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Formel E: Pascal Wehrlein enttäuscht: Plattfuß verhindert Punkte

Wehrlein Pascal,Formula E Marrakesh E-Prix 2020 ©Peter Minnig, courtesy by FormulaE

Kein Glück für Pascal Wehrlein beim Marrakesch E-Prix. Der Mahindra-Pilot musste sich nach einem Reifenschaden mit Platz 22 begnügen – keine Punkte für den Deutschen.

„Das Wochenende war ein wenig schwierig“, erklärte Wehrlein. „Wir hatten ein wenig mit den Reifen zu kämpfen und im Qualifying beging ich einen Fehler“, ärgerte sich der 25-jährige Deutsche.

Ein Unglück kommt selten allein. Auch Teamkollege Jerome d’Ambrosio kam mit dem Mahindra M6 Electro nicht richtig in die Spur und beendete trotz guten Qualifyings – Platz 7- das Rennen nur auf Position 13.

Irgendwie scheint der Wurm drin beim indischen Rennstall. Marrakesch war in den vergangenen Rennen ein gutes Pflaster für Mahindra. D’Ambrosio angelte sich 2019 den Premierensieg für seinen neuen Arbeitgeber, ein Jahr zuvor gewann Felix Rosenqvist den E-Prix in Marokko.

Die Hoffnung auf einen Hattrick war groß beim indischen Rennstall um Teamchef Dilbagh Gill. Vor dem Auftritt in Afrika zeigte das Mahindra-Duo in Mexico-Stadt eine furiose Aufholjagd. Von der letzten Startreihe gingen Wehrlein und d’Ambrosio ins Rennen, pflügten durch das gesamte Feld und wurden letztendlich mit zwei Top Ten-Ergebnissen belohnt (Platz 9 für Wehrlein, Platz 10 für d’Ambrosio). Das machte Laune für die Lieblingsstrecke in Marokko. Auch bei den Mahindra-Fans keimte Hoffnung für ein gutes Rennen auf, beide Mahindra-Piloten erhielten den FanBoost.

Doch in Marrakesch fehlte am Wochenende einfach die nötige Pace. „Heute war nicht der Tag, den wir angestrebt haben und nicht das, was wir verdient haben“, erklärte Gill.

Im Qualifying kam Wehrlein nur auf Position 15, keine optimalen Vorraussetzungen im Spitzenfeld der Formel E mitzumischen. Der Deutsche biss sich im Mittelfeld fest, konnte zwar einige Plätze gutmachen, doch eine Kollision mit Virgin-Pilot Sam Bird machte das Rennen des Deutschen zunichte- Reifenschaden.

„Ich habe ihn überholt, wollte dann James Calado attackieren“, sagte Wehrlein gegenüber ‚motorsport-magazin.com‘. „Er (Bird) wollte allerdings mich angreifen, während ich Calado attackiert habe. Irgendwie hat er mich dann hinten links berührt und ich hatte einen Plattfuß“, hielt der Deutsche nach dem Rennen fest.

Pascal Wehrlein Mahindra ©Shivraj Gohil,courtesy by FormulaE

Der 25-Jährige musste an die Box, um sich neue Reifen abzuholen und verlor dadurch wertvolle Zeit. Am Ende sprang nur ein enttäuschender 22. Platz heraus. „Das ist schade, denn andere Fahrer, die bis zu diesem Zeitpunkt hinter mir waren, kamen ziemlich leicht in die Punkteränge, so dass das Potenzial für Punkte vorhanden war“, zeigte sich Wehrlein ernüchtert. Zwar legte der Deutsche noch die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes hin, doch Punkte gab es dennoch keine -außerhalb der Top Ten.

Mit leeren Händen reiste der Mahindra-Pilot aus Marrakesch ab, der in der Meisterschaft mit 14 Punkten Position 14 einnimmt. „Wir werden jetzt daran arbeiten, uns für das nächste Rennen zu verbessern“, hofft Wehrlein wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

„Pascals Qualifying war nicht auf mangelnde Geschwindigkeit oder Leistung zurückzuführen“, betonte Teamchef Gill. „Das zeigte sich in seiner schnellsten Runde im Rennen. Marrakesch war diesmal nicht so freundlich zu uns, aber wir werden wiederkommen und weitere Trophäen sammeln“, gab sich der Inder kämpferisch.

Jerome d’Ambrosio:

Für Teamkollege Jerome d’Ambrosio gab es kein Happy-End in Marrakesch. Im Vorjahr noch strahlender Premierensieger für den indischen Rennstall, kam der Belgier über Platz 13 nicht hinaus. Dabei sah es für den 34-jährigen Routinier im fünften Saisonrennen zunächst vielversprechend aus.

Im Qualifying  fuhr d’Ambrosio die siebtschnellste Zeit und machte sich berechtige Hoffnung auf ein Top-Ergebnis. Zwischenzeitlich lag der Mahindra-Pilot sogar auf Platz 5, doch im weiteren Rennverlauf kämpfte d’Ambrosio mit stumpfen Waffen und wurde bis auf Platz 13 durchgereicht.

Jerome d'Ambrosio ,Formula E Marrakesh E-Prix 2020 ©Peter Minnig, courtesy by FormulaE

„“Es ist ein bisschen enttäuschend, denn wir hatten ein gutes Qualifying“, sagte der Belgier. „Es ist wirklich schade, nicht in den Punkten zu landen, wenn man von dort startet. Ich hatte Mühe – die erste Runde war nicht so toll – ich war auf P9 und dann hatte ich einfach nicht die Pace. Auch im ‚Attack Mode‘ hatte ich zu kämpfen, Positionen zu gewinnen. Wir müssen daran arbeiten, zu verstehen, wie wir das besser bewältigen können“, betonte d’Ambrosio, der in der Meisterschaft mit drei mageren Punkten abgeschlagen auf Platz 18 liegt. In der Teamwertung belegt Mahindra Platz 10.

„Das ist Motorsport, wir müssen aus unserem Renntag lernen und beim nächsten Rennen sofort wieder alles daran setzen, besser zu sein“, erklärte Teamchef Gill. Nächste Gelegenheit ist der Rom E-Prix am 4. April.

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