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Formel E: Porsche- Top Qualifying, Andre Lotterer holt Platz 8 in Marrakesch

Andre Lotterer Marrkesch 2020 ©Porsche

Endlich wieder Punkte für den deutschen Neueinsteiger Porsche. Beim fünften Saisonrennen erreichte Andre Lotterer Platz 8 und entführte vier Punkte aus Marroko.

„Die Punkte aus Marrakesch nehmen wir natürlich gerne mit“, zeigte sich Lotterer zufrieden. Dabei wäre noch mehr für den gebürtigen Duisburger drin gewesen.

Bis gegen Ende des Rennens lag der 38-jährige Deutsche aussichtsreich auf einen vierten Platz, musste dann jedoch Sebstien Buemi (Nissan), Edoardo Mortara (Venturi), Mitch Evens (Jaguar) und in der Schlussrunde Lucas di Grassi (Audi) tatenlos vorbeiziehen lassen, um mit der Restenergie seines Porsche 99X Electric noch das Ziel zu erreichen.

„Gegen Rennende hatten wir jedoch weniger Energie angespart als die Autos um uns herum“, so Porsches Einsatzleiter Amiel Lindesay. „Deshalb verlor André (Lotterer) in den letzten beiden Runden an Boden. Das schauen wir uns jetzt in der Analyse nochmal ganz genau an“, begründete der Franzose den Absturz.

Marrakesch ist eine energiefressende Strecke mit den langen Geraden, dazu kommen weitere Beschleunigungszonen, die dem Antriebssrang alles abverlangen.

Andre Lotterer Marrkesch 2020 ©Porsche

Glanzvoller Höhepunkt für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team war Lotterers bärenstarke Leistung im Qualifying mit dem Einzug in die Super Pole. Nach seiner Pole-Position in Mexiko vor zwei Wochen schaffte Lotterer erneut den Sprung in die Super Pole mit Platz 2. Die Bestzeit von BMW-Pilot Maximilian Günther verpasste der Porsche-Pilot nur 20 Tausendstelsekunden. In der Super Pole holte Lotterer noch einmal alles raus aus dem Porsche-Packet, steigerte seine persönliche Bestzeit noch einmal um 0,3 Sekunden und musste sich mit Platz 3 hinter Günther und Pole-Setter Felix da Costa begnügen.

„Im Qualifying war unser Auto wieder sehr stark“, war Einsatzleiter Lindesay begeistert. Von Startplatz 3 aus fiel Lotterer in der ersten Runde eine Position zurück, da ihn Mercedes-Pilot Nyck de Vries passieren konnte. Kurz danach bekam der Niederländer eine Durchfahtsstrafe aufgebrummt, Lotterer rückte wieder auf die dritte Position vor.

„Auch die erste Hälfte des Rennens verlief gut“, kommentiere Lindesay das Rennen seines deutschen Schützlings. Im weiteren Rennverlauf verlor der deutsche Porsche-Pilot zunächst zwei Plätze. Gegen seinen früheren Teamkollegen Jean Eric Vergne (DS Techettah) hatte Lotterer nichts entgegenzusetzen und auch Buemi ging noch an Lotterer vorbei. In der Folgezeit eroberte sich Lotterer Platz 4 wieder zurück, doch in der Schlussphase wurde der Porsche-Pilot auf Grund der nachlassenden Energiereserven dann noch durchgereicht.

„Vom dritten Startplatz wären wir natürlich gerne noch weiter vorn ins Ziel gekommen“, zeigte sich Lotterer ein wenig enttäuscht. „Aber die zweite Hälfte des Rennens war nicht einfach. Trotzdem haben wir erneut eine Menge gelernt. Wir werden die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen ziehen, die wir heute sammeln konnten“, bilanzierte der Deutsche, der in der Gesamtwertung mit nunmehr 25 Punkten auf Position 12 liegt. In der Teamwertung belegt das Porsche-Team Platz 9, ebenfalls mit 25 Punkten.

Neel Jani:

Für Neel Jani verlief der Marrakesch E-Prix enttäuschend. Der Schweizer kam über Platz 14 nicht hinaus und wartet immer noch auf seine ersten Formel-E-Punkte. „In den vergangenen Rennen hatten wir eine gute Pace, konnten dann aber nicht die dazu passenden Ergebnisse einfahren“, so Jani. „Hier war es für mich hingegen von Beginn an schwierig. Auf der Bremse habe ich mich den ganzen Tag über nicht wohl gefühlt. Das werden wir uns im Detail ansehen“, bilanzierte der 36-Jährige.

Neel Jani Marrakesch ©Porsche

Im Qualifying lief es nicht nach dem Geschmack des Porsche-Piloten, nur Platz 23. Jani erlebte ein Rennen ohne besondere Vorkommnisse, machte zwar einige Positionen wett, aber für eine Top Ten-Platzierung reichte es einfach nicht. „Es liegen noch einige Rennen vor uns“, so Jani. „Wir werden weiter intensiv arbeiten und uns kontinuierlich steigern“, hofft der Schweizer endlich den Knoten platzen lassen zu können.

Für Porsches Einsatzleiter Lindesay sind die weiteren Ziele für den anstehenden Rennen klar: „Das Ziel lautet, die gute Leistung aus dem Qualifying künftig konstant in gute Rennergebnisse zu verwandeln.“

Rookie-Test:

Einen Tag nach dem Marrakesh E-Prix hat das Porsche-Team intensiv den offiziellen Rookie-Test absolviert. Porsche-Werksfahrer Frederic Makowiecki und Test- und Entwicklungsfahrer Thomas Preining gingen erstmals im Porsche 99X Electric auf die Strecke. In den beiden je dreistündigen Sessions legten sie insgesamt 172 Runden auf dem 2,971 Kilometer langen Kurs in Marrakesch zurück und lieferten dem Team wichtige Erkenntnisse.

Der Österreicher Preining erzielte die fünfzehntschnellste Zeit, Makowiecki belegte Platz 24. „Die Daten werden dem Team bei der weiteren Optimierung der Performance des Porsche 99X Electric für zukünftige Renneinsätze helfen. Daher war es für uns alle ein Gewinn. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Tests mit dem Fahrzeug“, sagte Preining.

Einsatzleiter Lindesay war mit der Arbeit seiner beiden Schützlinge mehr als zufrieden. „Wir hatten einen produktiven Testtag und sind mit den Ergebnissen von Frederic Makowiecki und Thomas Preining sehr zufrieden. Beide Fahrer konnten wertvolle Erfahrungen mit dem Porsche 99X Electric sammeln.

Als Team werden wir die Daten zur Vorbereitung auf die kommenden Renneinsätze und für die Fahrzeug-Performance nutzen. Frederic und Thomas gebührt großer Dank für ihren Einsatz“, resümierte Lindesay nach den erfolgreichen Testfahrten.

 

 

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