Zum Inhalt springen

Formel E: Audi- enttäuschender Marrakesch E-Prix- ‚Haben etwas Arbeit vor uns‘

Lucas di Grassi,Formula E, Marrakesh E-Prix 2020 ©Audi

Beim Marrakesch E-Prix enttäuschte das deutsche Team Audi Sport ABT Schaeffler. Mehr als Platz 7 für Lucas di Grassi war nach dem ernüchternden Qualifying nicht drin für die Ingolstädter.

Der Brasilianer behauptete zumindest Rang fünf in der Meisterschaft. Der wiedergenesene Daniel Abt, der seinen heftigen Unfall in Mexico gut verdaut hat, kam nur auf Platz 14.

Viel Arbeit wartet auf Audi in den kommenden Wochen. „Es ist offensichtlich, dass wir etwas Arbeit vor uns haben“, gab Audi-Teamchef Allan McNish offen zu.

„Zum Glück haben wir bis zum nächsten Rennen etwas Zeit, um uns Gedanken zu machen, wie wir uns verbessern können“, so der Schotte. Es läuft aktuell nicht rund für das deutsche Audi-Team. In Marrakesch war erneut Sand im Getriebe der Ingolstädter, di Grassi und Abt fuhren der Konkurrenz hinterher.

Insbesondere das Qualifying macht Audi zu schaffen. Lucas di Grassi, der in der ersten Gruppe im Qualifying antreten musste, kam auf Platz 13. Teamkollege Abt, der von Gruppe 3 aus auf Zeitenjagd ging, kam lediglich auf Platz 18.

FormulaLucas di Grassi, E, Marrakesh E-Prix 2020 ©Audi

Das Gruppe 1 in Marrakesch keinen gravierender Nachteil bedeutete, unterstrich Sieger Antonio Felix da Costa (DS Techeetah). Der Portugiese legte im Qualifying in Gruppe 1 startend die viertbeste Zeit hin und schnappte sich in die Super Pole mit der Bestzeit die drei Meisterschaftspunkte.

Davon ist Audi momentan ein wenig entfernt. Bisher schaffte lediglich Lucas di Grassi beim Saisonauftakt in Diriyya mit Platz 5 ein starkes Quali-Resultat, alle anderen Quali-Ergebnisse der beiden Audi-Piloten in dieser Saison waren nicht optimal. Angesichts des schlechten Qualifyings hat di Grassi noch das Beste aus dem Audi-Package herausgequetscht.

Und ein guter Startplatz im Marrakesch war der Schlüssel zum Erfolg, denn der Kurs in Marokko zählt mit seinen drei langen Geraden und etlichen Beschleunigungszonen zu den energieintensivsten Strecken im Rennkalender. Di Grassi probierte im Rennen alles und zeigt einmal mehr eine kämpferische Leistung. Mit einigen sehenswerten Überholmanövern machte der Brasilianer zwar etliche Positionen wett, doch für mehr als den siebten Platz sprang für den Audi-Piloten nicht heraus.

„Danke an das gesamte Team, mein Auto war im Rennen richtig gut“, sagte di Grassi. „Mehr ist im Augenblick mit unserem Package von einer solchen Startposition nicht möglich. Dafür ist die Konkurrenz in der Formel E zu stark“, so der Formel-E-Champion von 2016/2017. In der Meisterschaft konnte di Grassi Rang fünf verteidigen, doch der Rückstand auf Tabellnführer Felix da Costa beträgt schon satte 29 Punkte.

Teamchef McNish war ob der mageren Punkteausbeute in Marrakesch dennoch mit di Grassi zufrieden. „Mit Lucas haben wir zumindest Punkte geholt und Platz fünf in der Fahrermeisterschaft verteidigt“, so der Audi-Verantwortliche.

Weniger zufriedenstellend verlief das Rennen für Teamkollege Abt. „Daniel hatte schon im Qualifying Probleme“, sagte McNish. Nach seinem Crash in Mexico-Stadt kam der Kemptener voll genesen und voller Tatendrang nach Marokko, doch sein Audi e-tron FE06 machte Abt zu schaffen.

Daniel Abt,Formula E, Marrakesh E-Prix 2020 ©Audi

Bereits im Freien Training kämpfte Abt  mit einem unberechenbaren Fahrverhalten seines Auto, das sich im Qualifying fortsetzte. Mit Startplatz 18 war nicht viel zu holen, auch das Wechseln seines kompletten Hinterwagen brachte keine entscheidenden Verbesserungen. Am Ende machte Abt ein paar Plätze gut, doch Rang 14 war für den 27-jährigen Allgäuer eine herbe Enttäuschung.

„Trotzdem war es ein extrem frustrierendes Rennen“, zeigte sich Abt geknickt. „Wir waren hier einfach viel zu langsam“, so der Deutsche. Mit vier Nullnummern und einem sechsten Platz in Diriyya belegt Abt Platz 17 in der Meisterschaft – bisher kein guter Saisonverlauf für den Audi-Piloten.

Bis zum nächsten Rennen in Rom (4. April) hat Audi etwas Zeit, um an ihrer Performance zu feilen. Beim Rookie-Test am Sonntag kamen die beiden Audi-Piloten Kelvin van der Linde und Mattia Drudi übrigens auf die Plätze 9 und 12. Absolute Bestzeit im Rookie-Test setzte Nick Cassidy im Virgin-Auto, der einen Audi-Antriebsstrang unter der Haube hatte. Für die anstehenden ‚voestalpine European Races‘ ein gutes Zeichen für Audi.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: