große Ding sein würde. So begann die Idee“, führte der Unternehmer fort. Großer Befürworter eines niederländischen E-Prix ist Robin Frijns, der bei Audis Kundenteam Virgin Racing unter Vertrag steht und für Audi in der DTM an den Start geht.

„Eindhoven ist die Technologie-Hauptstadt der Niederlande, daher ist es absolut sinnvoll, es hier zu machen“, so Frijns. „Die Begeisterung für die Formel 1 in den Niederlanden ist groß, aber es wäre toll, auch ein Formel-E-Rennen zu veranstalten“, sagt der 28-jährige Maastrichter.

Mit Robin Frijns und Nyck de Vries (Mercedes) treten zwei Piloten in der Formel E an. Neben Eindhoven macht sich auch Diriyya in Saudi-Arabien für ein Nachtrennen stark. Wer letztendlich das Rennen für das erste Nachtrennen in der Elektro-Rennserie macht, gibt die Formel E  am 19. Juni in Chiang-Mai in Thailand beim World Motorsport Council bekannt. Dort soll ein provisorischer Rennkalender für Saison 7, vielleicht auch mit Kapstadt, vorgelegt werden.

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