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Formel E: Coronavirus- Rom E-Prix abgesagt

Lotterer in Rom (c)DSDeutschland

Jetzt ist es offiziell: der Rom E-Prix fällt vorerst aus. Die Formel E hat heute Nachmittag endgültig die Reißleine gezogen und den kommenden E-Prix in Rom (4. April) wegen des grassierenden Coronavirus in Italien abgesagt.

Damit muss die Elektro-Rennserie nach der Absage des Sanya E-Prix die zweite Absage in der laufenden Saison hinnehmen.

In dem Statement der Formel E heißt es: “ Als Folge des anhaltenden Gesundheitsnotstands in Italien und gemäß den Bestimmungen des Ministerialerlasses über Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 im Land – wozu auch Sportveranstaltungen mit großen Menschenmengen und Zuschauern in unmittelbarer Nähe gehören – wird es nicht mehr möglich sein, den E-Prix von Rom am 4. April 2020 auszurichten.“

Italien ist in Europa am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffen.Daher sind zahreiche Sportevents bereits gestrichen worden wie beispielsweise der Radrenn-Klassiker Mailand-Sanremo oder finden nur unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt wie die italienienische Fussballliga Serie A.

Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi,Formula E, Rome E-Prix 2019 (c)Audi

Ob das Rennen in Rom nachgeholt wird oder woanders stattfindet, steht derzeit noch nicht fest. Stand heute ist, dass die Formel-E-Organisatoren nach einem Ausweichtermin für Rom Ausschau halten, wenn sich die Lage entspannt hat.

„Die Formel E wird im Einvernehmen mit den zuständigen Behörden in Rom, EUR, der FIA und dem Automobile Club d’Italia (ACI) eng mit den Partnern und Interessenvertreter zusammenarbeiten, um Alternativen für die Verlegung des Rom E-Prix auf einen späteren Zeitpunkt nach Aufhebung der Beschränkungen zu finden“, heißt es weiter in dem Statement.

Neben der Absage Roms stehen zwei weitere Rennen auf der Kippe. Paris und das Premierenrennen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul sind akut gefährdet. Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie hat Südkorea inzwischen die höchste Krisenalarmstufe ausgerufen. Momentan kaum vorstellbar, dass der E-Prix in Seoul augetragen werden kann.

Alternativen gesucht:

Die Formel E arbeitet fieberhaft nach Lösungen, die ausgefallenen Rennen an anderer Stelle durchzuführen. Marrakesch und Valencia sind im Gespräch. Außerplanmäßig könnte ein zweiter E-Prix auf der semi-permanenten Rennpiste in Marrakesch stattfinden, wo die Formel E letztes Wochenende zu Gast war.

Nyck de Vries, Mercedes ©Mercedes,LAT Images

Nach dem Marrakesch E-Prix wurden alle Formel-E-Autos samt Equipment nach Valencia verfrachtet, wo die Formel E ihre Teambasis bereithält. Vor Saisonbeginn fanden auf dem Circuit Ricardo Tormo die Formel-E-Testfahrten statt. Von Spanien aus kann die wertvolle Fracht flexibler zum nächsten Austragungsort weitertransportiert werden. Durchaus möglich, dass aber in Valencia selbst ein Rennen stattfindet.

Daneben gibt es Überlegungen, in New York und Berlin ein ‚Double-Header‘ durchzuführen, also zwei Rennen an einem Wochenende.

Momentan wartet viel Arbeit für die Formel-E-Verantwortlichen. Möglicherweise erfahren wir nächsten Mittwoch nähere Details zu den weiteren Planungen der Elektro-Rennserie, wenn bei einem Pressegespräch Jamie Reigle, Chief Executive Officer der Formel E und Alberto Longo, Mitbegründer und Chief Championship Officer der Formel E, in Wien zu Gast sind.

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